Endlich! Hitze verabschiedet sich – doch ein Problem hält sich hartnäckig

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Endlich! Hitze verabschiedet sich – doch ein Problem hält sich hartnäckig

Atlantikluft verdrängt die Hitze – doch Wetterwende löst das Dürre-Problem nicht

Stand: 17.07.2026, 21:05 Uhr

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Der Sommer kippt. Atlantikluft schiebt die Hitze weg, nachts wird es fast herbstlich kalt. Doch ein Problem verschwindet nicht. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Das war’s erst mal mit dem Glutofen. Nach den schweren Gewittern der letzten Tage macht die Atlantikluft kurzen Prozess mit unserer Hitze. Wo am Donnerstag noch die 35 Grad angekratzt wurden, zeigt das Thermometer am Wochenende vielerorts nur noch 19 bis 23 Grad. Am Oberrhein bleiben immerhin 25 Grad übrig, im Nordosten dagegen geht es steil bergab – dort reichen 17 bis 20 Grad, dazu bläst ein frischer Nordwestwind um die Ohren.

Der Erdboden ist in vielen Regionen komplett ausgetrocknet.

Die Hitze geht – vorerst! Doch die Dürre bleibt weiterhin erhalten. © picture alliance/dpa | Jennifer Kramer

Und die Nächte? Die haben es in sich. 11 bis 6 Grad in den kühlsten Tälern, das ist ein Wert, den man eher Mitte September erwartet als Mitte Juli. Wer im Zelt liegt oder das Fenster offenlässt, sollte sich warm anziehen.

Wetter in Deutschland ist zweigeteilt: Der Süden hält länger durch

In der neuen Woche bleibt Deutschland gespalten. Der Nordosten bekommt Schauer ab, teils auch kurze Gewitter, die Temperaturen kommen kaum über 20 Grad hinaus. Im Westen und Südwesten setzt sich dagegen häufiger die Sonne durch, hier sind 21 bis 25 Grad drin, am Oberrhein auch mal knapp darüber. Richtig warm wird das aber nirgends mehr.

Erst zum Monatswechsel deuten die Modelle wieder auf steigende Werte hin, dann könnten die Hundstage noch einmal zuschlagen. Sicher ist das aber längst nicht.

Wetter in Deutschland: Dürre bleibt erhalten

Denn eine Sache bleibt uns erhalten: die Dürre. Und die wird jetzt richtig bitter. Was da vom Himmel fällt, sind Schauer und Gewitter – also punktuelle Güsse, die in wenigen Minuten runterrauschen und größtenteils oberflächlich abfließen. Der Boden ist nach Wochen der Hitze steinhart, er nimmt das Wasser gar nicht auf. Zwei Kilometer weiter fällt oft kein Tropfen.

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Was wir bräuchten, wäre stundenlanger, sanfter Landregen über mehrere Tage. Genau der ist nirgends in Sicht. Die Kühle täuscht also gewaltig: Die Böden bleiben ausgetrocknet, die Waldbrandgefahr sinkt nur kurz, und die Flusspegel kriechen weiter nach unten. Der Sommer geht – die Trockenheit bleibt.