„Krasse Fehlbesetzung“: Trainer-Legende nimmt sich nach WM-Aus Ex-Bundestrainer zur Brust
tzSportFußball„Krasse Fehlbesetzung“: Magath schießt im Doppelpass heftig gegen NagelsmannStand: 19.07.2026, 23:54 UhrKommentareUns auf Google folgenAuch Wochen nach dem WM-Aus von Deutschland reißt die Kritik ...
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„Krasse Fehlbesetzung“: Magath schießt im Doppelpass heftig gegen Nagelsmann
Stand: 19.07.2026, 23:54 Uhr
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Auch Wochen nach dem WM-Aus von Deutschland reißt die Kritik an Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht ab. Felix Magath rechnet nun mit ihm ab.
Frankfurt am Main – Während in New York das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien (hier im Liveticker) läuft, sitzt die deutsche Nationalmannschaft lediglich vor dem TV. Das DFB-Team musste bereits im Sechzehntelfinale den Hut nehmen, denn es scheiterte im Elfmeterschießen gegen Paraguay und verpasste damit den Sprung unter die besten 16 Teams.

Bundestrainer Julian Nagelsmann ist mittlerweile nicht mehr im Amt, stattdessen steht mit Jürgen Klopp der Nachfolger so gut wie fest. Dennoch hat Felix Magath mit dem Ex-Coach nochmals abgerechnet. Für ihn war die Besetzung eine „krasse Fehlentscheidung“, wie er in der Talksendung „Doppelpass“ bei Sport1 erklärte.
„Völlig überfordert“: Magath schießt heftig gegen Nagelsmann
„Er war völlig überfordert. Deshalb ist in den drei Jahren mit ihm nichts vorwärts gegangen“, startete Magath seine Generalabrechnung. „2024 haben wir es uns alles schön geredet, weil wir positiv sein mussten. Die sportlichen Leistungen waren auch 2024 nichts. Da hat er sich gerettet über den Dreh mit Toni Kroos. Toni Kroos hat Nagelsmann gerettet mit seinen taktischen Fähigkeiten.“
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Seiner Meinung nach ist der Versuch, die Spielweise zu ändern, grandios gescheitert. „Wir hatten die Stärken immer ohne den Ball. Aber wir haben die letzten Jahre versucht, unsere Stärken zu verändern. Wir wollten technisch und taktisch besser werden. Das hatte zur Konsequenz, dass wir dreimal in der Vorrunde ausgeschieden sind“, kritisierte der 72-Jährige.
Stattdessen wünscht er sich, dass Deutschland mehr wie Argentinien spielt. „Die spielen leidenschaftlich. Fußball lebt von Zweikämpfen. Dieses langweilige Ballgeschiebe, das zum Beispiel die deutsche Nationalmannschaft hat, da schläft man doch ein! Ich habe fast kein Spiel mehr über 90 Minuten gesehen“, monierte der frühere Meistertrainer des VfL Wolfsburg.
Mit Blick auf die mögliche Verpflichtung von Klopp ist er jedoch positiv gestimmt. „Auf alle Fälle wird die Stimmung eine andere sein“, machte Magath deutlich. „Jürgen Klopp hat so viel Erfahrung, dass er von Beginn an allein durch seine Persönlichkeit neuen Schwung reinbringt.“ In seinen Augen ist der frühere Liverpool-Trainer „sehr kommunikativ. Das ist ja das, was Julian nicht war.“ (smu)