Deutliche Worte! Marco Friedl spricht Klartext über Werder Bremen-Zukunft und Kapitäns-Amt
StartseiteWerderFriedl will Werder-Kapitän bleiben: Österreicher spricht über Zukunft in BremenStand: 01.08.2026, 20:36 UhrKommentareUns auf Google folgenKlare Tendenz für die Zukunft: Marco Friedl will weiter ...
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Friedl will Werder-Kapitän bleiben: Österreicher spricht über Zukunft in Bremen
Stand: 01.08.2026, 20:36 Uhr
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Klare Tendenz für die Zukunft: Marco Friedl will weiter bei Werder Bremen bleiben - und das Team auch künftig als Kapitän aufs Feld führen.
Cottbus – So früh war sein Einsatz eigentlich nicht geplant. Doch nach der verletzungsbedingten Auswechslung von U23-Talent Mats Heitmann beim 4:2-Testspielsieg des SV Werder Bremen bei Zweitligist Energie Cottbus musste Marco Friedl früher ran als gedacht. Bereits nach rund 20 Minuten betrat Friedl den Platz, hielt am Ende etwas mehr als 50 Minuten durch und sammelte nach seinem verlängerten WM-Urlaub die ersten Testspielminuten der Vorbereitung.
„Klar merkst du in der ersten Woche wieder auf dem Platz, dass die Beine schwer sind und die Füße wehtun. Aber das gehört dazu“, sagt Friedl anschließend. Insgesamt sei die erste Woche nach der Rückkehr aber „ordentlich“ gewesen. Vor allem der erste Eindruck vom neuen Werder-Kader fällt beim 28-jährigen Österreicher positiv aus. „Man merkt im Training schon, dass ein anderer Zug drin ist als letztes Jahr“, erklärt der Innenverteidiger. Die neuen Spieler würden gut mitziehen, zudem seien auch aus dem Nachwuchs des SV Werder Bremen einige interessante Akteure hochgerückt. „Ich bin jemand, der auch sagt, wenn es mir nicht gefällt. Deshalb bin ich mit dieser ersten Woche wirklich zufrieden.“

Marco Friedl will bei Werder Bremen Kapitän bleiben: „Frage stellt sich für mich eigentlich gar nicht“
Marco Friedl sieht Werder Bremen daher auf einem guten Weg, auch wenn ihm bewusst ist, dass noch viel Arbeit auf alle Beteiligten wartet. „Wir werden sicher noch ein, zwei Sachen machen müssen, das steht außer Frage“, sagt der Kapitän mit Blick auf den Transfermarkt. Dort wollen die Verantwortlichen schließlich auf der defensiven Außenbahn, im Mittelfeld und im Sturm noch etwas tun. Die schwierige vergangene Saison sei innerhalb der Mannschaft aber inzwischen ad acta gelegt, wie der gebürtige Kirchbichler unterstreicht. „Ich glaube, jeder war froh, dass wir die Saison recht schnell abhaken konnten und nicht noch in die Relegation mussten.“ Jetzt gehe es darum, eine gute Vorbereitung zu absolvieren und die Basis für die neue Bundesliga-Saison zu legen.
Ein Thema, das ihn dabei auch nach seiner Rückkehr begleitet, ist die Diskussion um die Kapitänsbinde. Trainer Daniel Thioune hatte zuletzt erklärt, dass Marco Friedl die Rolle behalten werde, wenn er selbst das Signal dafür gebe. Für den Österreicher ist die öffentliche Debatte allerdings schwer nachvollziehbar. „Ich bin jetzt seit achteinhalb Jahren hier. Seit ich Kapitän bin, muss ich mich eigentlich jedes Jahr rechtfertigen, ob ich der Richtige bin“, so Friedl, der deutlich macht: „Für mich stellt sich diese Frage eigentlich gar nicht.“ Mit dem Trainer habe er darüber allerdings noch nicht gesprochen, grundsätzlich gehe er aber davon aus, bei Werder Bremen weiterhin als Kapitän voranzugehen. „Solange ich im Verein bin, glaube ich, hoffe ich und denke ich, dass es so sein wird“, erklärt Friedl.
Transfer vom Tisch? Keine Garantien, aber Kapitän Marco Friedl geht vom Verbleib beim SV Werder Bremen
In eine ähnliche Kerbe schlug anschließend auch Thioune: „Er hat dieses Amt schon sehr lange ausgeübt. Keiner meiner Vorgänger hat sich daran gestört und ihn immer wieder zum Kapitän gemacht. Was sollte also jetzt dagegensprechen, dass er wieder Kapitän wird?“ Zwar verwies auch der Coach des SV Werder Bremen darauf, dass ein finales gemeinsames Gespräch noch aussteht, dennoch betont er bereits: „Er geht sehr vorbildhaft mit der Rolle um und übernimmt das Kommando. Er war bis jetzt ein guter Kapitän und wäre es auch weiterhin.“
Sofern Marco Friedl denn am Osterdeich bleibt. Auch zu seiner eigenen Zukunft äußert sich der Innenverteidiger. Zuletzt gab es Spekulationen über einen möglichen Abschied, damit „habe er sich aber während der WM, im Urlaub und auch jetzt nicht beschäftigt“. Natürlich „könne im Fußball immer etwas passieren“, so der Kapitän, der nichts komplett ausschließen will, aber dennoch klarstellt: „Ich gehe nicht dahin und sage, ich würde gerne den Verein verlassen – das zeigt ja auch, wie lange ich schon hier bin. Ich tausche mich mit meinem Berater nicht über irgendwelche Vereine aus. Dementsprechend gehe ich sehr stark davon aus, dass ich hierbleiben werde.“ (bvo/mbü)