Geschäftszahlen-Newsblog: Salzgitter hebt nach Gewinnsprung Prognose an
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Salzgitter-Werk in Niedersachsen: Der Stahlkonzern hebt nach Gewinnsprung seine Prognose an. Foto: dpa
Salzgitter hebt nach Gewinnsprung Prognose an
Der Stahlkonzern Salzgitter hat im ersten Halbjahr den Gewinn deutlich gesteigert und hebt seine Prognosen für das Gesamtjahr 2026 an. Bei 4,6 (4,7) Milliarden Euro Außenumsatz sei der Ebitda-Gewinn auf 459 (117) Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Vor Steuern habe sich ein Gewinn von 258 Millionen Euro ergeben, nach 84 Millionen Verlust ein Jahr zuvor. Darin seien 193 Millionen aus der Beteiligung an Aurubis enthalten. Daneben hätten sich auch die Geschäftsbereiche Stahlerzeugung, Handel und Technologie im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert.
Für das Gesamtjahr werde nun ein Umsatz von rund zehn Milliarden Euro statt bisher 9,5 Milliarden und ein Vorsteuergewinn 325 bis 425 (vorher: 200 bis 300) Millionen Euro erwartet. Darin sei die Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) positiv berücksichtigt.
Wacker Neuson wächst kräftig – Jahresziele angehoben
Eine Erholung des Geschäfts verhilft Wacker Neuson zu einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus. Der Baumaschinen-Hersteller hob daraufhin am Freitag seine Gesamtjahresziele leicht an. Der Umsatz werde voraussichtlich zwischen 2,3 und 2,4 statt 2,2 und 2,4 Milliarden Euro liegen. Für die operative Gewinnmarge prognostizierte das Unternehmen einen Wert zwischen sieben und acht Prozent (bisher: 6,5 bis 7,5 Prozent).
Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Erlöse vorläufigen Berechnungen zufolge um fast 17 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um nahezu 87 Prozent auf 104,7 Millionen Euro. Daraus ergebe sich eine operative Gewinnmarge von 8,3 Prozent. Bei Investoren kamen die Zahlen gut an. Die Aktien von Wacker Neuson drehten am Vormittag ins Plus und stiegen um bis zu 6,1 Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 21 Euro
Starkes Nordamerika-Geschäft gibt Lkw-Bauer Volvo Rückenwind
Eine kräftig gestiegene Nachfrage in Nordamerika hat dem Lkw-Bauer Volvo zu einem Gewinnsprung verholfen. Das operative Ergebnis sei im zweiten Quartal um 35 Prozent auf umgerechnet 1,22 Milliarden Euro gestiegen, teilte der schwedische Nutzfahrzeug-Hersteller am Freitag mit. Die Bestellungen aus den USA und Kanada hätten sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt. Dennoch bekräftigte Konzernchef Martin Lundstedt das Absatzziel für diese Region von 265.000 Fahrzeugen in diesem Jahr. In Europa rechnet er mit 315.000 statt 310.000 verkauften Einheiten.
„Wir reagieren flexibel auf geopolitische Entwicklungen, handelspolitische Veränderungen und das Tempo des Übergangs zu einem emissionsfreien Verkehr“, betonte Lundstedt. Reduzierte Entwicklungsausgaben hätten die Belastungen durch die US-Importzölle und steigende Kosten mehr als ausgeglichen. Volvo-Aktien konnten ihre Eröffnungsgewinne von 2,7 Prozent jedoch nicht halten. Sie lagen zuletzt 0,2 Prozent im Minus. Damit notierten sie aber immer noch knapp 24 Prozent über ihrem Tief vom März.
SMA Solar hebt Ausblick an – Aktien legen zu
Der Solartechnik-Konzern SMA Solar blickt optimistischer auf das Gesamtjahr und sorgt damit für ein Kursplus. Aktien des Unternehmens legten am Freitagmorgen um mehr als sieben Prozent zu.
SMA Solar hatte am Vorabend erklärt, das Unternehmen erwarte wegen eines insgesamt verbesserten Marktumfelds, einer positiven operativen Entwicklung im zweiten Halbjahr sowie einer gegenüber den ursprünglichen Annahmen günstigeren Wechselkursentwicklung nun 2026 einen Umsatz von 1,625 bis 1,725 Milliarden Euro. Bislang hatte der Vorstand in Aussicht gestellt, das obere Drittel der Spanne von 1,475 bis 1,675 Milliarden Euro zu erreichen. Der operative Gewinn (Ebitda) werde jetzt zwischen 180 und 230 Millionen Euro und damit über der bisherigen Prognose erwartet. Im zweiten Quartal hatte SMA Solar nach vorläufigen Zahlen Umsatz und Ebitda steigern können.
