Anschlag auf den CSD in Berlin: Merz verurteilt „abscheuliche Tat“ – jetzt mit Dobrindt in „engstem Kontakt“

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Anschlag auf den CSD in Berlin: Merz verurteilt „abscheuliche Tat“ – jetzt mit Dobrindt in „engstem Kontakt“

„Abscheulich“, „mitten ins Herz“ – So reagieren Merz, Wegner & Co. auf den CSD-Anschlag in Berlin

Stand: 26.07.2026, 08:21 Uhr

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Mindestens ein Toter und 16 Verletzte: Ein brutaler Anschlag auf den CSD erschüttert Berlin und sorgt bundesweit für Entsetzen.

Berlin – Update, 26. Juli, 8:14 Uhr: Nach dem Angriff eines Autofahrers beim CSD hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) den Landesbehörden Unterstützung angeboten. „Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst“, erklärte Dobrindt laut dpa.

„Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese Tat miterleben mussten.“ Der CSU-Politiker dankte den Einsatzkräften. „Wir werden alles daransetzen, diese schreckliche Tat und ihre Hintergründe schnell aufzuklären und zu ahnden.“

„Abscheulich“, „mitten ins Herz“ – So reagieren Merz, Wegner & Co. auf den CSD-Anschlag in Berlin

Erstmeldung: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich entsetzt über den Anschlag auf den CSD und verurteilt diesen als „abscheuliche Tat“. Er selbst und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) stünden in engstem Kontakt und würden von den Sicherheitsbehörden laufend über den Stand der Dinge gebrieft.

Bundeskanzler Friedrich Merz

Anschlag auf den CSD: Merz und andere Politiker äußern sich bestürzt. © Fabian Sommer/dpa

Todesfahrt bei CSD in Berlin: Reaktionen aus der Politik

Merz und Dobrindt „danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen“, berichtet die AFP. Die Reaktionen auf den Anschlag auf den CSD zeigen quer durch alle politischen Lager Entsetzen und den Ruf nach Aufklärung:

  • Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verurteilte einen „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“. Nach einem friedlichen und bunten CSD sei die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin „auf brutalste Art“ attackiert worden, schrieb Wegner im Kurznachrichtendienst X. „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden.“
  • Stefan Evers (CDU, Berliner Spitzenkandidat) betonte, die Tat treffe die Stadt „mitten ins Herz“. Evers forderte laut WELT eine schnelle Aufklärung und betonte, dass danach die „Zeit für Konsequenzen“ sei.
  • Iris Spranger (SPD, Berliner Innensenatorin) betonte die hohe Priorität der Sicherheit in der Stadt und äußerte sich bestürzt.

Todesfahrt bei CSD in Berlin – mutmaßlich islamistischer Tatverdächtiger

Ein Fahrzeug war am Samstagabend (25. Juli) im Berliner Tiergarten in eine Menschenmenge gerast und hatte mindestens einen Menschen getötet. 16 weitere Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr verletzt. Es gab demnach drei lebensbedrohlich Verletzte, acht Schwerverletzte und fünf Leichtverletzte.

Die Veranstalter brachen den CSD nach dem Vorfall ab. Ein Tatverdächtiger sei „identifiziert“, aber noch nicht festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Verdächtige ist demnach „polizeibekannt als Angehöriger des islamistischen Milieus hier in Berlin“.

Motto „Haltung ist hot“: Hunderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin

Am Samstag hatten hunderttausende Menschen unter dem Motto „Haltung ist hot“ am Christopher Street Day (CSD) in Berlin teilgenommen. Den Abschluss bildete am Abend ein Showprogramm am Brandenburger Tor.

Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn“ in der New Yorker Christopher Street stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivsten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten. (Quellen: AFP, WELT, Tagesspiegel, taz) (frs)