Merz, Meloni und Macron auf Irans 'Todesliste': Politische Spannungen steigen

Publiziert11. Juli 2026, 20:23Rache für Chameneis TodMerz, Meloni und Macron landen auf Irans «Todesliste»Eine iranische Zeitung veröffentlicht Bilder von 13 Personen in Gefängniskleidung. Sie sollen für den To...

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Merz, Meloni und Macron auf Irans 'Todesliste': Politische Spannungen steigen

Publiziert11. Juli 2026, 20:23

Rache für Chameneis TodMerz, Meloni und Macron landen auf Irans «Todesliste»

Eine iranische Zeitung veröffentlicht Bilder von 13 Personen in Gefängniskleidung. Sie sollen für den Tod von Ajatollah Chamenei verantwortlich sein. Darunter sind mehrere europäische Staatschefs.

Karin Leuthold

Darum gehts

  • Die iranische Tageszeitung «Hamshari» hat 13 Politiker auf einer «schwarzen Liste» veröffentlicht, darunter Trump, Netanjahu, Meloni und Macron.
  • Die Abgebildeten sind in orangefarbenen Gefängnisuniformen mit Zielscheiben auf der Stirn zu sehen.
  • Ayatollah Chameneis Sohn Modschtaba schwor zeitgleich Rache für den Tod seines Vaters.

Nicht nur US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, sondern auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der deutsche Kanlzer Merz und der britische Premier Starmer stehen auf einer «schwarzen Liste». Die iranische Tageszeitung «Hamshari» veröffentlichte am Samstag die Fotos von 13 Politikern und Staatschefs, die dem Blatt zufolge mutmasslich für den Tod von Ayatollah Ali Chamenei verantwortlich sind.

Auf der von der iranischen Tageszeitung «Hamshari» veröffentlichten «schwarzen Liste» stehen insgesamt 13 internationale Politiker und Staatschefs, die nach Darstellung des Blatts für den Tod von Ayatollah Ali Chamenei verantwortlich sein sollen.

Auf der von der iranischen Tageszeitung «Hamshari» veröffentlichten «schwarzen Liste» stehen insgesamt 13 internationale Politiker und Staatschefs, die nach Darstellung des Blatts für den Tod von Ayatollah Ali Chamenei verantwortlich sein sollen.Screenshot

Die Abgebildeten sind in orangefarbenen Gefängnisuniformen zu sehen. Trump und Netanjahu tragen jeweils eine Zielscheibe auf der Stirn. Wie der Sender TG24 Sky berichtet, erschien die Veröffentlichung am selben Tag, an dem eine Botschaft des Sohnes des getöteten Ayatollah bekannt wurde. Darin kündigte er «Rache» an den Mördern seines Vaters an. Modschtaba Chamenei schwor Vergeltung für seinen Vater und erklärte, dies sei der Wunsch einer ganzen Nation und müsse unbedingt in die Tat umgesetzt werden.

Ist der Iran-Deal geplatzt?

Im Konflikt mit den USA beteuert Teheran, sich an die Vereinbarungen des Waffenstillstands gehalten zu haben, und wirft Washington im Gegenzug vor, diese gebrochen zu haben. Laut US-Quellen hat der Iran eingeräumt, dass die Angriffe auf Handelsschiffe in der Strasse von Hormus von «ausser Kontrolle geratenen Extremisten» verübt worden seien.

Die Vereinigten Staaten fordern nun ein öffentliches Bekenntnis zur Sicherheit der Schifffahrt sowie ein Ende der Angriffe. Auch die Debatte über das iranische Atomprogramm bleibt angespannt. Die US-Regierung zeigt sich pessimistisch, was eine Einigung betrifft. Der iranische UN-Botschafter erklärte: «Teheran wird sich nicht länger an das Abkommen gebunden fühlen, wenn die USA erneut angreifen.»

Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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