„Die Verräter

Ralph Morgenstern nimmt als Verräter in der 2. Folge der RTL-Show einen Schutzschild – und will damit ausgerechnet beweisen, dass er keiner ist. Das Kalkül ist so verwegen, dass man ihm fast den Hut ziehen möchte. Fast.

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„Die Verräter

„Die Verräter" Folge 2 Ralph Morgenstern im Taktik-Chaos – der Plan ist so clever, dass er ihn selbst vergisst

Ralph Morgenstern nimmt als Verräter in der 2. Folge der RTL-Show einen Schutzschild – und will damit ausgerechnet beweisen, dass er keiner ist. Das Kalkül ist so verwegen, dass man ihm fast den Hut ziehen möchte. Fast.

05.08.2026 , 07:26 Uhr

Die Verräter Folge 2: Ralph Morgenstern im Taktik-Chaos

Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Joelina Drews hat einen Fehler gemacht, den man bei „Die Verräter" eigentlich nicht machen sollte: Sie hat zu laut und zu viel verdächtigt. Und Max Kruse, Marijke Amado und Ralph Morgenstern haben ihr das in der 2. Folge von „Die Verräter – Vertraue Niemandem" (RTL) prompt heimgezahlt – mit dem stärksten Mittel, das den Verrätern zur Verfügung steht. Joelina ist raus, ermordet, Geschichte.

Der Move: Verräter nimmt Schutzschild – um zu beweisen, dass er keiner ist

Allerdings kann man wirklich nicht behaupten, dass die Verräter sich immer besonders clever verhalten. Beim Gruppenspiel müssen sich die Kandidatinnen und Kandidaten unter Zeitdruck aus Ketten befreien. Als Belohnung winkt eine Wahl: entweder mehr Zeit für die Mitspieler – oder ein persönlicher Schutzschild, der vor der nächtlichen Ermordung schützt.

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Einen Schild nimmt genau eine Person: Ralph Morgenstern.

Das Pikante daran? Ralph Morgenstern kann gar nicht ermordet werden. Er ist selbst Verräter. Ein Schild ist für ihn so nötig wie ein Regenschirm im Swimmingpool.

Trotzdem greift er zu – mit Kalkül, wie er erklärt: Wer als Verräter einen Schutzschild nimmt, signalisiert damit doch Schwäche, Angst, Verfolgungsdruck. Und genau das, so die Theorie, macht ihn in den Augen der anderen unverdächtig. Ein Verräter würde doch keinen Schild brauchen, oder?

Verräter Ralph Morgenstern mit Taktik-Fail

Nur leider hat Ralph Morgensterns Masterplan einen kleinen Haken. Um die Taktik zu vollenden, müsste er den anderen Spielern ja auch öffentlich „beichten“, dass er den Schild genommen hat. Schließlich weiß niemand, wer was gewählt hat. Kein Bekenntnis, kein Effekt.

Und genau das vergisst er. Aus Nervosität, aus Überforderung – wie auch immer. Der geniale Move verpufft, weil die Ausführung fehlt. Ein kühner Plan, halbgar ausgeführt. Vielleicht war es auch einfach zu viel Taktik auf einmal.

Im Nachgang kann er nur noch Philipp Fleiter, Marijke Amado und Papis Loveday davon erzählen. Immerhin: Für Papis Loveday ist die Sache damit erledigt. Wer so dringend einen Schild braucht, ist offensichtlich ein Loyaler. Logisch.

Philipp Fleiter sieht das etwas differenzierter: „Könnte ein doppeltes Doppelspiel sein." Womit er – ohne es zu wissen – vollkommen recht hat.

Marijke Amado redet sich in Folge 2 von „Die Verräter“ in Teufels Küche

Während Ralph Morgenstern seinen Schild-Move verdaut, sorgt Kollegin Marijke Amado am runden Tisch für den nächsten Aufreger. Zuvor hatte Tine Wittler die Theorie aufgestellt, dass angesichts von nur noch sechs Frauen aber neun Männern im Spiel die Verräter mehrheitlich männlich sein müssten.

Marijke springt auf diesen Zug auf – und erzählt von angeblichen Männergrüppchen, die sie beobachtet haben will. Marcel Nguyen, Philipp Fleiter und Hardy Krüger, die sich angeblich verdächtig zusammenrotten. Ein Problem: Die drei sprechen in der Realität kaum miteinander.

Marijke macht sich damit selbst verdächtig. Sehr verdächtig.

Ratlose Loyale in Folge 2 von „Die Verräter“

Am runden Tisch herrscht dennoch kollektive Ratlosigkeit. Die Loyalen haben inzwischen drei eigene Leute verloren – und noch keinen einzigen Verräter entlarvt. Das macht sich bemerkbar: Wer laut war, wurde ermordet oder verbannt. Also hält lieber jeder den Mund.

Am Ende muss Marcel Nguyen die Show verlassen – ironischerweise, weil er zu ruhig ist. Letzte Woche flog Ania Niedieck raus, weil sie zu laut und zu nervös war. Eine erkennbare Strategie der Loyalen? Fehlanzeige.

Cathy Hummels und das Auto der Loyalen

Ein kleines, aber feines Detail am Rande: Beim Ausflug sitzt Cathy Hummels in einem Auto und ist sich absolut sicher, nur von Loyalen umgeben zu sein. „Ich wäre so krass enttäuscht von mir selber", betont sie mit Blick auf ihre Menschenkenntnis.

Im selben Auto sitzt Verräter Max Kruse, der sich ein Grinsen vermutlich nur schwer verkneifen konnte.

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