Gelb und vertrocknet: Mit diesen 5 Schritten wird euer verbrannter Rasen wieder grün
Nach Hitze und Trockenheit sieht der Rasen vielerorts aus wie eine gelbe Steppe. Doch aufgeben müsst ihr nicht: Mit den richtigen Handgriffen erholt sich die Fläche schneller, als ihr denkt.
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GARTEN & OUTDOOR: AKTIVITÄTEN UNTER FREIEM HIMMEL
Nach Hitze und Trockenheit sieht der Rasen vielerorts aus wie eine gelbe Steppe. Doch aufgeben müsst ihr nicht: Mit den richtigen Handgriffen erholt sich die Fläche schneller, als ihr denkt.
Gärtner aufgepasst! Eine neue Hitzewelle überrollt Deutschland und selbst wenn die 40-Grad-Grenze nicht erreicht werden sollte, kann euer Rasen unter der Hitze leiden oder sogar absterben. Doch nur weil die gelbe Steppe vor eurer Haustür nicht mehr so schön saftig grün aussieht, ist Hopfen und Malz noch lange nicht verloren. Das müsst ihr nun tun:
Gelbe Steppe = Tote Steppe? Nein, denn bevor der Rasen abstirbt, geht er in eine Ruhephase über. Die hohe Verdunstungsrate treibt die Pflanzen dazu, als Schutzreaktion ihre grüne Farbe zu verlieren. Der Rasen ruht und spart dabei Ressourcen (Dormanz).
So helft ihr dem Rasen nach der Hitzewelle bei der Regeneration
Die extreme Hitze und ein Wassermangel gepaart mit langer, direkter Sonneinstrahlung bringen die Gräser an ihre Grenzen. Nun ist es an euch, ihnen unter die Arme zu greifen und wir haben 5 hilfreiche Tipps, wie ihr genau das tun könnt.
1. So bewässert ihr euren Rasen bei großer Hitze richtig
Wenn ihr euren Rasen gießt, dann nur am frühen Morgen oder späten Abend, denn ein Gießen während die Sonne schon im Zenit steht, sorgt dafür, dass das Wasser direkt wieder verdampft und die tieferen Graswurzeln gar nicht erst erreicht. Dass feuchte Grasstellen in der Sonne schneller verbrennen, ist übrigens nur ein Mythos. Dabei reicht es, wenn ihr ein- bis zweimal die Woche großzügig gießt. Achtet jedoch darauf, dass in eurer Region keine Gießverbote während Dürreperioden ausgestellt werden, um hohe Bußgelder zu vermeiden. Weniger Wasser benötigt ihr auch, wenn ihr im Voraus einen Rasen aussät, der aus hitzeresistenten Gras-Arten besteht.
Besonders smart sind natürlich diejenigen, die das Bewässern nicht mehr der inneren Uhr und dem vergesslichen Kopf überlassen. Wir haben für euch den Aiper IrriSense 2 in der Praxis getestet und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bis zu 40 Prozent Wasser-Ersparnis verspricht das smarte Bewässerungssystem. Gerade in diesen extremen Dürrezeiten ist das ein echt starkes Argument.
2. Der häufigste Fehler: Falsches Mähen bei Hitze
Damit der Rasen das heiße Wetter gut übersteht, braucht es die richtige Schnitthöhe und genau da machen viele einen großen Fehler. Anders als bei den Haaren auf dem Kopf ist eine etwas längere Schnitthöhe besser für die Hitze geeignet. Die ideale Höhe liegt bei etwa fünf bis sieben Zentimetern. Die Klingen sollten beim Schneiden scharf sein, um die einzelnen Halme nicht unnötig zu verletzen.
3. Komplett auf Vertikutieren verzichten
Das Vertikutieren ist eine wichtige Maßnahme zur Gartenpflege, um Moos und Mähreste zu entfernen und dem Rasen die Möglichkeit zu geben, zu atmen. Der richtige Zeitpunkt dafür ist jedoch im Frühling oder Herbst, denn im Sommer trocknet die geöffnete Grasnarbe zu schnell aus. Außerdem ist Moos ein Feuchtigkeitsspender, da es sich mit Wasser vollsaugen kann.
4. Nachsaat nach dem Sommer
Wer im Sommer nachsäen möchte, wird schnell an seine Grenzen kommen, denn die Keimlinge trocknen bei starker Sonneinstrahlung und Hitze einfach aus und sterben ab. Zusätzlich benötigen die Keimlinge vergleichsweise extrem viel Wasser, um zu überleben. Von der Nachsaat wird bei diesen Temperaturen deswegen grundsätzlich abgeraten.
5. Das richtige Düngemittel zur richtigen Zeit
Die Nährstoffe sind aufgebraucht und die Hitzeperiode bricht an. Im besten Fall habt ihr bereits vor Beginn der Hitze einen mineralreichen Dünger ausgebracht. Ab Temperaturen von 30 Grad Celsius wächst das Gras nicht weiter und nimmt keine Nährstoffe mehr auf. Am besten düngt ihr erst nach der Hitzesaison bei milderem Wetter wieder euren Rasen. Ein Dünger mit erhöhtem Kaliumanteil wird eurem Rasen guttun.
Selbst wenn nach der Hitzeperiode euer Rasen vielleicht wie eine gelbe Steppe aussieht, ist das kein Grund zur Panik. Denn habt ihr euren Garten gut gepflegt und diese Tipps beachtet, stehen die Chancen gut, dass euer Rasen bereits nach drei bis vier Wochen schnell seine saftige, grüne Farbe zurückbekommt.
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