Mindestens 1000 Todesopfer nach Sturzflut in Nepal
Flutkatastrophe Mindestens 1000 Todesopfer nach Sturzflut in Nepal Über 4000 Menschen gelten als vermisst. Nepal hat die Suche nach vermissten Arbeitern in den Tunnelsystemen verwüsteter Wasserkraftanl...
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Flutkatastrophe
Mindestens 1000 Todesopfer nach Sturzflut in Nepal
Über 4000 Menschen gelten als vermisst. Nepal hat die Suche nach vermissten Arbeitern in den Tunnelsystemen verwüsteter Wasserkraftanlagen verstärkt
Kathmandu – Nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ist die Zahl der Todesopfer insgesamt auf mehr als 1000 gestiegen: In Nepal gebe es inzwischen 987 bestätigte Todesfälle, teilte der Katastrophenschutz am Dienstag mit. Chinesische Staatsmedien hatten zuvor 16 Tote in Tibet gemeldet.
Die Sturzflut hatte vergangene Woche Mittwoch im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet im Himalaya ganze Ortschaften zerstört. Mehr als 3900 Menschen wurden nach Angaben der nepalesischen Behörden vermisst, chinesische Staatsmedien meldeten mehr als 500 Vermisste in Tibet.
Eingeschlossene Arbeiter
Nepalesische Rettungskräfte errichteten provisorische Brücken, um abgelegene Gebiete zu erreichen. Bei den Rettungsarbeiten werden kontrollierte Sprengungen, Bagger und Scheinwerfer eingesetzt, um Schlamm und Wasser aus den Tunneln zu entfernen. Nepal hat die Suche nach hunderten vermissten Arbeitern verstärkt, von denen viele noch in den Tunnelsystemen verwüsteter Wasserkraftanlagen vermutet werden.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sitzen immer noch 600 Menschen in mehreren zerstörten Wasserkraftwerken fest. Laut Nepals Premierminister Balendra Shah sind in der gesamten betroffenen Region über 11.000 Menschen gerettet worden, auch die Strom- und Kommunikationsverbindungen konnten in einigen Gebieten wiederhergestellt werden.
Umstrittene Massenbeisetzungen
In Nepal wurden indes die ersten Todesopfer der verheerenden Flutkatastrophe in Massengräbern beigesetzt. Die Entscheidung ist lokalen Medienberichten zufolge umstritten, weil die meisten Opfer Hindus sind und nach hinduistischer Tradition eine Einäscherung üblich ist. Vor der Beisetzung werden nach Behördenangaben DNA-Proben, Fotos und weitere Daten der Toten gesichert, damit Angehörige ihre Verwandten später identifizieren lassen können.
Im Katastrophengebiet in China versuchen die Einsatzkräfte, eine wichtige Zufahrtsstraße in das Gebiet wieder befahrbar zu machen, um schweres Gerät anzuliefern. Probleme bereitet jedoch die Gefahr weiterer Erdrutsche und Fluten. In der Region ist für die kommenden Tage weiterer Regen angekündigt. (APA, 1.9.2026)
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