Hinter den Kulissen der Kommunalwahl

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Hinter den Kulissen der Kommunalwahl

Stand: 22.07.2026, 19:00 Uhr

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Lukas Reineke

Lukas Reineke arbeitet im Wahlteam im Oytener Rathaus. © Gemeinde Oyten

Im Oytener Rathaus laufen die organisatorischen Vorbereitungen der Vierfachwahl am 13. September auf Hochtouren.

Oyten – Die Vorbereitung der am 13. September anstehenden Kommunalwahlen läuft in Oyten bereits seit Ende 2025 auf Hochtouren. Über die Arbeit des Wahlteams, das im Rathaus die umfangreichen Abläufe verantwortlich organisiert, berichtet Kerstin Kempermann, in der Gemeindeverwaltung zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Seit Mai beschäftigt sich das Team demnach täglich mit der Wahlvorbereitung.

Eine besondere Herausforderung stelle die Vielzahl der anstehenden Abstimmungen dar – gleich vier Wahlen finden parallel statt: Bürgermeisterwahl, Gemeinderatswahl, Landratswahl und Kreistagswahl. „Gerade die Bürgermeister- und die Gemeinderatswahl erfordern einen besonderen Aufwand. Für diese werden die Stimmzettel in der Gemeinde selbst erstellt. Pro Partei können dabei bis zu 37 Personen aufgestellt werden – ein entsprechend komplexer und arbeitsintensiver Teil der Vorbereitung“, schreibt Kempermann.

Ein zentrales Element seien zudem die Schulungen der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer: „Rund 180 Helfende werden am Wahltag im Einsatz sein – verteilt auf 16 Wahllokale und 5 Briefwahllokale. Dass die Briefwahlauszählung in Oyten ebenfalls vor Ort erfolgt, erhöht den Personalbedarf zusätzlich.“ Für einen sicheren Ablauf seien die Schulungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unerlässlich, unterstreicht Lukas Reineke vom Wahlteam im Rathaus. Alle Vorgaben des Wahlrechts müssten genau eingehalten werden, damit die Wahlen rechtssicher und nicht anfechtbar seien.

Andreas Duhn

Andreas Duhn ist erfahrener Wahlhelfer. © Gemeinde Oyten

Einer der vielen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer ist Andreas Duhn, der seit über 30 Jahren bei unterschiedlichsten Wahlen mitwirkt. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm, so erzählte er Kempermann, eine Europawahl mit einem außergewöhnlich großen Stimmzettel: „Der war etwa anderthalb Meter lang – schon das Falten war eine echte Herausforderung.“ Zur Wahlhelfertätigkeit kam er damals durch eine Anfrage der Gemeinde – und ist seitdem dabeigeblieben. Bis heute fühlt er sich gut vorbereitet und unterstützt: Die Schulungen seien ein wichtiger Bestandteil, etwa um Sicherheit bei der Bewertung von Stimmzetteln zu gewinnen. „Zum Beispiel, wann ein Wahlzettel ungültig ist – das wird sehr gut vermittelt.“

Als Wahlvorsteher in „seinem“ Wahllokal spüre er noch einmal eine besondere Verantwortung und behalte auch während des Wahlbetriebs den Ablauf genau im Blick: „Ich schaue zwischendurch auch mal in die Wahlkabinen – natürlich nur, wenn sie frei sind: Sind die Kugelschreiber noch da? Ist alles in Ordnung? Hat niemand unerlaubt Aufkleber angebracht?“

Der Wahltag selbst sei klar strukturiert: Gearbeitet werde in zwei Schichten, zur Auszählung kämen alle Helferinnen und Helfer zusammen. Dann lockere sich die Atmosphäre etwas: „Da wird auch mal darüber gesprochen, ob man von einem Ergebnis überrascht ist.“ Während der Wahl gelte jedoch strikt das Neutralitätsgebot – ein Grundprinzip, das von allen konsequent eingehalten werde. Gleichzeitig lege man Wert auf eine freundliche Atmosphäre, betont Duhn: Die Menschen sollen schließlich gerne zur Wahl kommen. Auch die Gemeinde zeige ihre Wertschätzung, etwa durch die Verpflegung für die Helfenden oder durch Besuche der Ersten Gemeinderätin in den Wahllokalen.

Seine persönliche Motivation beschreibt Duhn klar: „Das Wahlrecht und die freie Wahl sind Grundpfeiler unserer Demokratie. Dafür bringe ich mich gerne in meiner Freizeit ein, denn es ist wichtig für das Funktionieren unserer Gesellschaft.“ Und neben der Verantwortung komme auch der gemeinschaftliche Aspekt nicht zu kurz: „Der Tag macht auch Spaß. Man trifft viele Nachbarn und Bekannte und kommt ins Gespräch.“ Dass diese Kommunalwahl aufgrund der vier gleichzeitig stattfindenden Abstimmungen besonders anspruchsvoll ist, darin sind sich Organisationsteam und Wahlhelfer einig.

Umso wichtiger ist das Zusammenspiel aller Beteiligten – von der sorgfältigen Vorbereitung bis zum ehrenamtlichen Engagement am Wahltag. Das betont auch Gemeindewahlleiterin Cordula Schröder: „Mein besonderer Dank gilt den vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, ohne deren Engagement die Durchführung einer solchen Wahl nicht möglich wäre.“ Zur Wichtigkeit der Kommunalwahlen ergänzt sie: „Kommunalwahlen betreffen das tägliche Leben der Menschen ganz unmittelbar – deshalb ist eine hohe Wahlbeteiligung besonders wichtig. Als Gemeindewahlleitung sorgen wir für eine transparente, neutrale und rechtssichere Durchführung der Wahl. Dazu gehören barrierefreie Wahllokale, klare Informationen für alle Wahlberechtigten und die Möglichkeit, unkompliziert Briefwahl zu beantragen.“