40 Fünftklässler sammeln Müll am Hollerner See – und stehen auf dem SUP
StartseiteLokalesFreisingEchingStand: 06.08.2026, 18:00 UhrKommentareUns auf Google folgenZum Abschluss der „Wassertage“ durften sich die Fünftklässler der Echinger Mittelschule an der Danziger Straße auf dem S...
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Stand: 06.08.2026, 18:00 Uhr
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Echinger Mittelschüler verbrachten mehrere Stunden am Hollerner See. Dort lernten sie beim Projekt „Wassertage" über Wasserkreislauf und Umweltschutz.
Eching – Wind- und wasserfest mussten sie schon sein, die knapp 40 Fünftklässler der Echinger Mittelschule an der Danziger Straße und ihre beiden Klassenlehrerinnen Waltraud Stölzle und Karin Huber bei einem externen Schulprojekt am, im und sogar auf dem Hollerner See. Unter dem Titel „Wassertage“ veranstaltet der von Pascal Rösler gegründete gemeinnützige Verein „Pure Water for Generations“ seit 2018 ein erlebnisorientiertes Bildungsangebot, das sich an Schulen und andere Einrichtungen wendet, um Schülern die Bedeutung des Elements Wasser als Grundlage des Lebens für Mensch und Natur vor Augen zu führen. Dabei wird erlebbar gemacht, wie jeder Verantwortung für seine Umwelt übernehmen und zu deren Schutz beitragen kann.

Bei der mehrstündigen Freiluftexkursion ließen sich die mit Regenjacken ausgestatteten Schüler erfreulicherweise ebenso wenig beeindrucken beziehungsweise beeinflussen wie ihre pädagogischen Begleiter. „Bei gutem Wetter kann doch jeder“, merkte Karin Huber an. „Das passt doch gut zu unserem Thema“, hieß es zutreffend von Wassermentorin Antonia Paulus und ihrem Team. Unterstützt von den Volunteers Niclas und Lukas vom Kooperationspartner der Stiftung DeineWelt, hatten die externen Betreuer auf der großen Liegewiese nahe der Wasserwachtstation am Ufer des Hollerner Sees verschiedene spannende Mitmach-Stationen angeboten. Dabei sammelten die Schüler ganz unterschiedliche Erfahrungen und Erkenntnisse.
Mit dem eigenen Körpergefühl und Wohlbefinden beschäftigten sich beispielsweise Atem- und Yogaübungen, in die die besondere Umgebung am Wasser und im Grünen einbezogen wurde. Mit Wasserkunde könnte eine weitere Einheit überschrieben werden, in der es um den Wasserkreislauf und das ökologische Gleichgewicht und den Zustand der Wasserqualität in heimischen Gewässern ging und nicht zuletzt um einen sparsamen Umgang mit den teils knapp werdenden Trinkwasserressourcen.
Erst Arbeit, dann das Vergnügen
Eine Anleitung zu aktivem Naturschutz stellte das Müllsammeln dar, bei dem innerhalb kurzer Zeit mehrere große Säcke mit allerlei Umweltsünden gefüllt wurden. Als Dauerauftrag wurde den Jugendlichen die „Nimm-drei-Regel“ mit auf den Weg gegeben, nämlich immer drei Dinge aus der Natur zu entfernen, die dort nicht hingehören. „Das wäre schön, wenn jeder das zukünftig machen würde“, so Waltraud Stölzle.

Ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnten die Fünftklässler an der Malstation, an der mit Wasserfarben ein Aquarell kreiert wurde, auf dem jeder Schüler seine Vorstellung oder Verbindung zu Wasser ausdrücken sollte. Das benötigte Wasser kam natürlich aus dem See und wurde zum Entsorgen in Kanistern gesammelt. Schließlich geht es ja um die Vermeidung von Verschmutzungen. Die vielen kleinen Wasserbilder wurden allesamt fotografiert und im Anschluss zu einem einzigen riesengroßen digitalen Wassertropfen mit symbolischer Aussagekraft zusammengefügt. Jeder einzelne Künstler bekommt einen Link mit der genauen Platzierung seines Werkes.
Als Abschluss wurde in See gestochen
Am Nachmittag stand noch für die Schüler, die wollten, ein ganz besonderes Abenteuer auf dem Programm: Stand-up-Paddling. Nach der Einführung von Antonia Paulus in die Anfänge der Trendsportart und mit Schwimmwesten ausgestattet, stachen 21 mutige Wassersportler, aufgeteilt in drei Gruppen, in (den) See. Sie machten ihre Sache in der Sitzend- und Knieend-Variante richtig gut – und keiner kenterte. Abgeschlossen wurde die Board-Tour mit einem Sprung ins Wasser. „Super-toll“ – hieß es bei den mutigen Wassersportlerinnen, „aber es hat alles Spaß gemacht, und war echt cool“. „Und nass“, ergänzte ganz trocken Klassensprecherin Lavika.