Achtung Radarkontrolle: Hier stehen die Blitzer in der Region Trier und Luxemburg
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Achtung Radarkontrolle Hier stehen die Blitzer in der Region Trier und Luxemburg
Service | Trier · Immer wieder gibt es neue Standorte für Blitzer im Raum Trier, Wittlich, Bitburg und Daun, aber auch in Luxemburg. An diesen Orten sind Geschwindigkeitsmessungen angekündigt.
17.07.2026 , 07:08 Uhr
Wo stehen die Blitzer in der Region Trier und Luxemburg? Hier gibt es die aktuellen Standorte (Symbolbild).
Foto: dpa/Patrick Pleul
An folgenden Standorten messen Polizei und Ordnungsamt Trier in den kommenden Tagen die Geschwindigkeit. Beide weisen darauf hin, dass sie auch unangekündigte Kontrollen durchführen können. Die Blitzer-Ankündigungen in der Region Trier werden in der Regel wöchentlich veröffentlicht.
- Freitag, 17. Juli: B41, Oberbrombach; B419, Wellen; L151, Mertesdorf
- Montag, 20. Juli: A602, Trier-Kürenz; B327, Thalfang; Dauwelshausen
- Dienstag, 21. Juli: K134, Konz; L91, Horperath; B53, Briedel; L5, Giesdorf
- Mittwoch, 22. Juli: Wittlich-Wengerohr; L145, Ruwer-Maximin
- Donnerstag, 23. Juli: B53, Traben-Trarbach; Schweich
- Freitag, 24. Juli: B257, Hörschhausen; L141, Wittlich
Die luxemburgische Polizei kündigt täglich einen Teil der Blitzer im Großherzogtum im Voraus an. Darüber hinaus kann es weitere oder andere Kontrollen geben. Außerdem stehen in Luxemburg stationäre Blitzer (siehe weiter unten).
- rue Zithe, Luxembourg
- rue d'Abweiler, Bettembourg
- N 15, Heiderscheid
- rue d'Andethana, Oberanven
In Trier gibt es neben den angekündigten und unangekündigten mobilen Blitzern auch noch die Ampelblitzer, in Luxemburg gibt es zudem stationäre Radarkontrollen. Im folgenden Teil des Artikels beantworten wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um diese fest installierten Anlagen.
Die erste stationäre Messsäule zur Rotlichtüberwachung wurde Ende Mai 2021 an der Ecke Martinsufer(B49)/Ausoniusstraße installiert. Anfang Juni folgte eine weitere an der Kreuzung Wasserweg/Schöndorfer Straße (aus Richtung Kürenz kommend). Seit Ende Juni 2021 steht die dritte in der Trierer Südallee, Höhe Gerty-Spies-Straße/Kaiserstraße. Die vierte Messsäule wurde im Juli 2021 am Pacelliufer an der Einmündung Hohenzollernstraße (Fahrtrichtung Konz) installiert. Anfang August folgte der fünfte Ampelblitzer an der Kreuzung zwischen der Luxemburger Straße/Niederkircher Straße. Außerdem wurde im Februar 2022 ein Ampelblitzer am Pacelliufer (stadteinwärts, Abzweigung B 268) installiert. Ende des Jahres 2023 wurde eine siebte Säule an der Kreuzung Ostallee/Gartenfeldstraße aufgestellt. Eine achte wurde im August 2024 in Trier-Nord am Standort Castelforte stadteinwärts von der A 602 beziehungsweise vom Verteilerkreis her kommend installiert.
Dabei handelt es sich um Halterungen für die Ampelblitzer, die an besonders gefährlichen Kreuzungen installiert werden. Insgesamt gibt es drei Messgeräte, die zwischen den Standorten gewechselt werden können. So ist es auf den ersten Blick nicht ersichtlich, wo gerade kontrolliert wird.
Obwohl die Ampelblitzer technisch gesehen die Möglichkeit hatten, wurde die Geschwindigkeit der Autofahrer in der Anfangsphase nicht überprüft. Doch das änderte sich bald. Der Trierer Stadtvorstand fasste nur wenig später den Beschluss, die Ampelradargeräte ab dem 1. November 2021 auch zum Blitzen von Rasern scharfzuschalten.