Burberry gleicht Europa-Schwäche mit Zuwächsen in den USA und China aus
Der britische Luxusgüterkonzern Burberry hat im abgelaufenen Quartal dank einer starken Nachfrage in den USA und China ein Umsatzplus verzeichnet. Der flächenbereinigte Umsatz wuchs den am Freitag veröffentlichten Zahlen zufolge um fünf Prozent und traf damit die Erwartungen der Analysten.
Während die Verkäufe in der Region Amerika um zwölf Prozent und in China um neun Prozent zulegten, verbuchte Burberry in Europa und im Nahen Osten einen Rückgang um drei Prozent. Als Grund nannte der für seine Trenchcoats und das beige-schwarze Karomuster bekannte Konzern den Krieg im Iran, der die Ausgaben von Touristen in Europa gedämpft habe.
Volvo Cars mit Gewinneinbruch im zweiten Quartal
Der schwedische Autobauer Volvo Cars hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich von April bis Juni auf 800 Millionen schwedische Kronen (rund 72,5 Millionen Euro) belaufen, nach 1,6 Milliarden Kronen im ersten Quartal, wie das Unternehmen, das mehrheitlich zum chinesischen Konzern Geely Holding gehört, am Freitag mitteilte.
Der Autobauer hofft nun auf eine Erholung durch die Auslieferung des Elektromodells EX60, des neuen Flaggschiff-SUVs von Volvo Cars. „Volvo Cars rechnet für die zweite Jahreshälfte mit deutlich stärkeren Verkaufszahlen als in der ersten Jahreshälfte“, sagte Vorstandschef Hakan Samuelsson. Er begründete dies mit Wachstum in Europa und einer anhaltenden Erholung in den USA.
Elektrotechniker ABB verbucht Rekord-Auftragseingang
Der Boom beim Bau von Rechenzentren treibt das Wachstum des Elektrotechnikkonzerns ABB weiter an. Der Auftragseingang des Schweizer Unternehmens schoss im zweiten Quartal 2026 um 30 Prozent auf den Rekordwert von 12,04 Milliarden Dollar hoch, wie ABB am Donnerstag mitteilte. Die Aufträge im wichtigsten Geschäftsbereich Elektrifizierung seien gar um 60 Prozent hochgeschnellt. Trotz der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten konjunkturellen Unsicherheit bekräftigte der Konzern die Prognose für das Gesamtjahr. So peilt der Siemens-Rivale 2026 ein vergleichbares Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich an. Die operative Marge (Ebita) soll sich im Vergleich zum Vorjahr erhöhen, selbst ohne die angekündigten Immobilienerlöse.
Im zweiten Quartal erreichte die operative Marge 20,2 (Vorjahresperiode 19,3) Prozent. ABB verbuchte einen Nettogewinn von 1,23 Milliarden Dollar, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten einer vom Unternehmen selbst erhobenen Umfrage zufolge mit einem Gewinn von 1,32 Milliarden Dollar und einer Marge von 19,9 Prozent gerechnet.
Johnson & Johnson profitiert weiterhin von Krebsmitteln - hebt Jahresziele an
Der US-Konzern Johnson & Johnson hat sich im zweiten Quartal trotz rückläufiger Verkäufe seines Psoriasis-Medikaments Stelara gut geschlagen. Treiber waren vor allem neue Krebsmedikamente und Arzneien für Entzündungskrankheiten, wie der Konzern am Mittwoch in New Brunswick mitteilte. Konzernchef Joaquin Duato sprach von einem starken Jahresviertel und hob die Prognosen für das Gesamtjahr erneut an.
Für das Gesamtjahr ist nun ein Erlös von bis zu 101,4 Milliarden Dollar angepeilt, statt zuletzt bis zu 101,3 Milliarden. Den bereinigten Gewinn erwartet der Konzern nun bei 11,60 bis 11,75 Dollar je Aktie, zuvor standen hier noch 11,45 bis 11,65 Dollar im Plan.
