Swatch enthüllt limitierte Luxusuhr als Seitenhieb gegen Donald Trump
Publiziert17. Juli 2026, 13:36«Mission to the Moon»Hayek schiesst erneut gegen Trump – mit limitierter Gold-Uhr1969 hat Nixon eine Schweizer Uhr als Geschenk abgelehnt. 2025 hat Trump dasselbe ohne zu zögern an...
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Publiziert17. Juli 2026, 13:36
«Mission to the Moon»Hayek schiesst erneut gegen Trump – mit limitierter Gold-Uhr
1969 hat Nixon eine Schweizer Uhr als Geschenk abgelehnt. 2025 hat Trump dasselbe ohne zu zögern angenommen.

Darum gehts
- Swatch lanciert die limitierte Luxusuhr «Mission to the Moon 1969» als Seitenhieb gegen Donald Trump.
- Nur 1969 Exemplare sind erhältlich – und das ausschliesslich vom 16. bis 21. Juli, dem Zeitraum der Mondlandung 1969.
- Die Uhr kostet 500 Franken und enthält Gold aus Omega-Ersatzteilen von 1969 – angelehnt an den Goldpreis vom 21. Juli 1969.
Die Swatch lancierte eine neue, edle Armbanduhr, die nur limitiert erhältlich ist. «Mission to the Moon 1969» heisst sie. Damit soll sie eine Hommage an die Mondlandung im Jahr 1969 sein – und an die Omega Speedmaster, die damals zu diesem Anlass kreiert wurde.
Vor allem die Vermarktung ist auf die Mondlandung ausgerichtet, aber auch die Uhr selbst bringt einige Erinnerungsstücke aus der Zeit mit. Das Ganze ist ein weiterer Seitenhieb von Swatch-CEO Nick Hayek gegen Donald Trump – und gegen gewisse Schweizer Unternehmer.
Zeitlich und stückweise limitiert
Die Uhr ist sowohl zeitlich als auch stückweise limitiert. Erhältlich ist sie nur vom 16. bis zum 21. Juli. In diesem Zeitraum im Jahr 1969 fand nämlich die Mission zum Mond statt. Die Stückzahl ist auf 1969 Exemplare limitiert.
Wer das Modell erwerben will, muss einen elektronischen «ESTA-Antrag» ausfüllen. ESTA steht hier für «Electronic Swatch Timepiece Application», ist aber als Anspielung auf die Einreisebewilligung für die USA gedacht, die ebenfalls ESTA heisst (Electronic System for Travel Authorization).
Nixon, Trump und die goldenen Uhren
Hier kommt der Seitenhieb gegen Donald Trump ins Spiel. Eine der Fragen in Hayeks ESTA-Antrag lautet: «Haben Sie einem Staatsoberhaupt schon einmal eine Golduhr geschenkt?» Eine Anspielung auf die Schweizer Unternehmenschefs, die während der Verhandlungen über Zölle nach Washington gepilgert sind und Trump eine goldene Rolex-Uhr geschenkt haben.

Doch der Seitenhieb geht tiefer. Im Jahr 1969 wollte Omega dem damaligen US-Präsidenten Richard Nixon eine limitierte Serie der «Gold Speedmaster Professional»-Uhr schenken – zum Anlass der erfolgreichen Mondlandung. Nixon nahm die Uhr nicht an. Dies, weil Regierungsmitglieder keine wertvollen Geschenke annehmen dürfen. Nixon wurde später wegen des Watergate-Skandals beinahe seines Amtes enthoben. Vor der Abstimmung trat er zurück.
Mit der neuen «Mission to the Moon» scheint Hayek die zwei Vorfälle mit Uhren und US-Präsidenten in Verbindung zu bringen und damit etwas sagen zu wollen. Es ist nicht Hayeks erster Seitenhieb gegen Trump. Während der Zollverhandlungen lancierte Swatch eine Protest-Uhr, auf der die Ziffern 3 und 9 auf dem Zifferblatt vertauscht waren – eine Anspielung auf die 39-Prozent-Zölle, die Trump der Schweiz auferlegt hatte.
Gold zum Spottpreis
Abgesehen von Seitenhieben und Anspielungen bringt die «Mission to the Moon»-Uhr handfesten Wert mit. Zifferblatt, Zeiger, Krone und Drücker sind aus 18-karätigem Gold gefertigt. Dieses wurde aus Omega-Ersatzteilen von 1969 gewonnen, wie Swatch auf ihrer Webseite erklärt. So kann die Uhr vergleichsweise günstig verkauft werden.

500 Franken kostet eine Uhr. Ein Preis, der sich nach dem Goldpreis vom 21. Juli 1969 ausrichtet. Heute würde dieselbe Menge an Gold 860 Franken kosten.

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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