Erneut kein EEG-Zuschlag für Höhenkirchner Windräder

Die geplanten drei neuen Windräder im Höhenkirchner Forst gehen beim bundesweiten Fördermittel-Wettbewerbsverfahren erneut leer aus. Wieder ist die Konkurrenz aus dem Norden zu stark.

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Erneut kein EEG-Zuschlag für Höhenkirchner Windräder

Stand: 30.07.2026, 07:15 Uhr

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Der Spatenstich für das erste Windrad im Höhenkirchner Forst wurde im Mai 2024 gesetzt.

Wie geht es weiter mit dem Windpark-Projekt im Höhenkirchner Forst? Für drei der fünf Anlagen gibt es weiterhin keine Fördermittel. © Energieagentur

Die geplanten drei neuen Windräder im Höhenkirchner Forst gehen beim bundesweiten Fördermittel-Wettbewerbsverfahren erneut leer aus. Wieder ist die Konkurrenz aus dem Norden zu stark.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Das Angebot, das die Bürgerwind Höhenkirchner Forst GmbH & Co. KG dieses Mal abgegeben hatte, lag mit 5,29 Cent pro Kilowattstunde (ct/kW) 0,50 Cent unter der ersten Offerte. Trotzdem hat man bei der jüngsten EEG-Ausschreibung, dem bundesweiten Fördermittel-Wettbewerbverfahren für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, für die restlichen drei der insgesamt fünf geplanten Windkraftanlagen im Höhenkirchner Forst, erneut keinen Zuschlag erhalten. Das hat das mit dem Windkraft-Projekt beauftragte Ingenieurbüro Sing jetzt auf Merkur-Nachfrage bestätigt. Der höchste Gebotswert, der einen Zuschlag erhalten hat, lag bei 5,19 ct/kW – war also um 0,1 Cent günstiger als das Angebot der Bürgerwind Höhenkirchner Forst.

Projektentwickler sieht Windpark nicht in Gefahr

Die aktuelle Ausschreibung vom Mai sei wie die Februar-Ausschreibung, bei der man bereits das Nachsehen hatte, deutlich überzeichnet gewesen, betont Lorenz Schwarzenbach, der beim Ingenieurbüro Sing für die Projektentwicklung Windenergie zuständig ist: „Die eingereichte Gebotsmenge war annähernd dreimal so hoch wie das Ausschreibungsvolumen.“ Auch hätten erneut viele Projekte aus Norddeutschland mit ihren niedrigen Angeboten die Nase vorn gehabt.

Negative Auswirkungen für den von den Gemeinden Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Egmating und Oberpframmern geplanten Windpark im Höhenkirchner Forst erwartet Schwarzenbach trotz des Rückschlags nicht. „Es besteht dadurch keine Gefahr für das Projekt“, sagt er. Die Genehmigung für die drei Anlagen gelte schließlich weiterhin, unabhängig vom Ausgang der Ausschreibung. Man strebe eine erneute Teilnahme an künftigen Ausschreibungen an. Dabei bleibe das oberste Ziel, die Windkraftanlagen als wirtschaftliches Bürgerprojekt auf die Beine zu stellen. „Unter dieser Voraussetzung legen wir den Gebotswert für die nächste Ausschreibung fest. Hier werden wir in den bevorstehenden Wochen die Situation neu bewerten und eine Entscheidung treffen“, so Schwarzenbach.

Ohne garantierte Einspeisevergütung werden wir die drei zusätzlichen Windenergieanlagen nicht realisieren.

Fest steht laut dem Windkraft-Experten aber auch: „Ohne garantierte Einspeisevergütung werden wir die drei zusätzlichen Windenergieanlagen nicht realisieren.“ Denn sie seien – bildlich gesprochen – „das weiche Bett der Wirtschaftlichkeitsberechnung in einem Bürgerwindprojekt“. Schwarzenbach geht aber nicht davon aus, dass es so weit kommt. Ein Ende der EEG-Förderung stehe nach seinem Kenntnisstand politisch nicht zur Debatte. Vielmehr hofft er auf neue Impulse durch das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz, das sich derzeit in Vorbereitung befindet und 2027 in Kraft treten soll. Schließlich bestünde dringender Handlungsbedarf, „damit der Ausbau der Windenergie als wichtiger Pfeiler der Energiewende in Deutschland und insbesondere Süddeutschland nicht zum Erliegen kommt“.

Vorbereitungen für die ersten zwei Windräder laufen

Während man bei den drei zusätzlich geplanten Windkraftanlagen, was die Förderung angeht, also nicht so recht vorwärtskommt, und auch die juristische Auseinandersetzung mit Windkraftgegnern noch nicht ausgestanden ist, laufen laut Schwarzenbach die Bauvorbereitungen für die ersten zwei Windräder auf Hochtouren. Diese beiden Anlagen sind genehmigt und haben bereits den EEG-Zuschlag erhalten. „Ab November folgen voraussichtlich Fundament-, Turm- und Hochbau“, teilt er mit. Die Inbetriebnahme soll im Sommer 2027 erfolgen. Die Bürger würden rechtzeitig über die weiteren Schritte informiert.

Ein Windrad könnte im Nandlstädter Forst entstehen.

Während man bei den drei zusätzlich geplanten Windkraftanlagen im Höhenkirchner Forst noch nicht so recht vorwärtskommt, laufen die Bauvorbereitungen für die ersten zwei Windräder auf Hochtouren.  © Sven Hoppe/dpa