„Er weiß, wo die Hütte steht“: Stürmer Adrian Postall ist zurück beim SV Münster
StartseiteSportLokalsportStand: 23.07.2026, 18:10 UhrKommentareUns auf Google folgenZurück an alter Wirkungsstätte: Adrian Postall, hier rechts noch im Trikot der SG Langstadt/Babenhausen im Duell mit Mehmet Af...
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Stand: 23.07.2026, 18:10 Uhr
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Der SV Münster kann in der Fußball-Gruppenliga Darmstadt wieder auf den Torriecher von Adrian Postall vertrauen, der auch mit 35 Jahren noch ehrgeizige Ziele hat.
Münster – Von 2013 an lief Adrian Postall neun Jahre lang für den SV Münster auf. 2022 verabschiedete sich der Stürmer als Kreispokalsieger und mit 18 Ligatoren vom Sportverein, der damals in der Verbandsliga Süd Zehnter wurde. Nach einem Jahr bei der SG Nieder-Roden (Gruppenliga Frankfurt Ost) und drei Jahren bei der SG Langstadt/Babenhausen (Gruppenliga Darmstadt und zuletzt Verbandsliga) ist der mittlerweile 35-Jährige nun zurück in Münster.
Der Kontakt zu etlichen Münsterer Spielern ist auch während seiner Zeit in Nieder-Roden und Langstadt nicht abgerissen. Das war mit ein Grund, dass sich Adrian Postall nun für die Rückkehr entschieden hat. Zudem gab es bei Langstadt/Babenhausen nach dem Abstieg in die Gruppenliga ohnehin etliche personelle Veränderungen. „Da ich den Verein sehr gut kenne und mich dort immer wohlgefühlt habe, war irgendwann klar, dass ich wieder nach Münster zurückgehe“, sagt Postall, der zwei völlig unterschiedliche Spielzeiten hinter sich hat. 2025 stieg er mit Langstadt/Babenhausen mit einem riesigen Vorsprung als Gruppenliga-Meister in die Verbandsliga auf, in der vergangenen Saison folgte abgeschlagen als Vorletzter der Abstieg zurück in die Gruppenliga. 21 Treffer erzielte Adrian Postall in der Gruppenliga-Meistersaison der SG, acht in der vergangenen Runde in der Verbandsliga.
Während seiner ersten Zeit in Münster machte Adrian Postall, der einst mit dem Fußball bei der KSG Georgenhausen begonnen und in der Jugend auch bei Darmstadt 98 gespielt hatte, zwei Aufstiege mit. 2016 ging es von der Kreisoberliga in die Gruppenliga, 2020 gelang der Verbandsliga-Aufstieg. Naser Selmanaj war schon damals Trainer beim SV. Der Aufstieg in die Verbandsliga war wegen des coronabedingten Abbruchs der Saison weniger emotional. „2016 hat es sich beim Gruppenligaaufstieg nach einem Auswärtssieg am drittletzten Spieltag in Lützel-Wiebelsbach deutlich schöner gefeiert“, erinnert sich Postall gerne.
„Ich bin weiterhin ehrgeizig. Wenn ich spiele, ist das Ziel immer, dass ich ein Tor schieße. Wichtiger ist mir aber natürlich, dass die Mannschaft gewinnt“, sagt Adrian Postall zu seinen Ambitionen.
Besondere Motivation
„Am liebsten würden wir natürlich schon gerne oben dabei sein, weil ich ungern nach 20 Spieltagen um die goldene Ananas spiele. Wenn wir oben ein paar Teams ärgern und da mitmischen könnten, dann wäre das schön.“ Auch im etwas fortgeschrittenen Fußballeralter mit 35 hat Postall noch hohe Ziele. „Ich bin fit und würde daher schon sagen, dass ich noch mit den Jungen mithalten kann. Das ist ab diesem Alter mit der größte Ansporn.“
„Wir wissen, was wir an ihm haben. Es weiß, was er an uns hat. Das ist eine Win-win-Situation. Ich denke, dass er wieder ein wichtiger Spieler für uns wird. In der vergangenen Saison haben wir viele Chancen liegen gelassen. Adrian hat eine Mega-Erfahrung und weiß, wo die Hütte steht“, sagt Naser Selmanaj über seinen Rückkehrer, der ihm auch als spielender Co-Trainer zur Seite stehen wird. In der vergangenen Saison belegten die Münsterer in der Gruppenliga Darmstadt den achten Platz. „Wir wollen uns verbessern“, sagt Naser Selmanaj zu den Zielsetzungen. „Der Wunsch wäre natürlich schon, oben mitzuspielen.“ Dabei sollen die neuen Gesichter mithelfen. Neben Adrian Postall gibt es fünf weitere externe Zugänge. Darunter sind die Mittelfeldspieler Nemanja Parmakovic, der ebenfalls aus Langstadt kommt, und Sevket Yildirim von der TS Ober-Roden. „Wir haben schon Erfahrung dazubekommen, das tut uns gut“, ist Selmanaj überzeugt von einer erfolgreichen Saison. Unter den sieben Abgängen ist Anas Hamed, der zu Germania Ober-Roden in die Verbandsliga wechselte.