Awo-Ferienspiele in Korbach: Neuer Standort, neuer Chef

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Awo-Ferienspiele in Korbach: Neuer Standort, neuer Chef

Stand: 06.08.2026, 18:00 Uhr

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Awo-Ferienspiele 2026 in der Korbacher Kreissporthalle

54 Teilnehmer haben sich in diesem Jahr für die Awo-Ferienspiele gefunden. Für Niklas Habermann (mit Awo-Banner) ist die Organisation eine Premiere. © Foto: Dennis Schmidt

Mit verändertem Konzept, neuem Leiter und neuem Veranstaltungsort sind die Awo-Ferienspiele in Korbach in ihre siebte Auflage gegangen – und begeistern trotz weniger Teilnehmer 54 Korbacher Schüler.

Korbach – Mit verändertem Konzept, neuem Leiter und anderem Veranstaltungsort sind die Awo-Ferienspiele in dieser letzten Sommerferienwoche in ihre siebte Auflage gegangen. Wenn dies aktuell auch mit weniger Teilnehmern einhergeht: An der Freude der Korbacher Schüler ändern die veränderten äußeren Umstände nichts.

Bei Niklas Habermann laufen seit diesem Jahr die Fäden für die Ferienspiele zusammen. Der 20-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren als Trainer bei vielen Korbacher Vereinen einen Namen gemacht – nun stellt er die einwöchige Veranstaltung auf neue Füße. Die Humboldtschule habe die Korbacher Arbeiterwohlfahrt (Awo) angesprochen und um Hilfe bei der Betreuung gebeten, berichtet er. Habermann und sein achtköpfiges Team feilten am Konzept, stellten die Struktur ein wenig um – und setzen seit Montag mit 54 engagierten Kindern ihren Plan um.

Awo-Ferienspiele 2026 in der Korbacher Kreissporthalle

Spaß trotz Krücken: Alira (links) und Adam fanden in der Bastel- und Malecke ihre Aufgabe. Gut an bei den Kindern kam vor allem die Bastelstation für Ohrringe. © Foto: Dennis Schmidt

Die Kinder sind „fit und mutig“

„Sie sind fit und mutig“, lobt Habermann die Teilnehmer. Mit dem neuen Standort Kreissporthalle ist er sehr zufrieden. „Hier ist es perfekt“, findet er viel Lob für den Zustand von Gebäude und Technik. In den früheren Jahren hatten die Sommerspiele auf dem Hauersportplatz stattgefunden. Vorteil dort: mehr Freifläche im Grünen. Habermann versucht trotzdem, wegen der Hitze vor allem in den Morgenstunden ins Freie zu gehen und dort spielerisch Bewegungsaufgaben einzubauen.

Sein Ziel bei allem? „Die Kinder sollen neue Sportarten kennenlernen und raus aus dem Zockerzimmer.“ Habermann kommt vom Handball, hat aber auch Erfahrung mit Hockey und Fußball. Allerdings: Handball und Fußball spielen bewusst nur eine untergeordnete Rolle, „die bekommen schon genug Aufmerksamkeit“, so der Korbacher, der zugleich hofft: Vielleicht findet sich ja unter den Kindern das ein oder andere Talent für die Sportarten.

Am Montag steht in der großen Halle Turnen auf dem Programm: Barren, Ringe und Matten stehen bereit. Etwas seitlich abseits ist aber auch Platz für Becherstapeln und kleine Rennen. Im Gymnastikraum weiter hinten geht es ruhiger zu: Dort warten Buntstifte auf junge Malexperten, außerdem findet die Station, an der die Kinder Ohrringe mit unterschiedlichen Motiven basteln können, viel Zuspruch beim jungen Publikum. Kartenspiele runden hier das Angebot ab.

Awo-Ferienspiele 2026 in der Korbacher Kreissporthalle

Schwungvoll: Die beiden jungen Teilnehmer Bruno (vorne) und Artur schwangen sich am Montag mit vollem Elan durch die Korbacher Kreissporthalle. © Foto: Dennis Schmidt

Eine Mini-WM ist ebenfalls noch geplant, das traditionelle Spiel „Groß gegen Klein“ am Freitag bildet den Abschluss der sportlichen Woche.

Teamchef Habermann hat die Aufgabe von Kerstin Fricke übernommen. „Die Organisatoren, allen voran Cornelia Gliem, haben mir hier freie Hand gelassen, das war super.“ Das Team umfasst neun freiwillige Helfer, einige bringen Erfahrungen aus vergangenen Ausgaben der Sommerspiele mit. Neben der sportlichen Aufsicht stehen da auch mal das Trocknen von Tränen nach einem Rempler, der gemeinsame Gang zur Toilette oder die Soforthilfe bei einer ausgelaufenen Wasserflasche für die Erst- bis Fünftklässler auf dem Programm. Um acht Uhr morgens geht es los, um 14 Uhr rücken die Eltern wieder an und holen den ausgepowerten Nachwuchs, der um einige Erfahrungen reicher ist, wieder ab.

Gesund statt zuckrig, analog statt digital

Mit zwei Euro beteiligen sich die Eltern pro Tag und Kind an den Kosten; die Verpflegung ist inklusive. Hier gilt: Schokoriegel haben keine Chance, stattdessen buhlen viele verschiedene frische Früchte um die Gunst der Kinder. Wasser statt Zuckerlimo soll deutlich machen: „Uns geht es hier auch um einen gesünderen Lebensstil.“ Handys haben bei der Veranstaltung nichts zu suchen.

Awo-Ferienspiele 2026 in der Korbacher Kreissporthalle

Spontane Burgenbauer: (von links) Die Teilnehmer Rudy, Layne-Noel, Nico, Robert, Theo und Adrian verbauten alle Stapelbecher. © Foto: Dennis Schmidt