Börsenrallye und ETF-Boom bescheren BlackRock Rekordergebnis
Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat dank einer Börsenrallye und starker Mittelzuflüsse im zweiten Quartal die Gewinnerwartungen übertroffen und ein Rekordvolumen an verwaltetem Vermögen erreicht. Wie der New Yorker Finanzkonzern am Mittwoch mitteilte, kletterte das verwaltete Vermögen auf den Rekordwert von 15,34 Billionen Dollar nach 12,53 Billionen im Vorjahreszeitraum.
Anleger vertrauten BlackRock netto 192 Milliarden Dollar an neuem Geld an, ein Großteil davon floss in die börsengehandelten Indexfonds (ETF) der Tochter iShares. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 13,91 Dollar deutlich über den von Analysten erwarteten 12,59 Dollar.
BASF hebt nach Gewinnsprung Jahresziele an
BASF hat nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) soll 2026 nun zwischen 6,9 und 7,7 Milliarden Euro liegen, teilte der Chemiekonzern am Mittwoch mit.
Bisher wurden 6,2 bis 7,0 Milliarden erwartet. Im abgelaufenen Quartal kletterte das bereinigte Ergebnis nach vorläufigen Zahlen auf 2,4 (Vorjahreszeitraum: 1,6) Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenschätzungen deutlich. Der Umsatz stieg dank höherer Preise und einer anziehenden Nachfrage um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro.
Kassenschlager Jardiance und US-Geschäft treiben Boehringer Ingelheim an
Ein florierendes US-Geschäft und die anhaltend hohe Nachfrage nach dem Kassenschlager Jardiance haben Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr ein kräftiges Umsatzplus beschert. Die Erlöse stiegen in den ersten sechs Monaten währungsbereinigt um gut 16 Prozent auf 15,8 (Vorjahr: 14,0) Milliarden Euro, wie Deutschlands größter Pharmakonzern am Mittwoch mitteilte.
Die Humanmedizin steuerte mit 13,1 Milliarden Euro den Löwenanteil bei, was einem Zuwachs von 20,1 Prozent entspricht. Das Diabetesmittel Jardiance brachte allein 5,7 Milliarden Euro ein. Das Unternehmen profitierte dabei von einer wachsenden Patientenbasis und einem höheren Absatzvolumen in den USA. Auch die Markteinführungen des Medikaments Jascayd gegen Lungenfibrose und des Krebsmittels Hernexeos trieben das Wachstum an.
Cartier-Mutter Richemont setzt ein Fünftel mehr um
Beim Luxusgüterkonzern Richemont hält der Lauf im Schmuckgeschäft an. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (per Ende Juni) zog der Konzernumsatz in Lokalwährungen um 20 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar an, wie das Schweizer Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Damit übertraf Richemont die von Visible Alpha erhobenen Analystenschätzungen von durchschnittlich 5,9 Milliarden Euro klar.
Das Schmuckgeschäft, zu dem die Juweliere Cartier und Van Cleef & Arpels gehören, setzte 24 Prozent mehr um und verzeichnete damit erneut ein zweistelliges Plus. Das Uhrengeschäft entwickelte sich verhaltener. Der Spartenumsatz des Herstellers von Uhren der Marken IWC, A. Lange & Söhne oder Jaeger-LeCoultre stieg um acht Prozent.
Chipausrüster ASML steigert Umsatz – und erwartet für 2026 noch bessere Geschäfte
Der Chipausrüster ASML rechnet dank des Booms von Künstlicher Intelligenz mit noch besseren Geschäften im laufenden Jahr. Der Umsatz soll nun 43 bis 45 Milliarden Euro erreichen, teilte das im EuroStoxx 50 gelistete Unternehmen am Mittwoch im niederländischen Veldhoven mit. Erst im April hatte das Management seine Prognose auf 36 bis 40 Milliarden Euro angehoben. Die Bruttomarge soll mit 54 bis 56 Prozent nun ebenfalls höher ausfallen als zuletzt gedacht. Die neuen Zielwerte übertreffen auch die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.
Im zweiten Quartal steigerte ASML den Umsatz überraschend stark auf gut 9,3 Milliarden Euro nach knapp 8,8 Milliarden im ersten Quartal. Die Bruttomarge stieg von 53 auf 54 Prozent und übertraf ebenfalls die Erwartungen von Experten. Unter dem Strich verdiente der Konzern gut 2,9 Milliarden Euro nach knapp 2,8 Milliarden im ersten Jahresviertel.
