Bahnstrecke für drei Monate komplett dicht – gleich sieben Städte in NRW betroffen

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Bahnstrecke für drei Monate komplett dicht – gleich sieben Städte in NRW betroffen

Stand: 13.07.2026, 17:30 Uhr

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Bahn-Pendler in NRW müssen auch 2027 stark sein. Eine Strecke wird sogar für drei Monate dicht gemacht. Gleich mehrere Städte und Gemeinden sind betroffen.

Münster – Pendler und Reisende in Nordrhein-Westfalen brauchen auch im kommenden Jahr starke Nerven, denn sie müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen: Die Eisenbahnstrecke zwischen Wanne-Eickel und Münster wird vom 5. Februar bis 14. Mai 2027 komplett gesperrt. Rund drei Monate lang fahren auf dieser Verbindung keine Züge – betroffen sind gleich sieben Städte und Gemeinden in NRW entlang der Strecke.

Sauerland-Bahnstrecke bis Juli dicht - lange Sperrung 2027

Ein Streckensignal an der zweigleisigen Bahnstrecke steht auf Rot. In NRW kommen 2027 einige größere Baumaßnahmen auf die Pendler zu. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

Die Totalsperrung trifft Fahrgäste in Herne, Recklinghausen, Marl, Haltern am See, Dülmen, Nottuln und Münster. In all diesen Städten und Gemeinden soll die Zeit der Sperrung genutzt werden, um gleichzeitig und gebündelt an der maroden Schieneninfrastruktur zu arbeiten – an Gleisen, Weichen, Brücken, Oberleitungen, Stellwerken und Bahnhöfen.

Bahnstrecke in NRW für drei Monate komplett dicht: Was saniert wird

Die Deutsche Bahn (DB) setzt damit ihr neues Konzept der „gebündelten Baumaßnahmen“ um: Statt über das Jahr verteilte Einzelbaustellen sollen alle notwendigen Sanierungsarbeiten in einem klar definierten Zeitfenster erledigt werden. Das soll nach eigenen Angaben künftig weniger, dafür planbare Sperrungen bedeuten.

Das Ausmaß der geplanten Arbeiten ist erheblich. Laut Projektseite der Deutschen Bahn sind unter anderem folgende Maßnahmen geplant:

  • Herne: Gleis- und Weichenerneuerungen am Abzweig Crange/Wanne sowie Brückeninstandhaltung
  • Recklinghausen: Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Emscher, Gleiserneuerungen an Hauptbahnhof und Bahnhof Süd sowie Arbeiten an den Bahnsteigdächern
  • Marl: Gleis- und Weichenerneuerungen in Sinsen und am Abzweig Lippe
  • Haltern am See: Oberleitungs-, Stell­werks- und Gleisarbeiten in Haltern am See und Sythen sowie Bahnsteigarbeiten am Bahnhof Sythen
  • Dülmen: Brückenerneuerung, Gleisarbeiten und Bahnsteigarbeiten am Bahnhof Buldern
  • Nottuln: Neubau einer Eisenbahnbrücke zur Beseitigung des Bahnübergangs an der Landesstraße L844 in Appelhülsen
  • Münster: Vorbereitende Arbeiten zur Erneuerung der Straßenbrücke Mersmannsstiege (B51)

Bahnnetz in NRW: „Zu alt, störanfällig und voll“

Die Deutsche Bahn macht in ihrer Kommunikation keinen Hehl daraus, warum die radikale Bündelung nötig ist. „Zu alt, störanfällig und voll“ – so beschreibt die DB selbst den Zustand weiter Teile der deutschen Schieneninfrastruktur. Wer jetzt nicht saniere, müsse in Zukunft noch mehr Zeit und Geld investieren.

Das Unternehmen verspricht den Fahrgästen im Gegenzug mehr Planungssicherheit: Die Sperrung ist bereits jetzt – mehr als ein halbes Jahr im Voraus – bekannt, und Ersatzkonzepte sollen „rechtzeitig vor Baubeginn“ kommuniziert werden. Konkrete Schienenersatzverkehre wurden bislang jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Was Reisende jetzt wissen müssen

Wer die Strecke zwischen Wanne-Eickel und Münster regelmäßig nutzt – etwa als Pendler –, sollte sich frühzeitig auf Alternativen vorbereiten. Bis zum Baubeginn im Februar 2027 will die DB detaillierte Informationen zu Ersatzverbindungen veröffentlichen.

Bevor die Baumaßnahme zwischen Wanne-Eickel und Münster im Februar beginnt, wird ein wichtiger Bahnhof in NRW gesperrt – erneut. Dieses Mal soll endlich alles klappen – und die Bahn erledigt auch hier gleich mehrere Dinge auf einmal. Und: Eigentlich sollte 2027 zwischen Hamm und Köln gebaut werden. Doch bei der Bahn verspäten sich jetzt auch die Baustellen. Jetzt heißt es „nach 2028“. Und es wird eine Nummer kleiner.