Fischbachau: Vermieter kritisiert Stillstand im Tourismus
Herrscht in Fischbachau Stillstand in Sachen Tourismus? Ein Vermieter kritisiert jüngst mangelnde Unterstützung. Das Rathaus verweist derweil auf die ausstehende Zweckverbandsgründung – und weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück.
- 2 min read
Stand: 05.08.2026, 07:30 Uhr
Kommentare

Herrscht in Fischbachau Stillstand in Sachen Tourismus? Ein Vermieter kritisiert jüngst mangelnde Unterstützung. Das Rathaus verweist derweil auf die ausstehende Zweckverbandsgründung – und weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück.
Fischbachau – Ein touristischer Marketingstopp bis zum 1. Januar 2027? Nicht tragbar für einen Urlaubsort wie Fischbachau, kritisierte jüngst ein Vermieter am Rande der öffentlichen Gemeinderatssitzung. Verbunden mit der Frage, ob an diesem Gerücht tatsächlich etwas dran sei.
Bürgermeister Stefan Deingruber (CSU) bat Geschäfts- und Tourist-Info-Leiter Felix Stahl und Tourismusreferent Michael Gartmaier (CSU) um Aufklärung. Gartmaier kam dem Wunsch gern nach und begründete etwaige Kürzungen des aktuellen Angebots mit dem in Gründung befindlichen Zweckverband mit den beiden anderen Urlaubsdreieck-Gemeinden Schliersee und Bayrischzell. Während der Fischbachauer Gemeinderat die nötigen Beschlüsse schon gefällt habe, befänden sich die Gremien in den Nachbargemeinden noch in der „Findungsphase“, weil es dort etliche neue Mandatsträger gebe.
Solange der neue Zweckverband noch nicht offiziell am Start sei, seien Einzel-Werbeanzeigen für die Gemeinde Fischbachau schlicht nicht leistbar. Auch mit der neuen Homepage hänge man noch in der Zweckverbands-Warteschleife, so Gartmaier, der von einer „traurigen Verzögerung“ sprach. Gleichzeitig bat Gartmaier Deingruber und Stahl, auf kommunaler Ebene auf Schliersee und Bayrischzell einzuwirken, den Zweckverband voranzutreiben. Noch ausstehend sei ferner eine gemeinsame Sitzung mit den an der Umsetzung beteiligten Tourismus-Experten des Kommunalunternehmens Regionalentwicklung Oberland (REO). Die Verzögerung sei aber einem Krankheitsfall bei der REO geschuldet.
Der Vermieter ließ sich davon nicht beruhigen und holte noch weiter aus mit seiner Kritik. So seien die Gastgeber im Ort überhaupt nie gefragt worden, ob sie überhaupt an so einem Verbund Interesse haben. Gleichzeitig sei das Gastgeberverzeichnis kurzerhand eingestellt worden. Obendrein könne die Fischbachauer Tourist-Info doch zumindest in den sozialen Medien Werbung machen. „Das kostet ja nicht mal was.“
Da meldete sich auch TI-Leiter Stahl zu Wort und verwies auf die neue Imagebroschüre, die 2027 auf den Markt komme und an der sich Vermieter gern beteiligen könnten. „Wir müssen aber jetzt vermieten, nicht erst 2027“, ereiferte sich der Gastgeber und betonte, dass die Unterstützung durch die Tourist-Info aktuell „gleich Null“ sei.
Um die Situation nicht weiter zu eskalieren, bot Stahl an, die Unstimmigkeiten im kleinen Kreis zu besprechen. Dazu lud er den Vermieter ins Tourismusbüro ein. „Dann zeigen wir gern, was wir den ganzen Tag alles so machen.“