DocMorris wächst dank boomendem E-Rezept-Geschäft
DocMorris hat im zweiten Quartal dank eines stark wachsenden Geschäfts mit rezeptpflichtigen Medikamenten kräftig zugelegt. Der Umsatz stieg um 15,2 Prozent auf knapp 309,7 Millionen Franken, wie die Schweizer Online-Apotheke am Mittwoch mitteilte. Allein das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Rx) schwoll um 45,8 Prozent an. Die Sparte Digital Services legte um 80 Prozent zu.
„Unsere Umsatzdynamik hat im zweiten Quartal 2026 nochmals spürbar an Fahrt aufgenommen“, erklärte Firmenchef Walter Hess. Mit dieser Entwicklung sei das Unternehmen auf Kurs, im laufenden Jahr die Gewinnschwelle auf der Stufe des Betriebsergebnisses (Ebitda) zu erreichen, ergänzte Finanzchef Daniel Wüest. Eine aktualisierte Prognose für das Gesamtjahr will DocMorris am 19. August veröffentlichen.
JPMorgan verdient Milliarden mit Börsengängen und Investmentbanking
Die US-Großbank JPMorgan Chase hat im zweiten Quartal dank florierender Geschäfte im Investmentbanking und einer Erholung bei Börsengängen deutlich mehr verdient. Der Gewinn des größten US-Geldhauses stieg in den drei Monaten bis Ende Juni auf 21,2 Milliarden Dollar nach 14,99 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Je Aktie entsprach dies einem Ergebnis von 7,70 Dollar nach 5,24 Dollar vor einem Jahr.
Die Erträge im Investmentbanking kletterten um 30 Prozent und übertrafen damit die eigenen Erwartungen des Geldhauses. JPMorgan profitierte von einer spürbaren Belebung des weltweiten Fusions- und Übernahmegeschäfts sowie von großen Börsengängen. Unter anderem begleitete die Bank das Debüt des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk, das mit einer Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar die größte Erstnotiz der Geschichte war.
Kostenanstieg macht Ericsson zu schaffen
Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat im zweiten Quartal infolge der Kostensteigerungen Einbußen verzeichnet, dabei aber mehr verdient als erwartet. Der bereinigte Betriebsgewinn sank um sieben Prozent auf 6,52 Milliarden schwedische Kronen (rund 590 Millionen Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 6,42 Milliarden Kronen gerechnet. Der Umsatz fiel um sechs Prozent auf 52,7 Milliarden Kronen und verfehlte damit die Markterwartung von 53,6 Milliarden.
„Wir haben im zweiten Quartal Maßnahmen ergriffen, um die Kosteninflation bei den Komponenten abzumildern“, erklärte der scheidende Konzernchef Börje Ekholm. Da sich die Auswirkungen in den kommenden Quartalen verstärken dürften, „werden wir weiterhin interne Maßnahmen sowie Preisanpassungen vorantreiben, um diesen Effekt abzufedern.“
Vossloh erwartet weniger Umsatz- und Gewinnwachstum
Der Bahntechnikkonzern Vossloh wird vorsichtiger bei seinen Umsatz- und Gewinnprognosen. Den aktuellen Nachfrage- und Kostenentwicklungen könne man sich nicht vollständig entziehen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das zeige sich in geringeren Abrufen aus Rahmenverträgen in einzelnen Ländern. Außerdem dürften sich einzelne Lieferungen in das kommende Jahr verschieben. Zudem könnten höhere Beschaffungs- und Logistikkosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden.
Deshalb erwarte das Unternehmen für das laufende Jahr nur noch einen Umsatz zwischen 1,51 und 1,61 (Vorjahr: 1,343) Milliarden Euro – bisher waren 1,56 bis 1,66 Milliarden Euro prognostiziert. Auch das Ebitda soll weniger stark wachsen als bisher erwartet: auf 195 bis 210 (Vorjahr: 179,4) Millionen Euro statt der bislang veranschlagten 215 bis 230 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2026 sei der Umsatz auf 710,1 (582,6) Millionen Euro und das Ebitda auf 80,9 (74,2) Millionen Euro gestiegen, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern auf 32,4 (44,9) Millionen Euro gesunken sei.
Evotec senkt Prognose und erwartet operativen Verlust
Das Hamburger Biotechunternehmen Evotec hat nach einem mauen ersten Halbjahr seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 gesenkt. Der Konzern erwartet für das laufende Jahr nun einen Umsatz von 570 bis 610 Millionen Euro statt der zuvor prognostizierten 700 bis 780 Millionen Euro, wie Evotec am Montagabend auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) soll bei minus 70 bis minus 105 Millionen Euro liegen. Bislang hatte das Unternehmen mit einem ausgeglichenen Ergebnis bis zu einem Gewinn von 40 Millionen Euro gerechnet. Im ersten Halbjahr belief sich der Umsatz vorläufigen Angaben zufolge auf rund 300,1 Millionen Euro, während das bereinigte Ebitda bei minus 42,7 Millionen Euro lag.
