Fake-Baby-Schwindel: Kira Cousins (23) erklärt erstmals ihr Motiv

Publiziert27. Juli 2026, 13:19SchottlandKira (23) täuschte alle mit Fake-Baby – jetzt erzählt sie, warumEine junge Frau aus Schottland täuschte alle: Sie erfand eine Schwangerschaft und eine Geburt. Jetzt erzäh...

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Fake-Baby-Schwindel: Kira Cousins (23) erklärt erstmals ihr Motiv

Publiziert27. Juli 2026, 13:19

SchottlandKira (23) täuschte alle mit Fake-Baby – jetzt erzählt sie, warum

Eine junge Frau aus Schottland täuschte alle: Sie erfand eine Schwangerschaft und eine Geburt. Jetzt erzählt Kira Cousins (23) erstmals, dass eine Fehlgeburt der Grund dafür war.

Justin Arber

Darum gehts

  • Eine echte Fehlgeburt war der Auslöser für den monatelangen Fake-Baby-Schwindel von Kira Cousins (23) aus Schottland.
  • Die 23-Jährige täuschte ihr Umfeld mit künstlichem Babybauch, Ultraschallbildern und einer lebensechten Puppe namens Bonnie-Leigh Joyce.
  • Aufgeflogen ist der Betrug, als Kiras Mutter die Puppe im Schlafzimmer entdeckte – ihr Freund Jamie trennte sich daraufhin.

Kira Cousins sorgte mit ihrer Geschichte im vergangenen Herbst weltweit für Aufsehen. Die 23-Jährige liess ihre Familie und ihren damaligen Freund glauben, sie sei schwanger. Sie täuschte ihr Umfeld mit einem künstlichen Babybauch, Ultraschallbildern und einer inszenierten Gender-Reveal-Party. Den Schwindel hat sie danach mehrere Monate lang mit einer lebensechten Puppe, die sie Bonnie-Leigh Joyce nannte, aufrechterhalten.

Im ersten öffentlichen Interview mit der «Sunday Mail» sagt Cousins nun, sie habe Angst davor gehabt, ihrem damaligen Freund von der Fehlgeburt zu erzählen: «Ich konnte es ihm einfach nicht sagen. Ich habe tatsächlich ein Kind verloren.» Sie habe versucht, direkt nach dem Verlust mit ihm zu sprechen. «Ich habe noch Nachrichten auf meinem Handy, in denen steht: ‹Jamie, wir müssen uns hinsetzen›, aber ich konnte mit ihm über nichts sprechen. Ich kann zugeben, dass ich keine Puppe hätte benutzen dürfen. Aber gleichzeitig weiss niemand, wie unsere Beziehung wirklich war.»

«Angst und Schock»

Jamie erzählt gegenüber der «Sunday Mail», er sei fest davon überzeugt gewesen, tatsächlich Vater geworden zu sein. «Wenn ich auch nur geahnt hätte, dass das eine Puppe ist, wäre ich viel früher verschwunden», sagte er. Kira sagt, ihre Täuschungen seien immer aufwändiger geworden und schliesslich ausser Kontrolle geraten.

«Ich glaube, da war auch Angst und Schock dabei. Ich hatte das alles selbst durchgemacht. Wie soll man jemandem sagen, dass man das alles schon allein durchgestanden hat?» Zusätzlich habe sie ein Streit belastet. Jamie habe das Kind am Anfang nicht gewollt. «Er wechselte von ‹Ich will das Kind nicht› zu ‹Jetzt bekommen wir es wirklich›.» Schliesslich habe er sich sogar darauf gefreut, Vater zu werden.

«Dann waren sie dumm»

Kiras Mutter soll es gewesen sein, die dann im vergangenen Herbst die täuschend echt aussehende Puppe im Schlafzimmer entdeckt hatte. Kiras Umfeld wurde wohl misstrauisch, weil sie das «Baby» nie hatten schreien hören.

Die 23-Jährige sagt, sie könne sich nicht vorstellen, dass ihr Umfeld nie wirklich Verdacht geschöpft hatte. «Wenn sie das wirklich nicht gemerkt haben, dann waren sie dumm.»

Familie, Freunde und Tausende Follower glaubten ihr – bis ihre Mutter die Puppe fand und der vermeintliche Vater misstrauisch wurde.

Familie, Freunde und Tausende Follower glaubten ihr – bis ihre Mutter die Puppe fand und der vermeintliche Vater misstrauisch wurde.Instagram

Die Trennung

Jamie trennte sich, nachdem er erfahren hatte, dass Kira gelogen hatte. Die 23-Jährige erzählt: «Wir haben seitdem einige Male miteinander gesprochen, aber es ist seltsam. Ich verstehe selbst nicht, was wir füreinander sind. Wir hassen uns nicht, aber wir lieben uns auch nicht.»

Jamie versucht nun, mit der Sache abzuschliessen: «Ich möchte so weit wie möglich von ihr weg sein. Ich will mein Leben einfach hinter mir lassen und weitermachen.» Über den Skandal war ein Dok-Film geplant, das Ex-Paar hat einer Teilnahme jedoch nicht zugestimmt.

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Justin Arber

Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.

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