Wer eine Ampel bei Rot überfährt, muss laut Bußgeldkatalog 90 Euro bezahlen und bekommt einen Punkt. Wer dabei andere gefährdet, muss mit 200 Euro Strafe, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. Autofahrer, die bei einer roten Ampel fahren und Sachschaden verursachen, zahlen 240 Euro, bekommen zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot. Zusätzlich sind Geldstrafen, Führerscheinentzug und eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren möglich.
Wer eine Ampel überfährt, die länger als eine Sekunde rot ist, muss mit noch härteren Strafen rechnen: 200 Euro, zwei Punkte, zusätzlich sind eine Geldstrafe, Führerscheinentzug und eine Freiheitsstrafe bis fünf Jahre möglich. Wer dabei andere gefährdet, zahlt 320 Euro (plus zwei Punkte). Zusätzlich sind eine Geldstrafe, Führerscheinentzug und eine Freiheitsstrafe bis fünf Jahre möglich. Verursachter Sachschaden kommt Autofahrern dabei am teuersten zu stehen: 360 Euro und zwei Punkte, zusätzlich sind eine Geldstrafe, Führerscheinentzug und eine Freiheitsstrafe bis fünf Jahre möglich.
Wer an einer Ampel mit Grünem-Pfeil-Schild nach rechts abbiegt, ohne vorher zu halten, muss 70 Euro zahlen und bekommt einen Punkt. Autofahrer, die dabei den Fußgänger- oder Fahrradverkehr der freigegebenen Verkehrsrichtung behindern, zahlen 100 Euro (plus ein Punkt), ebenso wenn sie andere gefährden, bei Sachschaden erhöht sich die Strafe auf 120 Euro.
Die sechs Messsäulen kosten laut Stadtratsvorlage vom Dezember vergangenen Jahres 240.000 Euro, davon 140.000 Euro allein für die Messgeräte.
Bei einem Unfall Ende Juni 2021 wurde in Trier-Nord ein Ampelblitzer umgefahren. Dieser Blitzer war gerade aufgebaut und noch gar nicht im Einsatz, da war er schon kaputt: Bei einem Unfall an der Kreuzung Martinsufer/Ausoniusstraße kam ein Auto ins Schleudern und pflügte den Blitzer um. Die Häme im Netz ist groß, der Sachschaden ebenfalls. Die Messsäule wurde im Juli 2021 wieder aufgebaut.
Nun der Blick über die Grenze zu den stationären Blitzern in Luxemburg. Diese stehen an den folgenden Stellen:
(Quelle: Luxemburgische Regierung; Stand: 03.12.2024)
Wie viel Bußgeld man in Luxemburg zahlen muss, wenn man geblitzt wird, hängt davon ab, wie schnell man fahren darf. Über die Dauer von Fahrverboten entscheidet ein Richter im Einzelfall.
Bußgeld in Luxemburg innerorts:
- Weniger als 15km/h zu schnell: 49 Euro Bußgeld
- Mehr als 15km/h zu schnell: 145 Euro Bußgeld und zwei Punkte Abzug (in Luxemburg, werden nicht nach Flensburg übertragen)
Bußgeld in Luxemburg außerorts:
- Weniger als 20km/h zu schnell: 49 Euro Bußgeld
- Mehr als 20km/h zu schnell: 145 Euro Bußgeld und zwei Punkte Abzug (in Luxemburg, werden nicht nach Flensburg übertragen)
Bußgeld in Luxemburg auf der Autobahn:
- Bis 25km/h zu schnell: 49 Euro Bußgeld
- Mehr als 25km/h zu schnell: 145 Euro Bußgeld und zwei Punkte
Zusätzlich zu den genannten Bußgeldern gibt es noch die sogenannte schwerwiegende Geschwindigkeitsübertretung, die nur gilt, wenn sich der Betroffene schon einmal einen schweren Verstoß gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung geleistet hat.
Die schwerwiegende Geschwindigkeitsübertretung muss dabei innerhalb von drei Jahren erfolgt sein, nachdem der Betroffene das Bußgeld für den vorherigen schweren Verstoß bezahlt hat oder wegen des vorherigen schweren Verstoßes verurteilt worden ist.
Außerdem muss der Betroffene mehr als 50 Prozent oder mindestens 20 km/h schneller gefahren sein als erlaubt. Dann droht eine Geldstrafe zwischen 500 und 10.000 Euro und/oder eine Gefängnisstrafe zwischen acht Tagen und drei Jahren. (Verwendete Quellen für Angaben unter anderem: Polizei Luxemburg, Polizeipräsidium Trier)