Wasserspringerin Heimberg offenbart Fehlgeburt
An der EM in Paris sorgt Michelle Heimberg für Schweizer Medaillenjubel. Dabei hat sie schwierige Wochen hinter sich. Die Wasserspringerin muss einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten. Vor kurzem hat sie ihr Kind verloren.
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Kurz nach EM-Silber
Wasserspringerin Heimberg offenbart Fehlgeburt
An der EM in Paris sorgt Michelle Heimberg für Schweizer Medaillenjubel. Dabei hat sie schwierige Wochen hinter sich. Die Wasserspringerin muss einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten. Vor kurzem hat sie ihr Kind verloren.
Publiziert: 19:34 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Michelle Heimberg gewinnt EM-Silber vom 1-Meter-Brett
- Kurz darauf macht sie öffentlich, dass sie eine Fehlgeburt erlitten hat
- Dank ihrem Umfeld hat sie trotz schwieriger Wochen an den Wettkämpfen teilnehmen können
Ramona BieriRedaktorin Sport
Am Sonntag strahlt Michelle Heimberg (26) auf dem EM-Podest. Die Wasserspringerin gewinnt Silber vom 1-Meter-Brett. Was da noch niemand ahnt: Die Aargauerin hat schwierige Wochen hinter sich.
«Diese Silbermedaille strahlt heller, als es jede Goldmedaille jemals könnte», schreibt Heimberg keine 24 Stunden nach ihrem Wettkampf auf Instagram. Und fügt an: «Nicht wegen des Ergebnisses an sich, sondern wegen all dessen, wofür sie steht.»
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Was dann folgt, sind Worte, die unter die Haut gehen. Heimberg offenbart, dass sie eine Fehlgeburt erlitten hat. «Eine Woche vor unserer Abreise zu den Europameisterschaften erhielten wir die herzzerreissende Nachricht, dass wir unser Baby ganz am Ende des ersten Schwangerschaftstrimesters verloren haben», erzählt sie. Und verrät, dass sie keine 24 Stunden später deswegen operiert wurde.
Kein Wunder spricht sie davon, dass die letzten zwei Wochen «sowohl körperlich als auch emotional unglaublich herausfordernd» waren. Es habe Momente gegeben, «in denen es mir fast unmöglich erschien, auf diesem Sprungbrett zu stehen».
«Oft wird darüber geschwiegen»
Dennoch hat Heimberg genau das geschafft. Und mit Silber die neunte EM-Medaille ihrer Karriere gewonnen. Gelungen ist ihr das nicht, weil alles in Ordnung war, sondern weil ihr Umfeld sie in diesen schwierigen Momenten unterstützt hat. «Diese Medaille erinnert mich daran, dass Freude und Herzschmerz gleichzeitig existieren können und dass wir zu mehr fähig sind, als wir manchmal glauben», schreibt sie weiter. Und bedankt sich bei ihrem Partner, Familie und Freunden, den Trainern und allen anderen, die ihr in diesen schwierigen Tagen zur Seite standen.
Ihre Geschichte teilt Heimberg, weil sie der Meinung ist, dass auch solche Erfahrungen zum Leben gehören. «Eine Fehlgeburt ist etwas, was viele Menschen durchmachen, doch oft wird darüber geschwiegen.» Aber wenn man offen darüber spreche, könne das auch anderen helfen, da man sich dadurch weniger alleine fühle.
Die Silbermedaille werde sie immer daran erinnern, «dass Stärke nicht bedeutet, niemals zusammenzubrechen. Manchmal bedeutet sie einfach nur, den Mut zu finden, den nächsten Schritt zu gehen.»