Kapitän bleibt gesetzt, aber steht vor neuer Rolle: Westfalia Rhynern testet Dreierkette
wa.deSportHammStand: 19.07.2026, 21:01 UhrKommentareUns auf Google folgenMichael Wiese wird auch in der Regionalliga der Kapitän des SV Westfalia Rhynern bleiben. © Patrick DrosteMichael Wiese bleibt Kapitän de...
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Stand: 19.07.2026, 21:01 Uhr
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Michael Wiese bleibt Kapitän des SV Westfalia Rhynern. Unter Trainer Marco Stiepermann wartet nach dem Regionalliga-Aufstieg jedoch eine neue Aufgabe.
Hamm/Ennepetal – Die gleiche Rolle, aber ab und zu eine neue Position. Für Michael Wiese ist unter dem neuen Trainer Marco Stiepermann nach dem Aufstieg des SV Westfalia Rhynern in die Fußball-Regionalliga vieles so geblieben wie immer. Dennoch muss er sich an eine Änderung gewöhnen. Weiterhin wird der 31-Jährige die Mannschaft als Kapitän anführen. Das machte Stiepermann am Sonntag nach den beiden Testspielen (1:3 gegen die SpVg Schonnebeck, 5:1 beim TuS Ennepetal) klar. „Ich habe ihm schon im März, als wir über seine Zukunft geredet habe, ganz klar mitgeteilt, dass er weiter der Kapitän der Mannschaft bleiben wird“, sagte Stiepermann. „Von daher war das eigentlich für mich nie ein Thema. Micha ist eine absolute Ikone im Verein.“
Wiese bleibt Kapitän: Neue Rolle in Rhynerns Dreierkette
Allerdings wird der Routinier in Zukunft nicht immer als rechter Außenverteidiger auflaufen. Denn in den beiden Partien am Samstag und Sonntag testete Stiepermann eine Dreierkette in der Defensive aus, in der Wiese den Part auf der rechten Seite übernahm. „Ich habe mit Rhynern gefühlt seit zwölf Jahren die Viererkette gespielt. Von daher ist das jetzt am Anfang etwas ungewohnt. Das muss sich erst noch finden“, sagt Wiese. „Wir haben in der Vergangenheit auch schon mal in einer Dreierkette verteidigt. Aber jetzt bekommen wir klare Vorgaben für eine Dreierkette – und dann kann man die auch gut spielen.“
Und das hatten die Rhyneraner in den beiden Partien gegen die Niederrhein-Oberligisten aus Essen und gegen den Ennepetal aus der Oberliga Westfalen jeweils in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht, standen in der Defensive sehr sicher und hatten im Spiel nach vorn viele gelungene Ballstafetten. „Gegen Schonnebeck hatte ich den Eindruck, dass wir gerade im letzten Drittel noch nicht gierig genug waren, um uns auch noch mehr Torchancen herauszuspielen. Es war aber trotzdem ein gelungener Test. Gerade gegen den Ball sieht das sehr, sehr gut aus“, betonte der Coach. „Und gegen Ennepetal haben wir es geschafft, bis auf das Gegentor fast nichts zuzulassen. Und gerade in der ersten Halbzeit hat das schon sehr viel Spaß gemacht, den Jungs dabei zuzuschauen, wie viel Bock sie auf Fußball bekommen. Insofern bin ich sehr, sehr zufrieden.“
Drei A-Juniorenspieler erstmals dabei
Mit Julius Hietkamp, dem Sohn des früheren HSV-Keepers Robert Hietkamp, Leon-Joel Grundner und Linus Neugebauer kamen gleich drei Akteure aus der Rhyneraner A-Jugend in den beiden Testspielen gegen die SpVg Schonnebeck und den TuS Ennepetal erstmals im Regionalligateam zum Einsatz. Dies war notwendig geworden, weil gleich fünf Akteure aus dem Kader des Regionalligisten am Wochenende nicht zur Verfügung standen. „Die drei waren sehr engagiert, man kann sie einfach nur loben, dass sie sich sehr gut eingefügt haben“, sagte Trainer Marco Stiepermann. „Für sie war es sicherlich ein tolles Erlebnis.“
Und so deutet viel darauf hin, dass die Akteure aus den Formationen, die jeweils im ersten Durchgang gespielt haben, auch im ersten Meisterschaftsspiel in zwei Wochen gegen die Sportfreunde Siegen auflaufen werden. „Natürlich muss man jetzt schauen, dass die Jungs, bei denen man sich sicher ist, dass sie spielen, dass sie sich aneinander gewöhnen“, erklärte Stiepermann. „Aber wir haben in den ersten sechs Wochen, glaube ich, drei Englische Wochen. Wir haben den Kader bewusst so ausgewählt. Jeder ist wichtig und wird gebraucht.“ Natürlich, das weiß auch der Ex-Profi, will jeder beim Auftakt unbedingt dabei sein. „Aber das wird nicht klappen“, sagt er angesichts der Tatsache, dass nur elf Akteure auflaufen können, ehe er verriet: „Viele von den Jungs aus der ersten Halbzeit werden gegen Siegen dabei sein.“