Evotec leidet unter einer nachlassenden Nachfrage und hohen Kosten. Um dem entgegenzuwirken, hatte das auf Wirkstoffforschung spezialisierte Unternehmen im März ein tiefgreifendes Sparprogramm angekündigt. Dazu gehören unter anderem der Abbau von bis zu 800 Stellen und die Schließung von vier Standorten. Die Restrukturierungskosten bezifferte der Konzern unter der Führung von Vorstandschef Christian Wojczewski auf rund 100 Millionen Euro für die Jahre 2026 bis 2028.
Hapag-Lloyd hebt Ergebnisprognose an – Nachfrage und Frachtraten steigen
Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd hat dank einer starken Nachfrage und gestiegener Frachtraten ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Vorstand erwarte für 2026 nun ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 2,7 bis 3,7 Milliarden Dollar (rund 2,3 bis 3,3 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Konzern war von 1,1 bis 3,1 Milliarden ausgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll nun zwischen 0,1 und 1,1 Milliarden Dollar liegen, nach einer vorherigen Spanne von minus 1,5 Milliarden bis plus 500 Millionen Dollar. Wegen volatiler Frachtraten und großer geopolitischer Herausforderungen sei die Prognose jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet.
Der deutsche Branchenprimus hatte zuletzt mit den Folgen von Seeblockaden im Nahen Osten zu kämpfen. Wegen des Ende Februar ausgebrochenen Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie der Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen meiden Reedereien den Suezkanal und die Straße von Hormus. Die Umwege trieben zudem die Kosten für Hapag-Lloyd um wöchentlich 50 bis 60 Millionen Dollar in die Höhe. Im ersten Quartal war der Konzern deshalb beim Ebit mit minus 134 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte im Mai erklärt, dass eine rasche Entspannung der Lage nicht absehbar sei.
TSMC mit Umsatzsprung im zweiten Quartal
Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC hat dank des anhaltenden Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) seinen Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal kräftig gesteigert. Die Erlöse kletterten von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent auf 1,27 Billionen Taiwan-Dollar (rund 34,64 Milliarden Euro), wie der taiwanesische Konzern am Montag mitteilte. Von LSEG befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,26 Billionen Taiwan-Dollar gerechnet.
Der wertvollste börsennotierte Konzern Asiens, der den iPhone-Hersteller Apple sowie den Chip-Entwickler Nvidia zu seinen Kunden zählt, hatte die ursprünglich für vergangenen Freitag geplante Veröffentlichung seiner Eckdaten wegen eines Taifuns verschoben. Am Donnerstag will TSMC detaillierte Quartalsergebnisse präsentieren.
VW-Konzern verzeichnet Absatzrückgang durch schwaches China-Geschäft
Volkswagen AG hat im ersten Halbjahr 4,1 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert und damit gut sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Handelsblatt berichtet. In China ging der Absatz um mehr als ein Viertel zurück. Auch in Nordamerika lag der Absatz im ersten Halbjahr um mehr als drei Prozent unter dem Vorjahreswert, obwohl die Auslieferungen im zweiten Quartal um mehr als sieben Prozent stiegen. In Europa legte der Konzern dagegen zu. Für die elektrische Urban Car Family von VW, Skoda und Cupra gingen nach Unternehmensangaben bereits mehr als 54.000 Bestellungen ein. Das meistverkaufte vollelektrische Modell des Konzerns war der Škoda Elroq mit knapp 60.000 ausgelieferten Fahrzeugen. Die vollelektrischen Auslieferungen der Kernmarke VW gingen im ersten Halbjahr um mehr als 28 Prozent zurück.
Der Konzern plant im Rahmen seiner Restrukturierung, die Modellpalette um bis zu 50 Prozent zu reduzieren und die Komplexität des Angebots um bis zu 75 Prozent zu senken. Die jährliche Produktionskapazität soll von bislang zehn Millionen auf rund neun Millionen Fahrzeuge verringert werden. Welche Marken betroffen sein werden, wurde nicht genannt.
