Einsatz in Altenahr: 20-jähriger Camper mit Hubschrauber aus Naturschutzgebiet gerettet
Ein 20-jähriger Mann campt illegal in einem Naturschutzgebiet an der Ahr – und erkrankt währenddessen. Um ihn aus dem unwegsamen Gelände bergen zu können, brauchen die Einsatzkräfte einen Rettungshubschrauber.
- 2 min read
Einsatz in Altenahr 20-jähriger Camper mit Hubschrauber aus Naturschutzgebiet gerettet
Altenahr · Ein 20-jähriger Mann campt illegal in einem Naturschutzgebiet an der Ahr – und erkrankt währenddessen. Um ihn aus dem unwegsamen Gelände bergen zu können, brauchen die Einsatzkräfte einen Rettungshubschrauber.
17.07.2026 , 13:37 Uhr
Mit Rettungshubschrauber wurde der Mann abtransportiert.
Foto: Verbandsgemeinde Altenahr
Mit einem Rettungshubschrauber haben Einsatzkräfte am Donnerstagmorgen einen kranken Camper aus dem Naturschutzgebiet Langfigtal in Altenahr gerettet. Der 20-jährige Mann hatte nach einer Mitteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr zuvor bereits mehrere Tage gemeinsam mit einem anderen Mann und ihren beiden Hunden an der Ahr gecampt.
20-Jähriger zu geschwächt für Rückweg
Der junge Mann sei infolge einer akuten Erkrankung derart geschwächt gewesen, dass er nicht in der Lage dazu gewesen sei, den rund anderthalb Kilometer langen Weg zum Rettungswagen eigenständig zurückzulegen. Da der Weg zu dem Lager der beiden seit der Flutkatastrophe stark zerstört und zugewachsen sei, hätten die Einsatzkräfte den Mann auch nicht zum Rettungswagen tragen können. Deshalb hätten sie letztendlich einen Rettungshubschrauber mit einer Rettungswinde angefordert.
Ein entsprechend ausgerüsteter Rettungshubschrauber habe das Ahrtal 45 Minuten später erreicht. Es sei zunächst ein Notarzt heruntergelassen worden, um den 20-Jährigen noch vor Ort zu versorgen. Danach sei er in ein Krankenhaus geflogen worden. Näheres zu seinem Zustand wurde nicht bekannt.
Verbandsgemeinde warnt vor Wildcampen an der Ahr
Die Verbandsgemeinde wies darauf hin, dass Wildcampen besonders in streng geschützten Naturschutzgebieten ausnahmslos verboten sei. Abgesehen vom ökologischen Schaden berge ein Aufenthalt in den teilweise noch immer stark zerstörten Uferbereichen des ehemaligen Flutgebietes auch im medizinischen Notfall erhebliche Risiken.