Leuchten am Himmel: Sternschnuppen über der Eifel: Wann und wo die Delta-Aquariiden auftauchen
Ende Juli erreichen die Sternschnuppen ihren Höhepunkt. Bis zu 25 leuchtende Streifen pro Stunde können dann am Himmel erscheinen. Zeit, eine Decke einzupacken und ein paar Wünsche zu notieren.
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Leuchten am Himmel Sternschnuppen über der Eifel: Wann und wo die Delta-Aquariiden auftauchen
Trier · Ende Juli erreichen die Sternschnuppen ihren Höhepunkt. Bis zu 25 leuchtende Streifen pro Stunde können dann am Himmel erscheinen. Zeit, eine Decke einzupacken und ein paar Wünsche zu notieren.
30.07.2026 , 07:18 Uhr
Im Juli bekommen wir etwas zu sehen – die Delta-Aquariiden blitzen am Nachthimmel auf. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / dpa/Carlos De Saa
Die bekannten Meteorschauer Perseiden oder Geminiden sind nicht die einzigen, die wir dieses Jahr zu sehen bekommen. Auch der kleinere Sternschnuppenstrom der Delta-Aquariiden wird 2026 im Juli den Himmel beleuchten. Im Vergleich zu den anderen Strömen ist dieser zwar eher unscheinbarer, aber dennoch sichtbar. Wir verraten, in welcher Nacht man die Sternschnuppen am besten beobachten kann, aus welcher Himmelsrichtung sie kommen und um wie viel Uhr Sie aufstehen sollten.
Wann, wo und wie kann ich die Delta-Aquariiden sehen?
Die Sternschnuppen der Delta-Aquariiden sind jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Mitte August am Nachthimmel zu sehen. In 2026 erreichen sie ihren Höhepunkt in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli. In diesem Zeitfenster wird man sie ziemlich gut beobachten können. Der Mond befindet sich in seinem letzten Viertel und steht als zunehmender Halbmond am Himmel. Das bedeutet, dass das Mondlicht in dieser Zeit abnimmt und der Himmel dunkel genug sein wird, um die Sternschnuppen sehen zu können.Auch in der Region Eifel, Mosel und Hunsrück muss nur das Wetter mitspielen.
Wenn das Wetter es zulässt, können bis zu 25 Sternschnuppen pro Stunde auftauchen. Der Ursprungspunkt liegt im Sternbild Wassermann, welches zu dem Zeitpunkt im Süden zu sehen ist. Trotzdem werden die leuchtenden Streifen am ganzen Himmel erscheinen. Vor allem ab 23 Uhr lohnt sich der Blick zum Himmel, wobei um vier Uhr der Höhepunkt an Sternschnuppen erreicht wird. Bis zum Sonnenaufgang um sechs Uhr morgens wird zum Beobachten genügend Zeit sein. Es lohnt sich also, früh aufzustehen und vorab bereits einige Wünsche zu notieren – schließlich besagt die Tradition, dass man sich etwas wünschen darf, wenn man eine Sternschnuppe sieht.
Die Beobachtungsbedingungen für die Südlichen Delta-Aquariden sind 2026 allerdings leider ungünstig, da das Maximum des Meteorstroms kurz nach dem Vollmond eintritt. Der helle Mond steht die ganze Nacht über weitgehend am Himmel und erschwert dadurch die Sicht auf viele der schwächeren Meteore.
Was sind Sternschnuppen eigentlich?
Sternschnuppen sind kleine Teilchen, meist nicht größer als Staubkörner oder Gesteinsbrocken. Sie stammen ursprünglich von Kometen ab, die diese Steinchen unterwegs „verlieren“. Wenn die Erde dann auf ihrer Umlaufbahn durch diese Staubwolke des Kometen fliegt, geraten die Körnchen mit ziemlich hoher Geschwindigkeit in ihre Atmosphäre. Beim Eindringen entsteht Reibung mit den Luftmolekülen. Das bringt diese zum Glühen. Wir können dann den hellen Lichtstreifen am Nachthimmel sehen, der auch als Sternschnuppe bekannt ist. Die Teilchen selbst heißen Meteoroiten.
Der Name „Sternschnuppe“ hat ebenfalls eine Geschichte. Früher hat man „Schnuppe“ zu dem verbrannten, rußigen Ende eines Kerzendochts gesagt. Wenn dieser abgebrannt ist, bleibt ein glühender Rest zurück. Dieser flackert kurz auf, bevor er dann letztlich verglüht. Das bezeichnet man als Schnuppe. Wenn die Steinchen aus den Staubwolken der Kometen also in die Atmosphäre geraten, verglühen sie. So wie die besagte Schnuppe, die verbrennt.
Was sind die Delta-Aquariiden?
Die Delta-Aquariiden sind ein Meteorstrom, der jedes Jahr im Juli am Nachthimmel zu sehen ist. Der Sternschnuppenregen hat seinen Namen von einem Stern im Sternbild des Wassermanns bekommen – dem Delta Aquarii. Dort befindet sich der sogenannte „Radiant“ des Sternschnuppenstroms. Das ist der Punkt am Himmel, von dem die Sternschnuppen scheinbar ausgehen.
Bei den Delta-Aquariiden kann man zwischen einem nördlichen und einem südlichen Strom unterscheiden. Hier sind vor allem die südlichen Delta-Aquariiden sichtbar. Sie erzeugen mehr Sternschnuppen als die nördlichen. Im Vergleich zu anderen Strömen erscheinen die kleinen Meteore eher dezenter. Dafür sind es aber viele Sternschnuppen, die sich in dieser Nacht zeigen. Die Staubkörnchen, die die Delta-Aquariiden auslösen, stammen wahrscheinlich vom Kometen 96P/Machholz 1. Wenn die Erde seine Staubwolke durchkreuzt, kommt es zur Sternschnuppen-Nacht.
Weitere Tipps zur Beobachtung der Delta-Aquariiden
Um die Delta-Aquariiden gut sehen zu können, sollten sie möglichst das künstliche Licht der Stadt meiden. Am besten kann der Strom auf einem dunklen Feld oder den Weinbergen gesehen werden. Solange Sie weit entfernt von Straßenlaternen und Lichtverschmutzung sind, steht dem Ganzen nichts mehr im Wege. Deshalb sind viele Regionen der Eifel gut für Sternengucker geeignet.
Mit einer Decke, einem Liegestuhl und einer Kleinigkeit zu essen sind Sie bereits gut ausgestattet. Nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, werden Sie am Nachthimmel so einiges entdecken können.