Kämpfe im Sudan: RSF-Miliz greift Stadt El Obeid mit Drohnen an
Krieg Kämpfe im Sudan: RSF-Miliz greift Stadt El Obeid mit Drohnen an Über mögliche Opfer gab es zunächst keine Angaben. Die Uno warnte Anfang Juli vor einer "Katastrophe" in der Stadt ...
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Kämpfe im Sudan: RSF-Miliz greift Stadt El Obeid mit Drohnen an
Über mögliche Opfer gab es zunächst keine Angaben. Die Uno warnte Anfang Juli vor einer "Katastrophe" in der Stadt
El Obeid/Khartum – Im Sudan hat die RSF-Miliz im Kampf gegen die sudanesische Armee die Stadt El Obeid erneut mit Drohnen angegriffen. Die Drohnen trafen am Montagmorgen zwei Gebäude und zerstörten den Sitz des Anwaltsverbands und eine Bankfiliale, wie ein AFP-Journalist vor Ort berichtete. Über mögliche Opfer gab es zunächst keine Angaben.
El Obeid liegt in der Region Nord-Kordofan im Süden des Sudan. Durch die Stadt verlaufen zwei zentrale Straßen, die von der Armee wie der RSF-Miliz zur Versorgung genutzt werden: nach Norden in Richtung der Hauptstadt Khartum, und von der RSF-Hochburg Darfur im Westen zu Gebieten im Osten des Landes.
Die RSF hatte ihre Truppen in den vergangenen Monaten um El Obeid zusammengezogen, nach Militärangaben drängte die Armee die Kämper am Sonntag aber nach Westen zurück, weit weg von der Straße in Richtung Khartum. Die Einwohnerin Sabrine Mohammed sagte der AFP, sie hoffe, dass nun Lieferungen nach El Obeid durchkommen.
Allein in der Region Kordofan wurden nach Schätzungen der Uno seit Jahresbeginn mehr als tausend Menschen bei Drohnenangriffen beider Seiten getötet.
Uno warnte vor "Katastrophe"
In El Obeid leben normalerweise rund 500.000 Menschen, wegen der Vertriebenen wegen der anhaltenden Gefechte im Land hat sich ihre Zahl verdoppelt. Die Uno warnte Anfang Juli vor einer "Katastrophe" in der Stadt, die seit 18 Monaten "belagerungsähnlichen Bedingungen" ausgesetzt sei. Nur ein Teil der Menschen hat dort ausreichend Zugang zu Nahrungsmitteln.
Im Sudan liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines ehemaligen Stellvertreters Mohamed Hamdan Dagalo seit mehr als drei Jahren erbitterte Gefechte. In dem Krieg im drittgrößten Land Afrikas wurden bereits zehntausende Menschen getötet, mehr als elf Millionen Menschen sind auf der Flucht. (APA, 27.7.2026)
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