Dschihadisten lähmen Mali, dringen in Hauptstadt vor – Trump-Regierung debattiert wohl Militärschlag
StartseitePolitikAchter Militäreinsatz unter Trump? USA planen offenbar Angriffe auf Islamisten in MaliStand: 22.07.2026, 19:16 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Sicherheitslage in Mali ist angespannt. Die ...
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Achter Militäreinsatz unter Trump? USA planen offenbar Angriffe auf Islamisten in Mali
Stand: 22.07.2026, 19:16 Uhr
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Die Sicherheitslage in Mali ist angespannt. Die Terrorgruppe JNIM liefert sich immer wieder Scharmützel mit der Regierung. Einem Bericht nach könnte Trump eingreifen.
Washington, D.C./Bamako – Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump erwägt wohl Militärschläge gegen die al-Qaida-nahe Terrorgruppe JNIM (Jama‘at Nusrat al-Islam wal-Muslimin) in Mali. Das berichten aktuelle und frühere US-Regierungsbeamte, die anonym bleiben wollten, gegenüber der Washington Post. Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre Mali das achte Land, in dem Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit Angriffe angeordnet hätte – obwohl er zu Beginn seiner Präsidentschaft angekündigt hatte, globale Konflikte beenden zu wollen.

Innerhalb der Regierung sei die Frage umstritten, schreibt die Washington Post weiter. Ein entschiedener Befürworter eines Militärschlags ist laut den Insidern Sebastian Gorka, leitender US-Direktor für Terrorismusbekämpfung im Nationalen Sicherheitsrat. Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme ab, Gorka reagierte nicht auf Anfragen der Washington Post. Ein Sprecher des Weißen Hauses bestätigte keine konkreten Angriffspläne, betonte jedoch, die USA drängten Partner in Nord- und Westafrika, „US-Ausrüstung und Dienstleistungen zu kaufen, um ihre Kriegsanstrengungen gegen die Terroristen zu unterstützen“.
Terrorgruppe JNIM in Mali: Trump erwägt laut Bericht wohl Militäreinsatz
JNIM gilt als die am stärksten bewaffnete Miliz der Region und zählt zu den mächtigsten weltweit. Im vergangenen Jahr blockierten die Islamisten Treibstofflieferungen und lähmten damit weite Teile Malis. Im Frühjahr folgten koordinierte, landesweite Angriffe: Kämpfer drangen in die Hauptstadt Bamako vor, eroberten eine strategisch wichtige Stadt im Norden und töteten den Verteidigungsminister des Landes bei einem Selbstmordanschlag.
Die Sicherheitslage in Mali gilt seit Jahren als äußerst instabil. Vor allem im Norden und Zentrum des Landes sind Rebellen und dschihadistische Gruppen aktiv. Trotz mehrerer Militäroperationen und der verstärkten Zusammenarbeit mit Russlands Africa Corps ist es der Militärregierung bislang nicht gelungen, die Kontrolle über weite Teile des Landes vollständig wiederherzustellen.
Instabile Sicherheitslage in Mali: JNIM-Hinterhalt auf Soldaten der malischen Militärregierung
Darüber hinaus agiert die Terrorgruppe JNIM zunehmend koordiniert in Mali. Bei einem Hinterhalt am 18. Juli nahe der nordmalischen Stadt Anefis töteten die Azawad Liberation Front (FLA) und JNIM mindestens 50 malische Soldaten, wie Al-Jazeera berichtet. Der Anschlag ist Teil einer Serie koordinierter Operationen im Norden Malis seit April. Er offenbart die Grenzen der Sicherheitsstrategie der malischen Militärregierung – trotz wachsender russischer Unterstützung durch das Africa Corps.
Auch, dass beide Gruppen gemeinsam agieren, gilt als bemerkenswert, wie Al-Jazeera schreibt: Die FLA strebt Autonomie oder Unabhängigkeit für den Norden Malis an, JNIM hingegen eine Herrschaft nach ihrer Auslegung islamischen Rechts. (Quellen: Al-Jazeera/Washington Post/dpa) (sischr)