Leiche von Brexit-Ikone gefunden – jetzt übernimmt die Anti-Terror-Polizei
Nach dem mutmaßlichen Mord an der britischen Brexit-Ikone Ann Widdecombe übernimmt nun doch die Anti-Terror-Polizei. Es seien „neue Informationen und Beweise“ bekanntgeworden, teilten die Ermittler mit. Weitere...
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Nach dem mutmaßlichen Mord an der britischen Brexit-Ikone Ann Widdecombe übernimmt nun doch die Anti-Terror-Polizei. Es seien „neue Informationen und Beweise“ bekanntgeworden, teilten die Ermittler mit. Weitere Details wurden am Mittag nicht genannt, zunächst war bei dem in Großbritannien aufsehenerregenden Fall nicht von einem terroristischen Hintergrund ausgegangen worden.
„Nach neuen Informationen und Beweisen leitet die Anti-Terror-Polizei nun die Ermittlungen zum schrecklichen Mord an Ann Widdecombe“, schrieb die britische Innenministerin Shabana Mahmood auf der Plattform X. „Die Polizei verfolgt mehrere Ermittlungsansätze, um das Motiv für diesen Angriff zu klären.“ Bereits am Wochenende war ein 28-jähriger Mann festgenommen worden. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen Briten.
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Großbritannien: Leiche von Widdecombe wies schwere Verletzungen auf
Die 78 Jahre alte frühere Abgeordnete und Brexit-Befürworterin Widdecombe war am vergangenen Donnerstag in ihrem Haus im Dartmoor in der Grafschaft Devon tot aufgefunden worden. Ihre Leiche wies schwere Verletzungen auf. Daraufhin wurde eine Mordermittlung eingeleitet.

Die ehemalige konservative Ministerin Ann Widdecombe wurde tot in ihrem Haus gefunden.© Jonathan Brady/PA Wire/dpa | Jonathan Brady
Widdecombe war jahrelang Abgeordnete für die Konservativen im britischen Unterhaus und saß schließlich als überzeugte Befürworterin des EU-Austritts für die Brexit-Partei von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage als Abgeordnete im Europäischen Parlament. Später war sie Sprecherin der Nachfolgepartei Reform UK. Die zum Katholizismus übergetretene Politikerin vertrat zudem ultrakonservative Ansichten. So forderte sie etwa die Wiedereinführung der Todesstrafe, sprach sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Selbstbestimmung von Transpersonen über deren Geschlecht aus. Auch im britischen Unterhaltungsfernsehen war Widdecombe keine Unbekannte: So trat sie etwa bei der Tanzshow „Strictly Come Dancing“ und bei „Celebrity Big Brother“ auf.
daw, dpa