Gefrorenes Glück - Drei coole Glaces ohne Glacemaschine für zu Hause
24.07.2026, 10:51 Teilen ...
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24.07.2026, 10:51
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Diese drei Glaces machen jedem Badi-Kiosk Konkurrenz. Granita, Nicecream und Stängeliglace sind schnell gemacht, erfrischend, unkompliziert und perfekt für heisse Sommertage.
1. Tiramisu-Stängeliglace: Italianità mit Stiel
Tatsächlich wurde das Stängeliglace von einem Kind erfunden. Der elfjährige Frank Epperson liess 1905 im eisigen Winter in San Francisco versehentlich ein Becherchen mit Wasser, Brausepulver und einem Stäbchen über Nacht draussen stehen. Und voilà: Am nächsten Morgen war das Stängeliglace geboren.
Für die Tiramisu-Variante werden zwei Massen abwechselnd in die Stängeliglace-Form geschichtet: eine mit Mascarpone, geschlagenem Rahm und Kondensmilch und eine zweite mit Kaffee, Kakaopulver und etwas Kondensmilch. Zum Schluss wird die Masse kreativ mit einem Holzstäbchen marmoriert und alles für mindestens 6 Stunden oder über Nacht eingefroren.
Wer es ganz klassisch möchte, kann einige Löffelbiskuits zerbröseln und ebenfalls in die Glaceformen schichten. Kleiner Tipp: Wer keine Formen zu Hause hat, kann auch Espressotässchen, Pappbecher oder Joghurtbecher verwenden. Oder man schichtet alles in eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform und serviert es gefroren, in elegante Scheiben geschnitten, als Parfait.
2. Wassermelonen-Limetten-Granita: Sorbets coole Schwester
Eine Granita ist ein halbgefrorenes Dessert aus Sizilien. Das Prinzip ist simpel: Eine Flüssigkeit – in diesem Fall pürierte Wassermelone – wird in einer möglichst flachen Form eingefroren und immer wieder mit einer Gabel aufgekratzt, bis sich Eiskristalle bilden und eine grobkörnige, kristalline Konsistenz entsteht.
Der Name stammt aus dem lateinischen «granum», was so viel wie «Korn» bedeutet. Damit die Granita nicht pickelhart, sondern locker-flockig wird, sollte der Zuckergehalt bei 10 bis 20 Prozent liegen. Bei saisonalen, reifen Früchten braucht es jedoch wenig bis keinen zusätzlichen Zucker, weil der Fruchtzuckergehalt bereits ziemlich hoch ist.
Granite sind wunderbar wandelbar und lassen sich in vielen Geschmacksrichtungen zubereiten. Warum also nicht eine Basilikum-Granita zu gebratenem Fisch servieren? Oder eine Mandel-Granita zu Brioche? So wird sie in Sizilien nämlich zum Frühstück serviert.
3. Veganes Bananenglace: Nicecream
Die Basis einer Nicecream bilden immer gefrorene Früchte, die mit etwas Flüssigkeit zu einer cremigen Glace püriert werden. Ursprünglich wurde das Rezept mit Bananen als rein pflanzliche und kalorienärmere Alternative zu herkömmlichen Glaces kreiert. Inzwischen gibt es viele weitere Nicecream-Rezepte, etwa auf der Basis von gefrorenen Beeren.
Da Bananen viel Pektin, Stärke und Fruchtzucker, aber wenig Wasser enthalten, eignen sie sich besonders gut. Es gilt: je reifer die Bananen, desto süsser die Glace.
Für die Zubereitung Bananenscheiben mindestens 6 Stunden durchfrieren lassen, dann mit einer pflanzlichen Milch, zum Beispiel Kokosdrink, einer Prise Salz und Erdnussbutter mixen, bis die anfangs krümelige Masse cremig und glatt wird. Wer einen leistungsstarken Standmixer oder Cutter zu Hause hat, ist klar im Vorteil. Bei einem leistungsschwächeren Mixer oder Stabmixer die Bananen vor dem Mixen einige Minuten antauen lassen.
Kleines Glace-1×1
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- Glacemasse vor dem Einfrieren immer probieren. Sie darf ruhig etwas intensiver schmecken, da unsere Geschmacksknospen kalte Lebensmittel viel weniger intensiv wahrnehmen.
- Je mehr Zucker oder Fett, desto weicher bleibt die Glace – beide senken den Gefrierpunkt.
- Sobald die Glaces vollständig durchgefroren sind, gut verpacken, damit sich keine Eiskristalle bilden.
- Eine Zauberzutat für alle Glacemassen: Salz. Eine kleine Prise davon in der flüssigen Glacemasse wirkt wie ein natürlicher Geschmacksverstärker und intensiviert das Aroma.
- Vor dem Servieren Schälchen oder Teller für eine Stunde in den Tiefkühler stellen.
Radio SRF 1, «A Point», 23.7.2026, 16:12 Uhr; herb