Acht Treffer in fünf Spielen: Das ist das Tor-Geheimnis von Leon Hirzmann

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Acht Treffer in fünf Spielen: Das ist das Tor-Geheimnis von Leon Hirzmann

Stand: 01.09.2026, 08:01 Uhr

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Spieler Beienheim Leon Hirzmann mitte gegen die beiden Spieler Tempo Frankfurt Mateja Ristic links und Milan Mitrovic rechts

Leon Hirzmann - hier umringt von Mateja Ristic und Milan Mitrovic vom FC Tempo - führt aktuell die Torjägerliste an. © Timo Jaux

Er trifft und trifft und trifft. Leon Hirzmann steht mit dem SKV Beienheim an der Spitze der Fußball-Gruppenliga. Wir haben über sein Tor-Geheimnis gesprochen.

Er trifft und trifft und trifft – und dies seit Jahren. In der Kreisliga A Friedberg, in den Kreisoberligen Friedberg und Büdingen und nun auch in der Gruppenliga Frankfurt-West. In dieser Saison braucht Leon Hirzmann aktuell gerade einmal 40 Minuten Spielzeit für einen Torerfolg. Mit dem SKV Beienheim führt der Nieder-Mörler die Tabelle an, der Klub aus dem Reichelsheimer Stadtteil gilt als Mitfavorit auf den Aufstieg. Wir haben mit dem 28-Jährigen gesprochen.

Fünf Spiele, fünf Siege. Führt der Weg zum Titel über den SKV Beienheim, oder waren die August-Gegner noch nicht der Maßstab für die Gruppenliga-Spitze?

Ob die Gegner am Ende oben oder unten stehen, ist noch schwer einzuschätzen. Der SKV selbst hat in der vergangenen Saison gezeigt, wie sich eine Mannschaft nach schwächerem Start noch entwickeln und klettern kann. Ich spiele Sonntag für Sonntag, um Spaß am Fußball zu haben. Klar ist es schön, wenn du oben stehst, dann macht’s noch mehr Spaß. Wichtig ist, dass wir von Verletzungen verschont bleiben und als Mannschaft weiter so auftreten und agieren wie bisher. 

Sie selbst haben bereits acht Treffer erzielt, haben dabei nur 327 von möglichen 450 Minuten gespielt. Wie erklären Sie sich diesen Lauf?

Zunächst einmal: zwei der acht Treffer waren Elfmetertore. Den Lauf habe ich aber im Grunde schon seit einigen Jahren. Festmachen kann ich das an dem Tag, an dem ich in Ober-Mörlen die Nummer 15 von Matthias Weckler übernommen habe. Ob es ein Tor-Geheimnis gibt, weiß ich nicht. Ich suche schnell den Abschluss. Und wenn ich nicht weiß, wo ich den Ball hin schieße, dann weiß das der Torwart auch nicht. Das ist wahrscheinlich der entscheidende Punkt: nicht lange nachdenken. Wenn du anfängst, zu überlegen, geht’s meist in die Hose. Man braucht einfach einen guten Riecher, einen Torinsinkt.

Sie haben zuletzt für Eschenrod in der Kreisoberliga Büdingen gespielt, der Sprung in die Gruppenliga Frankfurt scheint da sportlich mehr als nur ein Klassenunterschied zu sein. Hatten Sie diesbezüglich keine Bedenken?

Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Mir wurde hier gesagt: ‚Du warst Torschützenkönig in der A-Liga und in der Kreisoberliga. Jetzt zeig es den Leuten doch auch mal in der Gruppenliga.‘ Und ja, ich will mir selbst beweisen, dass ich es auch in der Gruppenliga Tore schießen kann. Dass es so gut anläuft, hätte ich allerdings nicht gedacht. Ich lebe von meiner Schnelligkeit. Vielleicht ist es auch ein Vorteil, von der Bank ins Spiel zu kommen, wenn der Gegner müde ist.

Sie haben in der Rückrunde 2025/26 fast gar nicht gespielt – Ihre Mannschaft, den KSV Eschenrod, dann aber in der Relegation zum Klassenerhalt geschossen. Wie haben Sie so schnell an Ihr Spiel aus der Hinserie der vergangenen Saison anknüpfen können?

Ich bin zum letzten Spiel der Meisterschaft zurückgekehrt. Der Trainer hatte Niklas Ußner und mich angerufen. Und es hatte sich angefühlt, als hätte ich gar nicht pausiert. Ausdauer, Schnelligkeit, Torabschluss – alles war wie zuvor. Vielleicht hat mir das halbe Jahr Pause gut getan. 

Könnten Sie sich vorstellen, auch noch mal in der Verbandsliga aufzulaufen?

Die Lust am Fußballspielen ist jedenfalls zurück. Ich habe wieder sehr viel Spaß. Das halbe Jahr Pause hat mir gezeigt, dass ich auf keinen Fall aufhören möchte. Dann hat mich SKV-Trainer Sascha Bingel angerufen, hat sich das mit Beienheim ergeben. Beim Thema Verbandsliga sage ich mal: ‚Sag niemals nie‘. Wenn das mit dem SKV möglich wäre – das wäre mega-schön. Verbandsliga – das wäre dann doch noch einmal etwas anders.