Neuer Fernseher wegen DVB-I: Wer den TV-Standard bald bekommt und wer nicht

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Neuer Fernseher wegen DVB-I: Wer den TV-Standard bald bekommt und wer nicht

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Verpasse keine News mehr!

DVB-I soll in wenigen Monaten die TV-Landschaft in Deutschland nachhaltig verändern. Der neue Standard bringt lineares Fernsehen und Streaming näher zusammen. Wie das funktioniert und welche Hürden es noch gibt.

DVB-I soll klassisches Fernsehen und Internet verbinden: Wer jetzt einen neuen TV braucht

DVB-I soll TV-Zuschauer:innen ein einheitlicheres Erlebnis bieten. (Bild: Shutterstock/Yuganov Konstantin)

Wer Fernsehen empfangen will, muss aktuell darauf achten, dass das Gerät den richtigen Standard unterstützt. DVB-C ist für den Empfang per Kabel zuständig, DVB-S hingegen für Satellitensignale. Künftig soll das Ganze auf der technischen Seite und für die Zuschauer:innen selbst etwas vereinfacht werden. Denn mit DVB-I steht ein neuer Standard in den Startlöchern, der alle Übertragungsarten vereinen soll.

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Was macht DVB-I so besonders?

DVB-I soll laut den Verantwortlichen vom DVB Project Fernsehen auf allen Geräten ermöglichen, unabhängig davon, wie die Inhalte empfangen werden. Durch den Standard können alle verfügbaren Programme in nur einer einzigen Liste aufgeführt werden. So können Sender, die über Satellit auf dem TV ankommen, direkt neben Internetfernsehsendern stehen. Zuschauer:innen wechseln dadurch nahtlos zwischen den Empfangsarten.

Alle Programme werden über eine sogenannte Service-Liste abgerufen und bringen eine Vielzahl von Metadaten mit sich. Dazu zählen etwa die Beschreibungen der aktuellen Sendungen, aber auch Logos, Bilder und Details wie Sprache und Altersbeschränkungen. Mit diesen Daten können Anbieter einen ausführlichen Programm-Guide bereitstellen. Da alle Kanäle dieselben Informationen bereitstellen müssen, ergibt sich für Zuschauende eine einheitliche Übersicht in der Benutzeroberfläche. Zudem kann nahtlos zwischen mehreren Service-Listen gewechselt werden, um nur bestimmte Inhalte zu sehen.

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Besagte Oberfläche wird dabei nicht von DVB-I bereitgestellt, sondern entweder direkt durch die schon vorhandene Oberfläche des TVs selbst oder durch eine zusätzliche App auf Smartphones und Tablets. Ebenfalls spannend: DVB-I erlaubt auch die Integration von Apps oder Pay-per-View-Abos in der Oberfläche. So können dann auch Streaming-Dienste als eigener Sender in der Liste auftauchen und mit nur einem Knopfdruck auf der DVB-I-Übersicht heraus gestartet werden.

DVB-I soll es zudem künftig leichter machen, neue Funktionen oder verbesserte Übertragungsqualitäten zu bieten. So soll die Integration von 4K- oder sogar 8K-Streams erleichtert werden. Ferner können Betreiber:innen auch mehrere Übertragungsversionen anbieten – etwa solche mit Gebärdensprache, Audiobeschreibungen oder mit vereinfachter Sprache. Ebenfalls nützlich für Zuschauer:innen: Fällt eine der Übertragungsarten beispielsweise wegen Unwettern aus, kann DVB-I zu einer Alternative (etwa dem Stream im Internet) wechseln. Im besten Fall bekommen Nutzer:innen den Ausfall so gar nicht mit.

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Benötigst du für DVB-I einen neuen Fernseher?

Schon im September 2026 soll DVB-I in Deutschland starten. Für die Nutzung ist dabei grundsätzlich nur eine Internetverbindung notwendig. Das ist auch der Grund, warum künftig auch Smartphones, Tablets und andere internetfähige Geräte über DVB-I Fernsehen empfangen können. Bei kommenden TV-Geräten dürften die Hersteller zudem darauf achten, dass DVB-I direkt mit an Bord ist. Aber wie sieht es mit älteren Geräten aus?

Zunächst können natürlich TVs ohne Internetanschluss nicht von DVB-I profitieren. Aber selbst Geräte mit Ethernet- oder WLAN-Schnittstelle, sind von den Herstellern abhängig. In der Theorie würden die Fernseher nur ein Firmware-Update benötigen, um den neuen Standard zu unterstützen. Am Ende dürfte es darauf ankommen, wie alt die Fernseher sind und ob sie grundsätzlich noch vom Hersteller mit Updates versorgt werden. Wer DVB-I nutzen will, muss zum Start hoffen, dass eine Aktualisierung erfolgt – oder sich ein neues Gerät besorgen.

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