macOS 27: Golden Gate kündigt DVD-Wiedergabe-Framework ab
Freunde physischer Datenträger aufgepasst: Mit der Installation von macOS 27 im kommenden Herbst könnte auch die Bereitstellung der für die DVD-Wiedergabe notwendigen Frameworks enden. Das hat Apple so indirekt...
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Freunde physischer Datenträger aufgepasst: Mit der Installation von macOS 27 im kommenden Herbst könnte auch die Bereitstellung der für die DVD-Wiedergabe notwendigen Frameworks enden. Das hat Apple so indirekt in seinen Developer-Release-Notes mitgeteilt. „Das DVDPlayback-Framework wurde aus dem macOS-27-Golden-Gate-SDK entfernt und Apps können nicht mehr auf dessen Basis erstellt werden“, heißt es dort lapidar. Noch wichtiger: Das Framework werde „in einem späteren macOS-Release“ vollständig entfernt. Welches das ist, teilte Apple nicht mit.
Erst das Wiedergabe-Framework, dann der DVD-Player
Das DVDPlayback-Framework wird nicht nur von Third-Party-Apps genutzt, sondern auch von Apple selbst. Entsprechend dürfte auch die nach wie vor in macOS 26 vorhandene DVD-Player-Anwendung entfernt werden. Da diese seit Jahren kaum mehr gepflegt wird, dürfte sich die Verwendung schon jetzt in Grenzen halten. Mit dem Ende der DVD-Wiedergabe-Unterstützung im Betriebssystem wird es für Nutzer schwerer, externe DVD- und Blu-Ray-Player mit dem Mac zu verwenden. Diese dürften zwar auch künftig noch erkannt werden – von einem Ende entsprechender Treiberunterstützungen ist nicht die Rede –, doch die eigentliche Wiedergabe fällt weg.
Allerdings gibt es dafür eine einfache Lösung: den quelloffenen und kostenlosen Medienwiedergabeclient VLC Media Player. Dieser wird regelmäßig gepflegt und auch aufgrund seines großen Funktionsumfangs von fortgeschritteneren Mac-Nutzern seit langem verwendet. Apples hauseigener DVD-Player leidet unter macOS 26 zudem unter Wiedergabeproblemen, Nutzer berichten teilweise über Bildfehler und Jitter-Verhalten. Verwunderlich ist das nicht, da Apple auch das Framework seit langem unverändert lässt.
DVDs und Blu-Rays zunehmend beliebt
Apples Entscheidung fällt in eine Zeit, in der es eine kleine Renaissance von DVDs sowie Blu-Rays (die das Framework allerdings sowieso nicht wiedergeben kann) gibt. Immer mehr Nutzer melden sich von den großen Streamingdiensten ab, weil sie unter anderem mit Werbeunterbrechungen, ständigen Preiserhöhungen und regelmäßig wegfallenden Inhalten konfrontiert sind.
Einen physischen Datenträger können die großen Hollywoodstudios Nutzern aber nicht abnehmen. Auch das Ripping gekaufter Medien wird wieder beliebter, um sie dann in einem eigenen NAS zu platzieren.
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(bsc)