Dreikönigskirche bekommt barrierefreien Vorplatz – für 4,45 Millionen Euro
StartseiteFrankfurtStand: 22.07.2026, 08:24 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Stadt kündigt die Neugestaltung des Platzes rund um die Dreikönigskirche an. Am kommenden Montag sollen die Bauarbeiten beginnen...
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Stand: 22.07.2026, 08:24 Uhr
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Die Stadt beginnt am Montag mit der Neugestaltung des Platzes an der Dreikönigskirche. Die Arbeiten dauern bis Anfang 2028.
Sachsenhausen – Vor zwei Jahren war die Sanierung der Dreikönigskirche abgeschlossen. Die Dotationskirche war 13 Jahre lang unterm Messer: Die Fassaden des Hauptschiffs wurden restauriert, danach war der Turm samt Uhr und Turmspitze an der Reihe. Seit Februar 2024 setzt zudem eine neue Fassadenbeleuchtung das Bauwerk auch in den Abendstunden wirkungsvoll in Szene. Nun soll endlich auch der Vorplatz folgen. Die Stadt beginnt am kommenden Montag, 27. Juli, den Platz an der Dreikönigskirche neu zu gestalten. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2028 fertig sein. Die Kosten belaufen sich auf 4,45 Millionen Euro.

Klimaresistente Staudenarten
Auf rund 4000 Quadratmetern entsteht ein neu gestalteter öffentlicher Raum, kündigt die Stadt an. „Der Platz an der Dreikönigskirche ist ein wichtiger Begegnungsort und bildet zugleich den Vorplatz eines bedeutenden Kultur- und Baudenkmals“, so Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamts. Der Platz soll endlich Aufenthaltsqualität erhalten, die „der historischen Bedeutung dieses Ortes gerecht wird“. Die neugotische Dreikönigskirche mit ihrem 81 Meter hohen Turm präge die Frankfurter Stadtsilhouette und „liegt an wichtigen Fußverkehrsachsen, etwa am Museumsufer und auf dem Weg von der Konstablerwache nach Sachsenhausen. Der Kirchenvorplatz, auf dem bereits seit 1340 eine Kirche steht, wird seiner städtebaulichen und historischen Bedeutung jedoch gegenwärtig nicht gerecht“, so die Stadt.
Die Kirche erhält vor allem einen zeitgemäßen, barrierefreien Zugang. Mobilitätseingeschränkte Menschen gelangen künftig über eine integrierte Rampe am Nordeingang in die Kirche. Auch der Kirchenvorplatz, mit gesägtem, gut begehbarem Basaltnaturstein gepflastert, wird barrierefrei.
Rund um das Kirchengebäude entstehe deshalb ein Beet mit klimaresistenten Staudenarten, um das Mikroklima zu verbessern. In das Staudenbeet integrierte Bodenleuchten sollen die Illumination der Fassade ergänzen. Ausgewählt wurden robuste Stauden, die farblich aufeinander abgestimmt und für Insekten als Lebensraum geeignet sind, darunter Astern, Anemonen, Duftnesseln, Schafgarbe und Bergenien.
Eine Linde wird gepflanzt
Die Baumscheiben der sechs großen Platanen vor dem Hauptportal werden vergrößert. Frisches Baumsubstrat wird eingearbeitet und eine Wurzelbelüftung durchgeführt, um eine gesunde Entwicklung der Bäume zu fördern, kündigt das Grünflächenamt an. Als Ersatz für die gefällte Kastanie an der Westseite zwischen Sachsenhäuser Ufer und Färberstraße wird eine Linde, eine sogenannte „Greenspire“, gepflanzt. Die Fläche erhält einen offenen, wasserdurchlässigen Belag, der bei Starkregen das Wasser schneller aufnimmt. Die Sandsteinböschung sowie die Sandsteinmauer entlang der Dreikönigsstraße werden saniert. Ferner wird die Mauer durch zusätzliche Sandsteinelemente verlängert. So bleibe der charakteristische Bastionscharakter des Platzes an der Dreikönigskirche erhalten und werde weiter betont.
Auf der Ostseite wird der Vorplatz bis in die Oppenheimer Straße erweitert und mit Naturstein gepflastert. So wird der denkmalgeschützte Dreikönigsbrunnen künftig in die Platzfläche integriert. Der Brunnen wird denkmalgerecht restauriert und erhält eine neue Brunnenkammer. Ergänzend entsteht eine Sandsteinmauer, die den Kirchenvorplatz fasst und zugleich als Sitzgelegenheit dient. Zwei neu gepflanzte Linden sollen künftig Schatten spenden.
Einschränkungen für Verkehr
Die Bauarbeiten erfolgen unter Teilsperrungen. Rettungswege bleiben jederzeit frei. Gottesdienste und Veranstaltungen in der Dreikönigskirche können während der gesamten Bauzeit stattfinden. Das Sachsenhäuser Ufer in Höhe der Dreikönigskirche wird von Montag an bis Januar 2028 je Fahrtrichtung einspurig befahrbar sein. Die Einbahnstraßenregelung in der Färberstraße und der Dreikönigsstraße bleibt bestehen. Die Zufahrt über die Oppenheimer Straße bleibt frei.
Die Stadt bittet Anwohner, Besucher und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen. Mit Abschluss des Projekts gilt die gleiche Verkehrsführung wie vor den Bauarbeiten. Anwohner, Gewerbetreibende, die Industrie- und Handelskammer sowie weitere betroffene Institutionen wurden bereits informiert.