Ein Wochenende voll Tennis für Arian Barbic
Der 17-Jährige steht am Freitag im Viertelfinale eines Turniers, am Samstag im Aufstiegsspiel der Reserve und am Sonntag in der 2. Bundesliga. Welche Partie er bestreitet, entscheidet sich Spiel für Spiel.
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Stand: 06.08.2026, 17:42 Uhr
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Der 17-Jährige steht am Freitag im Viertelfinale eines Turniers, am Samstag im Aufstiegsspiel der Reserve und am Sonntag in der 2. Bundesliga. Welche Partie er bestreitet, entscheidet sich Spiel für Spiel.
Dreieich – Arian Barbic tanzt auf mehreren Hochzeiten in diesem Tennis-Sommer: 2. Bundesliga mit dem TC RW MRH Trowe Sprendlingen, wie die Rot-Weißen in dieser Liga offiziell heißen und für die der 17-Jährige sein Debüt gab; Hessenliga mit der Sprendlinger Reserve; und selbstverständlich Turniere, in denen er Erfolge im Einzel und Doppel sammeln möchte.
Das alles ist nicht ungewöhnlich für einen aufstrebenden Tennisspieler. Auch nicht, dass sich Termine überschneiden. Aber an diesem Wochenende hat Barbic wirklich viele Optionen: Die Reserve spielt in Baden-Württemberg um den Aufstieg in die Regionalliga (siehe Bericht unten). Möchte er da mitwirken, darf er nicht beim ersten Teil des Doppelspieltags in der 2. Bundesliga aufschlagen. Am Freitag treffen die Sprendlinger im Auswärtsspiel ab 13 Uhr auf den ungeschlagenen Spitzenreiter FTC Palmengarten. Wenn Barbic nach seinem Debüt am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal 2. Liga spielt, ist er nicht für das Aufstiegsspiel zugelassen. Am Sonntag kommt ab 11 Uhr zum Saisonabschluss der Wiesbadener THC an die Hainer Chaussee. Außerdem steht er als Wildcard-Inhaber im Viertelfinale des M15-Turniers von Eintracht Frankfurt. Wo wird er spielen?
Zunächst geht er das Ganze Spiel für Spiel an: Am Freitag wird er Einzel beim M15 spielen und scheidet somit für die 2. Bundesliga aus. Dann will er sehen, ob er am Samstag mit in den Süden fahren kann oder weiter im Turnier ist. „Ich möchte auch der Mannschaft helfen. Ich glaube, dass wir gewinnen können“, kündigt Barbic an, dass er gerne dabei wäre. Dann ist ein Einsatz am Sonntag nicht unwahrscheinlich, da er für die 2. Liga eingeplant ist. „Es ist eine wirklich schöne Atmosphäre bei Heimspielen. Ich mag unsere Mannschaft, sie hat mich sehr gut aufgenommen. Ich mag es einfach, für Sprendlingen zu spielen“, freut sich Barbic auf jede Möglichkeit, sich in seiner ersten Sprendlinger Saison zeigen zu dürfen.
Wo er auch spielen wird, Barbic hat schon jetzt viel aus diesem Sommer mitnehmen können. Unterlag er in der 2. Liga dem 20-jährigen Spanier Izan Almazan Valiente vom TC Ludwigshafen, ATP-Rang 528, noch deutlich mit 1:6, 0:6, schaffte Barbic – selbst mit Rang 1595 nur zwei über seiner bisher besten Platzierung – lediglich vier Tage später eine kleine Überraschung. Beim Frankfurter M15-Turnier besiegte er Pierre Delage, 25 Jahre alt, ATP-Rang 680 und an Position vier gesetzt, mit 1:6, 7:6, 7:6. Sprendlingens Teamchef Peter Janda sagte nach der Premiere des 17-Jährigen in Liga zwei voraus, dass er aus dieser Niederlage viel werde mitnehmen können. Das gelang Barbic sehr schnell, wie er selbst sagt: „Bei einem Rückstand von 1:6 und 2:5 habe ich mir gesagt: Ich muss mutig bleiben und mein Bestes geben. Es war nicht mein bestes Match, aber ich war gut genug, um zu gewinnen.“
Damit machte er seine missratene Premiere vergessen: „Ich war lange nicht mehr so weit weg davon gewesen, ein Match zu gewinnen. Es war eine gute Lektion.“ Die nächste würde er gerne am Sonntag anhängen und seine Heimpremiere beim Saisonabschluss feiern, wenn wieder zahlreiche Zuschauer in Sprendlingen erwartet werden. Vor dem entscheidenden letzten Doppelspieltag steht Rot-Weiß auf Rang drei. „Wir wollen immer gewinnen und so hoch stehen, wie wir können. Jeder Punkt als Mannschaft ist wichtig. Als Team zu gewinnen, gibt uns Selbstvertrauen – auch schon für das nächste Jahr.“ Denn Barbic sieht sich weiter in Sprendlingen. Dann vielleicht als Teil eines Zweitliga- und eines Regionalligateams.