Marokko benennt Milliarden-Projekt in Krisengebiet nach Trump – USA-News

Newsblog zur US-Politik Monarch benennt Milliarden-Projekt in Krisengebiet nach TrumpAktualisiert am 27.07.2026 - 18:14 UhrLesedauer: 16 Min.Trump erhält eine eigene Autobahn in Marokko. Neue Umfragen zeigen di...

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Marokko benennt Milliarden-Projekt in Krisengebiet nach Trump – USA-News

Newsblog zur US-Politik

Monarch benennt Milliarden-Projekt in Krisengebiet nach Trump


Aktualisiert am 27.07.2026 - 18:14 UhrLesedauer: 16 Min.

Trump erhält eine eigene Autobahn in Marokko. Neue Umfragen zeigen die Stimmung vor den Zwischenwahlen in den USA. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 27. Juli

Monarch benennt Milliarden-Projekt nach Trump

Marokko hat eine rund 1.055 Kilometer lange Schnellstraße nach US-Präsident Donald Trump benannt. Der "President Donald J. Trump Highway" verbindet die südmarokkanische Stadt Tiznit mit Dakhla. Bei der Straße handelt es sich um ein Infrastrukturprojekt im Wert von rund einer Milliarde Dollar.

Ein Teil der Strecke verläuft durch das umkämpfte Gebiet der Westsahara, das Marokko besetzt hält. In einem aufwendig produzierten Werbevideo erklärte die marokkanische Regierung, das Projekt sei durch die "visionäre Führung" von König Mohammed VI. und den "historischen Mut" Trumps ermöglicht worden. Trump hatte 2020 die marokkanische Souveränität über die Westsahara anerkannt.

Trump bedankte sich am Samstag bei Mohammed VI. für die Benennung. "Eine so große Ehre", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Er freue sich darauf, eines Tages die gesamte Strecke zu bereisen – "hoffentlich bald".

USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen Osten

Die USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung "Face the Nation" des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen. Nach einer Angriffsserie von 13 Nächten in Folge hatte das US-Militär in den vergangenen beiden Nächten keine Angriffe gegen den Iran gemeldet. Waltz sagte, das gebe der Diplomatie etwas Raum.

Zu 45 Jahren Haft verurteilt: Honduras Ex-Staatschef kehrt zurück

Mehr als vier Jahre nach seiner Auslieferung an die USA wegen Drogendelikten ist der von Donald Trump begnadigte ehemalige Präsident von Honduras in sein Land zurückgekehrt. Juan Orlando Hernández wurde von seiner Familie am internationalen Flughafen empfangen, wie ein von ihm auf der Plattform X geteiltes Video zeigt.

Hernández war zwischen 2014 und 2022 Präsident des mittelamerikanischen Landes. Kurz nach dem Ende seiner Amtszeit wurde der konservative Politiker ausgeliefert. Zwei Jahre später verurteilte ihn ein Gericht in New York zu 45 Jahren Haft. Ihm war vorgeworfen worden, Honduras zu einem "Drogenstaat" gemacht zu haben. In Honduras wird gegen ihn wegen Korruption ermittelt. Ein Haftbefehl wurde allerdings jüngst außer Kraft gesetzt.

Trump hatte die Begnadigung in den USA kurz vor der honduranischen Präsidentenwahl vor acht Monaten beschlossen. Der Ex-Staatschef sei "sehr hart und unfair behandelt" worden, begründete Trump damals die Entscheidung. Die Wahl gewann Hernández' Parteifreund und Trumps Favorit Nasry "Tito" Asfura. Trump hatte sich zugunsten Asfuras in den Wahlkampf eingemischt.

Viele Kanadier meiden Reisen in die USA

Viele Kanadier meiden seit dem zweiten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump laut kanadischen Behörden Reisen in die benachbarten USA. Die Vereinigten Staaten seien lange Zeit Kanadas wichtigstes internationales Reiseziel gewesen, "nach dem Regierungswechsel in den USA Anfang 2025 und der Einführung der "America First"-Politik änderten sich die Reisepläne der Kanadier jedoch abrupt", hieß es von Kanadas Statistikbehörde. Im Jahr 2025 reisten 7,1 Millionen Menschen weniger in die USA als 2024. Das sei ein Rückgang um 23,5 Prozent.

Gleichzeitig seien Reisen im Inland und in andere Länder in vergleichbarem Maße angestiegen. Daten aus diesem Jahr legten nahe, dass sich dieser Trend verstetige. Die Reiseausgaben für Besuche in den USA sind laut der Behörde 2025 um 3,3 Milliarden auf insgesamt 18,8 Milliarden kanadische Dollar (aktuell knapp 12 Mrd Euro) gesunken.

Das US-Handelsministerium gibt an, dass 2024 rund 20,2 Millionen internationale Besucher aus Kanada in die USA gereist seien. 2025 seien es 16 Millionen gewesen. Die Zahlen sind nur eingeschränkt vergleichbar, da beide Behörden unterschiedliche statistische Konzepte verwenden. Mit Blick auf deutsche Touristen fiel die Zahl von rund 2 Millionen im Jahr 2024 auf rund 1,8 Millionen.

Sonntag, 26. Juli

Stammwähler wenden sich vor Midterms ab

In der Republikanischen Partei wächst vor den US-Zwischenwahlen im November die Sorge über eine demotivierte Wählerbasis. Wie die "Washington Post" berichtet, deuten Umfragen, Haustürgespräche und Fokusgruppen darauf hin, dass selbst besonders zuverlässige republikanische Wähler erwägen, zu Hause zu bleiben oder für die Demokraten zu stimmen. Hauptgründe seien die hohe Inflation und die wirtschaftliche Lage.

Nach Daten der konservativen Organisation Americans for Prosperity Action gilt etwa jeder fünfte Stammwähler der Republikaner in Iowa, Ohio, North Carolina, Montana, New Hampshire und Michigan als gefährdet. "Das ist ein großer Anteil. Das ist eine beängstigende Zahl", sagte Geschäftsführer Nathan Nascimento. Eine Umfrage der "Washington Post" und des Umfrageinstituts Ipsos sieht Demokraten zudem unter denjenigen, die im November mit Sicherheit wählen wollen, zehn Prozentpunkte vor den Republikanern.

Besonders gering ist die Motivation demnach bei Männern unter 40 Jahren – einer Gruppe, die entscheidend zu Donald Trumps Wahlsieg 2024 beigetragen hatte.

Samstag, 25. Juli