Meta muss gegen Brillen-Stalker vorgehen - Instagram sperrt Accounts
Der Konzern Meta muss gegen eine seiner umtriebigsten Kundengruppen vorgehen. Insbesondere auf Instagram werden jetzt Videos entfernt, bei denen mit den Smart-Glasses aus eigenem Hause unerlaubt fremde Personen aufgenommen wurden.
- 2 min read
Der Konzern Meta muss gegen eine seiner umtriebigsten Kundengruppen vorgehen. Insbesondere auf Instagram werden jetzt Videos entfernt, bei denen mit den Smart-Glasses aus eigenem Hause unerlaubt fremde Personen aufgenommen wurden.

Google / Samsung
Heimliche Kamera-Aufnahmen
Betroffen sind unter anderem Aufnahmen, in denen Servicekräfte oder Passanten absichtlich provoziert werden, sowie Videos von sogenannten Pickup-Artists, die Frauen im Fitnessstudio oder auf der Straße ansprechen und dabei mit Meta-Brillen filmen. Häufig wissen die Gefilmten zunächst nicht, dass die Kamera aktiv ist.
Nach Angaben des Instagram-Chefs Adam Mosseri wurden bereits erste größere Konten wegen Verstößen gegen die neuen Richtlinien deaktiviert. Business Insider berichtet von zwei Accounts mit jeweils mehr als einer Million Followern, die wegen belästigender Inhalte gesperrt wurden. Wie genau Meta die neuen Regeln durchsetzt und welche Fälle im Detail als Belästigung gelten, ließ das Unternehmen jedoch offen.
Die Meta-Ray-Ban-Brillen verfügen über eine LED, die während einer Aufnahme aufleuchtet. Frühere Modelle ließen sich jedoch manipulieren, indem Nutzer die Leuchte abdeckten oder veränderten. Mit einem Software-Update soll die Kamera nun automatisch deaktiviert werden, wenn eine Manipulation der Anzeige erkannt wird.
Der Ruf leidet
Dennoch bleibt die Technik umstritten. Selbst eine funktionierende Aufnahme-LED wird von vielen Menschen kaum wahrgenommen, insbesondere im Freien oder wenn sie nicht wissen, worauf sie achten müssen. Entsprechend wächst die Sorge, unbemerkt gefilmt zu werden.
Die strengeren Regeln dürften auch darauf abzielen, den schlechten Ruf der Smart Glasses einzudämmen. In sozialen Netzwerken werden die Geräte zunehmend mit heimlichen Aufnahmen und aufdringlichen Prank-Videos in Verbindung gebracht. Mit dem härteren Vorgehen gegen entsprechende Inhalte will Meta offenbar verhindern, dass die Brillen vor allem als Werkzeug für Belästigungen wahrgenommen werden.
Zusammenfassung
- Meta geht bei Instagram gegen heimliche Videos mit Smart-Glasses vor
- Betroffen sind Aufnahmen von Pickup-Artists oder belästigten Personen
- Zahlreiche große Konten wurden wegen der Verstöße bereits gesperrt
- Ein Software-Update soll die Manipulation der Aufnahme-LED verhindern
- Viele Menschen nehmen die leuchtende Aufnahme-LED im Alltag kaum wahr
- Der US-Konzern will den schlechten Ruf der Kamerabrillen eindämmen
Siehe auch:
- Anständige Nutzer trauen sich kaum noch, Smart-Glasses zu tragen
- Meta schröpft Smart-Glasses-Besitzer mit nachträglichen Nutzungslimits
- Neue App warnt, wenn jemand mit Smart Glasses in der Nähe ist