Franz Huber beendet seine Karriere mit einem Hattrick – und denkt über Traineramt nach
StartseiteSportLokalsportRegion TegernseeStand: 21.07.2026, 18:06 UhrKommentareUns auf Google folgenErfahrener Spieler: Franz Huber (M. in Rot) hat beim FC Real Kreuth seine aktive Laufbahn beendet. © Christian...
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Stand: 21.07.2026, 18:06 Uhr
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Der 33-jährige Offensivstar des FC Real Kreuth hängt die Schuhe an den Nagel. Im letzten Punktspiel gegen den ASC Geretsried erzielte er noch drei Tore.
Kreuth – Auf den ersten Blick scheint es zum Schmunzeln, Harry Kane und Franz Huber in einen Pott zu werfen. Aber der Weltklassestürmer des FC Bayern München und der Offensivstar des FC Real Kreuth haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind gleich alt. Während der 33-jährige Engländer daran ist, seinen Vertrag bis 2030 zu verlängern, hat Huber angekündigt, die Schuhe an den Nagel zu hängen. Vielleicht wird er noch ein bisschen in der AH kicken oder die Trainerschiene einschlagen. Aber den wieder in die Kreisliga aufgestiegenen Enterbachern wird Huber nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die finalen Nachwuchsjahre verbrachte Huber, der damals der SpVgg Unterhaching den Rücken kehrte, in Holzkirchen. Hier feierte er auch mit den Erwachsenen eine Erfolgsserie bis zum Aufstieg in die Bayernliga. Trotzdem war klar, dass er seinen Lebensunterhalt nicht mit Fußball finanzieren konnte. Er studierte dual bei der Sparkasse, wovon er aktuell als stellvertretender Beratungscenterleiter bei der Sparkasse in Bad Tölz profitiert.
Einige von Hubers Freunden waren, wenn auch über Umwege, in Kreuth gelandet. Und auch der dortige Verantwortliche Franz Breunig wusste um die fußballerischen Qualitäten des Gmunders. So gab Huber 2017 seinen Spielerpass am Tegernsee ab.
Zur Saison 2022/23 wechselte Huber nochmals das Trikot und schloss sich dem Bezirksligisten FC Penzberg an. Hier aber ereilte ihn im zweiten Jahr ein Knorpelschaden am Knie. Penzberg hätte den Kontrakt fortgeführt, aber ohne eine Fahrgemeinschaft war Huber der Aufwand zu groß.
Der 33-Jährige kehrte nach Kreuth zurück, wo er berufsbedingt nur einmal wöchentlich trainieren konnte. Er blieb den Enterbachern auch treu, als sie zur Spielzeit 2024/25 in die Kreisklasse absteigen mussten. Dass der sofortige Wiederaufstieg das erklärte Vereinsziel war, musste auch die Konkurrenz anerkennen. Abgesehen vom TSV Otterfing konnte niemand Schritt halten.
„Ich habe dem engsten Kreis der Verantwortlichen im Mai erklärt, dass ich aufhören werde“, gibt Huber preis. Dass er im finalen Punktspiel gegen den ASC Geretsried noch einen Hattrick hinlegte, war für ihn ein würdiger Ausstieg.
Komplett will Huber den Fußball nicht in die Ecke rollen. Denn gesundheitlich ist er topfit. Für einen Job als Trainer zu hospitieren, kann er sich gut vorstellen. „Aber ich will dem starren Trainings- und Punktspielplan entgehen.“ Der 33-Jährige will Zeit für andere Aktivitäten haben. „Grundsätzlich will ich dem Fußball treu bleiben“, erklärt Huber, der die Grundlage für ein neues Standbein als Trainer schaffen will.