Hochmoderne Ausstattung: Zweibrücker Tierklinik investiert Millionen in Geräte – was sie können
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Hochmoderne Ausstattung Zweibrücker Tierklinik investiert Millionen in Geräte – was sie können
Zweibrücken/Ernstweiler · Herzstück sind medizinische Geräte auf dem neuesten Stand der Technik.
14.07.2026 , 07:01 Uhr
Fünf Personen und elf Tonnen modernste Gerätemedizintechnik. Christina Rauch, Armin Gehl, Dr. Liane Meisel-Gehl, Dr. Alessandra Gehl und Dr. Bero Gehl (von links) in den neuen Räumen.
Foto: Ralf Linn
Mit der offiziellen Inbetriebnahme eines brandneuen Erweiterungsbaus mit hochmodernen MRT- und CT-Geräten investiert die Tierklinik Zweibrücken in die Zukunft. Die nach GVP (Gute Veterinärmedizinische Praxis) zertifizierte Klinik verfügt damit nach eigenen Angaben über eine der modernsten medizintechnischen Ausstattungen in Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Regionen. Im Beisein der Beigeordneten Christina Rauch wurde der Neubau dieser Tage der Öffentlichkeit vorgestellt.
Und dessen Herzstück sind die neuen High-End-Geräte der Medizintechnik. „Sie ermöglichen uns Diagnostik und Therapie auf universitärem Niveau“, betont die Leiterin der Tierklinik, Dr. Liane Meisel-Gehl. Der neue Magnetresonanztomograph (MRT) dessen Einbau in einem „Raum-im-Raum“-Konzept erfolgte, ist eines dieser Aushängeschilder. Er arbeitet KI-gestützt, was schnellere Aufnahmesequenzen und damit auch geringere Narkosezeiten für die Tiere zur Folge hat. Elf Tonnen bringt das Gerät auf die Waage, was bei der Planung das Einbringen eines massiven Schwerlastbodens erforderlich machte. Dafür ist die Tierklinik Zweibrücken mit dieser Anlage jetzt eines von nur rund 30 veterinärmedizinischen Radiologiezentren in ganz Deutschland.
Darüber hinaus ergänzt ein neuer großer Computertomograph in den neuen Räumlichkeiten den deutlich kleineren Volumentomographen, den die Klinik bereits für kleinere Tiere und zur Schädeldiagnostik nutzt. Das neue moderne Hochpräzisionsgerät für Schnittbilder wurde in einen speziell isolierten Strahlenschutzraum integriert, um maximale Sicherheit für Mensch und Tier zu gewährleisten.
Ebenfalls in den neuen Räumen untergebracht sind ein spezieller Zahn-Operationsplatz, verschiedene neue Ultraschallgeräte, das deutlich gewachsene und mit neuen Geräten zur schnelleren und präziseren Diagnostik ausgestattete Großlabor sowie der Sozialtrakt mit Umkleiden. Das gesamte Gebäude ist klimatisiert und jetzt auch über einen Aufzug zu erreichen.
Zusammen mit der ebenfalls neu gestalteten Außenanlage und einem ausgelagerten Bürotrakt habe das Bauprojekt einen Betrag im unteren einstelligen Millionenbereich gekostet, bestätigte Armin Gehl, der die Gäste durch den Neubau führte. Besonders erwähnte er die kurze Bauzeit von nur 90 Tagen. Unter Leitung des Rieschweiler Architekturbüros Andreas Kramatschek waren am Neubau ausschließlich regionale Handwerksbetriebe beteiligt. Nach einer bereits von acht Jahren erfolgten ersten Modernisierung und Vergrößerung ist die gesamte Klinikfläche der seit 1990 in Ernstweiler ansässigen Tierklinik mit dieser jüngsten Baumaßnahme auf mittlerweile 1500 qm angewachsen.
Wie Gehl erläuterte eine nicht nur für das Wohl der zumeist vierbeinigen und ab und an auch gefiederten Patienten getreu dem Klinik-Wahlspruch „Nur das Beste für ihr Tier“ sondern auch für die Familie selbst sinnvolle Investition in die Zukunft. Denn mit dem Sohn des Ehepaares Dr. Bero Gehl und dessen Frau Dr. Alessandra Gehl ist der Generationenwechsel in der Tierklinik Zweibrücken bereits fest verankert. Beide sind in das Management des Unternehmens eingebunden und spiegeln mit ihren Spezialgebieten bildgebende Verfahren, Ophthalmologie, Ultraschall und Zahnheilkunde auch die im Zuge der Modernisierung erfolgte verbesserte Diagnostik und Therapie mittels hochmoderner High-End-Gerätemedizin der Tierklinik wider.
Mit ihnen befinden sich unter den 49 Mitarbeitern der Tierklinik übrigens neben elf tiermedizinischen Fachangestellten und 15 Auszubildenden alleine 14 Tierärzte. Das höre sich zwar für die Tierklinik Zweibrücken ganz gut an, könne aber nicht das generelle Nachwuchsproblem deutschlandweit in diesem Bereich verschleiern, ging Liane Meisel-Gehl auf einen Notstand in diesem Bereich ein, der zum Teil auch immense berufliche Belastungen mit sich bringe. Ihr Fazit klingt wie eine Aufforderung: Deutschland braucht mehr Tierärzte.