Mittelschule Forstern wächst: wieder zwei fünfte Klassen

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Mittelschule Forstern wächst: wieder zwei fünfte Klassen

Stand: 21.07.2026, 18:01 Uhr

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Die Mittelschule Forstern mit Turnhallen.

Die Mittelschule Forstern darf sich auf zwei fünfte Klassen freuen. © Vroni Macht

Die Mittelschule Forstern hat für das kommende Schuljahr 143 Schüler angemeldet. Der neue Schulverband traf seine ersten Beschlüsse.

Forstern – Die Zahl an Mittelschülern in Forstern nimmt wieder zu. Das berichtete Konrektor Andreas Preuschl in der konstituierenden Schulverbandssitzung. Forsterns Bürgermeister Rainer Streu wurde dabei einstimmig wieder zum Leiter gewählt, seine Stellvertretung übernimmt Hohenlindens Bürgermeister Theodor Falterer. Für das kommende Schuljahr habe man gleich zwei fünfte Klassen: „Kleine. Aber die Tendenz ist schon so, dass an die Mittelschulen wieder mehr Schüler kommen“, so laut dem Konrektor auch die Rückmeldung anderer bei der Schulleiterdienstbesprechung.

Vor elf Jahren waren es noch 88 Mittelschüler, erinnert er sich. Für das kommende Jahr habe man 143. Dass kein Forsterner auf eine andere Mittelschule geht, zeige, dass sich die Heranwachsenden in der lokalen Mittelschule wohlfühlen. Einen wesentlichen Teil trage auch die Offene Ganztagsschule bei.

Ob es mit der steigenden Zahl räumlich knapp werde, hakte Pastettens Bürgermeister Andreas Wagner nach. Laut Streu habe man in den vergangenen Jahren sehr großzügig mit der Raumplanung umgehen können. So standen etwa für Jugend- und Sozialarbeit sowie die Mittagsbetreuung große Büros und Räume zur Verfügung. Da musste man nun eben etwas umdisponieren.

Die Lehrer hätten auf Varianten mit großen Klassenzimmern bestanden, da sich so die Schüler besser konzentrieren können. Mancher brauche eben einen Platz weiter hinten oder könne sich besser konzentrieren, wenn er etwa die Wand anschauen oder aus dem Fenster sehen könne, so die Rückmeldung der Pädagogen.

Das Thema hohe Temperaturen werde den Schulverband vermutlich noch länger beschäftigen. Wie der Konrektor zu berichten wusste, habe man mit dem Thermometer in manchen Klassenzimmern immer wieder über 30 Grad gemessen. Gleichzeitig sei die Möglichkeit von Hitzefrei nicht mehr so leicht. Schließlich haben viele Familien keine Möglichkeit, den Nachwuchs zu betreuen, und die Logistik rund um Schulbusse samt Fahrermangel kommen noch obendrauf. Den Unterricht vorzeitig um 11.20 Uhr beenden könne man entsprechend nur mit zwei Tagen Vorlaufzeit.

Laut Streu wolle man das Thema Klimageräte nach der Sommerpause und einer gemeinsamen Begehung angehen. Ihm sei jedoch wichtig, dass die Forsterner Schule da „keinen Alleingang“ mache. „Nicht, dass es heißt: In Berlin haben sie sowas nicht, aber in Forstern schon, wie bei den Coronageräten.“ Dementsprechend wünsche er sich, dass die Gemeinden da gemeinsam herangehen, und erntete zustimmendes Nicken.

Zwei weitere Anliegen hatte Konrektor Preuschl noch vorzubringen. Einmal habe er eine Fortbildung rund um Herz-Lungen-Wiederbelebung absolviert. Dementsprechend könne man nun verpflichtend in den siebten Klassen diese den Schülern in zwei Stunden beibringen. Dazu erhalte man vom Staat das Geld für vier Übungspuppen. Die Bestellung müsse aber der Schulverband absegnen. Der hatte keine Widersprüche.

Gleichzeitig erhalte jeder Grundschulförderverein im Landkreis 500 Euro für Schulsozialarbeit. Da es einen solchen in Forstern aber nicht gebe, müsse da der Schulverband als Empfänger fungieren. Auch da sah Streu kein Problem. Entschieden wurde zudem, dass man 18 Leihgeräte und drei Lehrergeräte für etwa 9300 Euro beschafft, damit der Bestand wieder gefüllt ist. Das sei laut Streu ungefähr die Summe, die man dafür aus Fördergeldern erhalte.