Exklusiv: Neue Wiesnwirte zeigen Pläne für neues Zelt – „Wir erfahren große Hilfe von allen“
tzMünchenWiesnStand: 30.07.2026, 18:45 UhrKommentareUns auf Google folgenProst auf uns! Die neuen Wiesnwirte (v. li.) Klaus Bartl, Christian und Julius Erhardt freuen sich auf ihren hölzernen Flößerstadl. © Oli...
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Stand: 30.07.2026, 18:45 Uhr
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Ein Wirte-Quartett führt das Wiesnzelt Flößerstadl. Beim Baustellenbesuch verraten die Familien Bartl und Erhardt Details. Der Masspreis steht fest.
München – Noch sind’s keine Krüge. Noch klirrt bei Klaus Bartl (59), Christian Erhardt (59) und dessen Sohn Julius (25) Augustiner-Flaschenbier. Egal. Prost! Denn sie sind mit dem kleinen Zelt Bartls Flößerstadl 2026 erstmals Oktoberfestwirte.
Bislang sieht man zwar nur ein paar Löcher in der Kiesfläche und vier orangefarbene Pylonen. „Aber ich hab allein bei den Hüterln feuchte Augen griagt“, verrät Klaus Bartl beim Baustellenbesuch mit unserer Redaktion. Für den gebürtigen Münchner erfüllt sich ein Traum. Leinen los auf der Wiesn!
Wiesn 2026: Es gibt noch Plätze im Flößerstadl-Festzelt
Erst Anfang Juli bekamen sie vom Stadtrat den Zuschlag für den Zeltplatz. Der Grund: Alexander Egger, Wirt der kleinen Münchner Stubn, hatte das Vertragsangebot der Stadt nicht angenommen. Das Flößerstadl-Quartett stand nach Informationen unserer Redaktion als Nächstes auf der Punkte-Liste der Stadt. Klaus Bartls Sohn Luis (22) ist auch an Bord, nur aktuell im Auslandssemester in Südafrika. „Er kümmert sich von dort aus um die Reservierungen und kommt zur Wiesn nach München“, sagt sein Vater. „Abends sind wir schon ausreserviert.“ Mittags gibt’s noch Chancen (floesserstadl.de).

Wir erfahren große Hilfe von allen Wiesnwirten
Die Familien Bartl und Erhardt führen den Campingplatz in Thalkirchen samt angehängter Gastro sowie den Almwirt in Haar – Klaus eher im Vordergrund, Christian mehr hinter den Kulissen. Die zwei Freunde kennen sich von ihrem früheren Job. Damals waren sie Anfang 20 und arbeiteten am Münchner Airport bei der früheren Fluggesellschaft LTU. Auch Julius Erhardt studiert noch.
15,70 Euro pro Augustiner-Mass: Das kostet das Bier im Flößerstadl
Ihre Hühnerbraterei soll als Alm mit gemütlicher Atmosphäre daherkommen. Entwürfe der Firma Schmid Kunstholzbau zeigen den Stadl grob. Nach vorn zur Straße ist ein Straßenverkauf geplant, darüber an der Fassade sollen Ruder der Flößer-Familie Angermeier aus Wackersberg (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) montiert werden. „Die Geschichte unseres Campingplatzes ist eng mit der Flößerei verwoben“, sagt Bartl.

„Unsere Terrasse liegt ja direkt an der Floßlände – und die ersten Camper waren Isar-Flößer. Das Holz für den Bau der Frauenkirche wurde über den Fluss nach München geschafft.“ Diese Tradition will er ehren und mit Schautafeln und historischen Fotos an die Bedeutung der Flößerei erinnern. „Und vor Kurzem haben wir 80 Meter Hopfen bestellt.“ Passende Deko. Logisch.
Flößerstadl-Küche: Wirte arbeiten mit Münchner-Stubn-Team
In 50 Tagen legen sie los, dann ist Anstich. Eine immense Herausforderung. „Aber wir erfahren große Hilfe von allen Wiesnwirten“, erzählt Klaus Bartl. „Und ohne die Unterstützung der Brauerei bei Planung, Umsetzung und Finanzierung könnten wir das auch nicht stemmen.“ In ihrer hölzernen Alm servieren Bartl und sein Team Augustiner aus dem Holzfass. Die Mass kostet 15,70 Euro. Zum Vergleich: 2026 kostet der Liter Bier auf dem Oktoberfest zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro.
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Mit 399 Plätzen ist der Flößerstadl ein bisserl kleiner als die Münchner Stubn (440 Plätze). Und apropos Stubn-Zelt: Deren Küchenteam brät bald im Stadl. „Darüber hab ich mit Alexander Egger auch gesprochen“, betont Bartl. Das gehöre sich so.
Schmankerl im Straßenverlauf soll die g’rupfte Antn – also Ente – in der Semmel sein. Drinnen wollen die Wirte etwa mit dreierlei Geflügelbrust überzeugen. Am Montag, 3. August 2026, ist Spatenstich für ihren Stadl, zwei Wochen später soll er stehen. Flößer-Alm ahoi!