Kolumbianisches Militär befreite 39 Zivilisten aus Gewalt von Guerilla-Gruppe

Rettungsaktion Kolumbianisches Militär befreite 39 Zivilisten aus Gewalt von Guerilla-Gruppe Laut Angaben aus Armeekreisen waren die Menschen in einem Bus unterwegs, den die Guerilla-Gruppe ELN in ihre...

  • 2 min read
Kolumbianisches Militär befreite 39 Zivilisten aus Gewalt von Guerilla-Gruppe

Rettungsaktion

Kolumbianisches Militär befreite 39 Zivilisten aus Gewalt von Guerilla-Gruppe

Laut Angaben aus Armeekreisen waren die Menschen in einem Bus unterwegs, den die Guerilla-Gruppe ELN in ihre Gewalt brachte

Ein bewaffneter Kämpfer in Tarnkleidung mit der Aufschrift „ELN“ auf der Kleidung steht inmitten dichter tropischer Vegetation, teils verdeckt von einem großen Blatt.
ELN-Kämpfer hatten die Zivilisten gefangen genommen.

Bogota – 39 Menschen sind in Kolumbien kurz nach ihrer Gefangennahme durch Kämpfer der Guerilla-Gruppe ELN vom Militär befreit worden. Bei der Rettungsaktion seien zwei Soldaten getötet und fünf weitere verletzt worden, teilte die Armee am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Die 39 Zivilisten waren in einer abgelegenen Region im Nordwesten des Landes verschleppt worden.

Nach Angaben aus Armeekreisen waren sie in einem Bus unterwegs, den die ELN-Kämpfer auf einer Straße in der Region Chocó in ihre Gewalt brachten. Unter den Entführten war nach Armeeangaben auch ein Minderjähriger.

Hochburg der Rebellen

Die an Panama angrenzende Provinz Chocó ist eine Hochburg der marxistischen Rebellen, die hier Drogenhandel und illegalen Bergbau betreiben. Immer wieder entführen Kämpfer Zivilisten, um Lösegeld zu erpressen. Außerdem kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der kolumbianischen Armee.

Die ELN hat sich nicht an einem Friedensabkommen beteiligt, das die Regierung vor rund zehn Jahren mit der FARC-Guerilla geschlossen hatte. Kolumbiens linksgerichteter Präsident Gustavo Petro hatte bei seinem Amtsantritt im Jahr 2022 erklärt, Frieden mit den verbliebenen bewaffneten Rebellengruppen schließen zu wollen, was ihm nicht gelang. Eine entsprechende Initiative wurde im Jänner 2025 endgültig beendet, als bei Zusammenstößen zwischen FARC-Splittergruppen und ELN-Kämpfern mehr als hundert Menschen getötet wurden.

Petro scheidet am 20. Juli aus dem Amt. Sein rechtsgerichteter Nachfolger Abelardo de la Espriella hat angekündigt, mit harter Hand gegen die Rebellen vorzugehen und Bombenangriffe auf deren Stützpunkte zu starten. (APA, 15.7.2026)

Die Kommentare im Forum geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Benutzer:innen können diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.