„Jetzt bist du im Himmel“: Uschi Glas trauert um Kult-Schauspieler Werner Enke
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Stand: 24.07.2026, 13:41 Uhr
Trauer um Werner Enke: Der Schauspieler ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Nach seinem Tod meldet sich Uschi Glas mit sehr persönlichen Worten.
München – Der Tod von Werner Enke löst in der deutschen Filmwelt große Anteilnahme aus. Der Schauspieler starb am 20. Juli im Alter von 85 Jahren nach schwerer Krankheit in München. Für Uschi Glas ist der Verlust auch deshalb besonders schmerzhaft, weil beide mit „Zur Sache, Schätzchen“ Filmgeschichte schrieben.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promipool.de
Die Komödie machte sie Ende der Sechziger zu Stars und wurde mit Millionen Kinobesuchern zu einem der größten deutschen Erfolge der Nachkriegszeit. Nun erinnert Glas an die gemeinsame Arbeit und an einen Plan, der sich nicht mehr erfüllen wird.

Schauspielerin Uschi Glas verabschiedete sich mit sehr persönlichen Worten von ihrem früheren Filmpartner. „Lieber Werner, eigentlich wollten wir doch noch zusammen feiern“, schrieb sie laut t-online.de mit Blick auf das anstehende Jubiläum von „Zur Sache, Schätzchen“. Der Film wird in zwei Jahren 60 Jahre alt, doch Enke wird diesen Termin nicht mehr erleben.
Glas fügte hinzu: „Aber jetzt bist du im Himmel und schaust auf uns hinab.“ Ihre Worte zeigen, wie eng die Erinnerung an das gemeinsame Werk bis heute mit ihrem Leben verbunden ist.
Werner Enke prägte Kultfilme der Sechziger
Der 1941 in Berlin geborene und in Göttingen aufgewachsene Werner Enke war weit mehr als nur Schauspieler. Er schrieb Theaterstücke, führte Regie und malte. Seine größten Filmerfolge waren „Zur Sache, Schätzchen“ und „Nicht fummeln, Liebling“, bei denen er nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Autor war. Regie führte jeweils May Spils, seine langjährige Lebensgefährtin.
Mit nur 26 Jahren setzte sie damals ein wichtiges Zeichen im deutschen Kino. Enke spielte in „Zur Sache, Schätzchen“ den Nichtstuer Martin, dessen Begegnung mit Barbara, gespielt von Glas, die Handlung in Gang setzt.
Der Dreh brachte Nähe und Reibung
Uschi Glas blickte nicht nur dankbar, sondern auch sehr offen auf die Zusammenarbeit zurück. „Ich bedanke mich bei Dir von Herzen, es war eine Freude, mit Dir zu drehen, obwohl wir uns ab und zu auch ganz schön gekabbelt haben“, so die Schauspielerin laut Spiegel.
Gerade diese Gegensätze scheinen ihre Verbindung am Set geprägt zu haben. Glas beschrieb das Verhältnis später als Kontrast zwischen bürgerlicher Haltung und provokanter Lässigkeit. Sie habe viel von Enke gelernt, vor allem von seinem Witz und seiner lockeren Art, durchs Leben zu gehen.
Ein Kinoerfolg mit langer Wirkung
Mit „Zur Sache, Schätzchen“ hatten damals offenbar weder Uschi Glas noch Werner Enke in dieser Größenordnung gerechnet. Bei der Premiere in München sei eine „Walze des Vergnügens“ durch den Saal gerollt, erinnerte sich die Schauspielerin früher. Enke soll darüber sogar leicht verärgert gewesen sein, weil manche Pointen im Gelächter untergingen.
Danach lief der Film zwei Jahre lang in deutschen Kinos. Weitere gemeinsame Projekte mit Enke und May Spils hätte Glas sich gewünscht, doch dazu kam es nicht. Nach seinem Tod sprach sie lange mit Spils und formulierte einen letzten Gruß an ihren Kollegen.