BMW-Absatz sinkt im ersten Halbjahr um mehr als vier Prozent
BMW hat im ersten Halbjahr weltweit rund 1,15 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, wie das Handelsblatt berichtet. Das entspricht einem Rückgang von etwas mehr als vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal brachen die Auslieferungen in China um gut 30 Prozent ein. In den USA stiegen die Auslieferungen um gut vier Prozent, in Europa um 5,4 Prozent. Im zweiten Quartal lieferte BMW 116.807 vollelektrische Fahrzeuge der Marken BMW und Mini aus, ein Plus von 5,2 Prozent. In Europa stieg der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge um 38 Prozent.
Die Kernmarke BMW setzte im ersten Halbjahr rund eine Million Fahrzeuge ab, rund sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mini steigerte die Auslieferungen um mehr als zehn Prozent. Rolls-Royce Motor Cars lieferte knapp 2.500 Fahrzeuge aus und verzeichnete damit einen Rückgang von gut zehn Prozent. Vertriebsvorstand Jochen Goller erklärte, für den iX3 liege das Unternehmen auf Kurs für 100.000 Bestellungen. Mitte Juni hatte BMW für das Gesamtjahr 2026 einen Rückgang des Vorsteuergewinns um mehr als 15 Prozent angekündigt.
Covestro hebt Prognose für Gesamtjahr 2026 an
Covestro veröffentlicht bereits am Donnerstag die folgenden vorläufigen Finanzkennzahlen für das erste Halbjahr 2026: Der vorläufige Umsatz beträgt EUR 6.729 Mio. Das vorläufige EBITDA beträgt EUR 669 Mio. Diese Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf höhere Preise zurückzuführen, während Rohstoffkosten erst zeitlich verzögert anstiegen.
Infolgedessen passt Covestro für das Geschäftsjahr 2026 seine Prognose für das EBITDA an, das nun deutlich oberhalb des Vorjahres erwartet wird. Der bisherige Ausblick ging von einem EBITDA im Bereich des Vorjahres aus.
Unverändert werden der Free Operating Cash Flow und der ROCE über WACC jeweils mit einem deutlich verbesserten Wert gegenüber 2025-Niveau erwartet. Die Treibhausgasemissionen, gemessen an den CO2-Äquivalenten, werden unverändert zwischen 3,9 Mio. Tonnen und 4,5 Mio. Tonnen erwartet. Die Zwischenmitteilung zum ersten Halbjahr 2026 wird am 31. Juli 2026 veröffentlicht.
Südzucker deutlich profitabler trotz Umsatzrückgang
Südzucker hat im ersten Quartal des Bilanzjahres 2026/27 dank Kostensenkungen und guter Geschäfte in einzelnen Sparten den Gewinn deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) sei in den drei Monaten bis Ende Mai auf 135 (Vorjahr: 96) Millionen Euro geklettert, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der Umsatz sei derweil auf 2,06 (Vorjahr: 2,2) Milliarden Euro geschrumpft. Der Vorstand begründete die Ergebnisentwicklung mit deutlichen Verbesserungen in den Segmenten CropEnergies und Stärke.
Im größten Segment Zucker sei der operative Verlust dank reduzierter Herstellkosten auf 21 Millionen Euro verringert worden. Während die Spezialitätensparte ihr Ergebnis leicht verbesserte, blieb das Fruchtsegment leicht unter dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr hob Südzucker die Umsatzprognose auf 8,1 bis 8,5 Milliarden Euro von 8,0 bis 84 Milliarden an. Das Ebitda werde weiterhin in der Spanne zwischen 480 und 680 (Vorjahr: 535) Millionen Euro erwartet. Insgesamt seien die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Situation auf den künftigen Geschäftsverlauf nur schwer abschätzbar, hieß es.
Levi Strauss hebt Jahresziele an
Levi Strauss hat nach einem überraschend starken Quartal seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der US-Jeanshersteller rechnet für das Geschäftsjahr 2026 nun mit einem Umsatzwachstum von 7,0 bis 7,5 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zuvor war ein Plus von 5,5 bis 6,5 Prozent erwartet worden. Auch die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde auf 1,46 bis 1,52 Dollar nach oben korrigiert.
Im abgelaufenen zweiten Quartal stiegen die Erlöse um acht Prozent auf 1,56 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Analystenschätzungen von 1,52 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn lag mit 28 Cent je Aktie ebenfalls über den Erwartungen von 24 Cent.
Trotz der angehobenen Ziele gaben die Aktien des Unternehmens aus San Francisco im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent nach. Bis dahin hatten die Papiere im Jahresverlauf um 17,5 Prozent zugelegt.

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