Medizinische Versorgung auf dem Land: Hetzerath übernimmt: Gemeinde finanziert eigene Hausarztpraxis

Das MVZ im Haus Daniel bleibt bis Jahresende offen – finanziert von der Gemeinde selbst mit Geld aus einem Erbe. Was danach kommt, ist offen. Hetzerath sucht dringend einen neuen Träger.

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Medizinische Versorgung auf dem Land: Hetzerath übernimmt: Gemeinde finanziert eigene Hausarztpraxis

Medizinische Versorgung auf dem Land Hetzerath übernimmt: Gemeinde finanziert eigene Hausarztpraxis

Hetzerath · Das MVZ im Haus Daniel bleibt bis Jahresende offen – finanziert von der Gemeinde selbst mit Geld aus einem Erbe. Was danach kommt, ist offen. Hetzerath sucht dringend einen neuen Träger.

20.07.2026 , 06:37 Uhr

Die Ortsgemeinde Hetzerath beteiligt sich bis Ende des Jahres an den Personalkosten des Medizinischen Versorgungszentrums.

Foto: Monika Traut-Bonato

Vor gerade einmal zwei Jahren wurde das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) – Zweigstelle im Haus Daniel in Hetzerath – unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit eröffnet. Drei Ärzte sollten dort die hausärztliche Versorgung sichern. Bereits seit Ende Mai sorgen sich nun viele Hetzerather um den Fortbestand ihrer Hausarztpraxis. Die BBT-Gruppe als Träger hatte angekündigt, den Betrieb lediglich bis Ende September aufrechterhalten zu können. Seither setzt sich die Ortsgemeinde mit Nachdruck dafür ein, eine Perspektive zu schaffen und die hausärztliche Versorgung im Ort zu erhalten. Das Einzugsgebiet der Praxis reicht weit über die Ortsgrenzen hinaus. Zudem ist das Haus Daniel mit seinen Angeboten aus Pflege, Wohnen und medizinischer Versorgung für Hetzerath und die Nachbarorte von zentraler Bedeutung.

Jetzt gibt es eine erfreuliche Nachricht: Das MVZ im Haus Daniel wird bis zum 31. Dezember 2026 weiterbetrieben. Die nun gefundene Übergangslösung erläutert die Ortsgemeinde wie folgt: „Nach Angaben des Trägers ist der Betrieb wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Ursprünglich war vorgesehen, die Zweigpraxis bereits zum 1. Oktober 2026 zu schließen. In Gesprächen mit den Verantwortlichen konnte jedoch erreicht werden, dass der Praxisbetrieb bis zum 31. Dezember 2026 fortgeführt wird. Um die medizinische Versorgung der Bevölkerung in diesem Zeitraum sicherzustellen, beteiligt sich die Gemeinde von Oktober bis Dezember 2026 an den Personalkosten der Zweigpraxis.“

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) Hetzerath: Gemeinde sichert Betrieb bis Dezember 2026

Finanziert wird dieser Personalkostenzuschuss aus dem Erbe Barzen. Zur Höhe der Unterstützung machte die Ortsgemeinde auf Anfrage allerdings keine näheren Angaben.

Unabhängig von dieser befristeten Lösung arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit den behandelnden Ärzten intensiv an einem tragfähigen Konzept für die Zukunft. Ziel ist es, das MVZ unter einer neuen Trägerschaft fortzuführen und damit die hausärztliche Versorgung in Hetzerath dauerhaft zu sichern. An den bisherigen Gesprächen über die Zukunft des MVZ sind neben dem Gemeindevorstand auch die Fraktionsvorsitzenden beteiligt.