Zwischen Furcht und Trotz: So planen die CSD-Veranstalter in NRW nach dem Anschlag in Berlin

Und auch in Moers will man sich am 1. August von der Tat in Berlin nicht vom Feiern und Demonstrieren abhalten lassen. "Es soll keiner Angst haben, es sollen alle kommen", sagt Organisator Daniel Siebert. Seite...

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Zwischen Furcht und Trotz: So planen die CSD-Veranstalter in NRW nach dem Anschlag in Berlin

Und auch in Moers will man sich am 1. August von der Tat in Berlin nicht vom Feiern und Demonstrieren abhalten lassen. "Es soll keiner Angst haben, es sollen alle kommen", sagt Organisator Daniel Siebert. Seitens der Polizei hieß es, die Sicherheitsvorkehrungen würden ständig an die aktuelle Lagebewertung angepasst. "Alle polizeilichen Maßnahmen sollen trotz der Geschehnisse in Berlin zu einem friedlichen Fest für den CSD in Moers beitragen", teilte ein Polizeisprecher dem WDR mit.

Essen und Krefeld zeigen sich kämpferisch

Auch in Essen signalisieren die Veranstalter des CSD, dass der Anschlag in Berlin sie nicht abhalten werde. "Wir werden nicht zulassen, dass Angst unser Handeln bestimmt. Wir lassen uns nicht einschüchtern", schrieb das Team des Ruhr Pride am Sonntag auf seinem Instagram-Account. Der CSD in Essen soll am 8. August stattfinden.

"Wir werden nicht leiser – wir werden lauter. Wir stehen zusammen und setzen weiterhin ein klares Zeichen für Menschlichkeit, Respekt und Solidarität." Post auf dem Instagram-Account des RuhrPride

Auch in Krefeld ist bislang keine Absage der Veranstaltung am 15. August geplant. Der dortige CSD-Verein will mit der Polizei in den Austausch gehen. In Sachen Sicherheit "werde man sicherlich jetzt nachschärfen müssen", sagte der Vorsitzende Levent Sirkal. "Viele Menschen fragen mich jetzt, wie sicher ist ein CSD?" Auch in Krefeld soll es eine Gedenkminute geben.

Zusammenhalt auch in Aachen und im Hochsauerland

Der in Aachen geplante CSD am 28. und 29. August soll ebenfalls wie geplant stattfinden. Mitveranstalterin Christine Kölb vom Verein Rainbow Aachen e.V. betont ein gutes Sicherheitskonzept für die Veranstaltung: "Ich glaube, dass sowohl das Sicherheitspersonal als auch die Polizei noch mehr sensibilisiert sind."

In Arnsberg findet in diesem Jahr außerdem der erste CSD im Hochsauerlandkreis statt. Unter dem Motto "Jetzt erst recht" will der Verein "Offen.BUND Arnsberg" am 22. August dort die queere Community stärken und sichtbarer machen. Kommende Woche wollen die Veranstalter sich mit Ordnungsamt und Polizei zusammensetzen um mit Blick auf den Anschlag in Berlin nochmal genauer alle Zufahrten auf der Strecke zu prüfen.

Es gibt aber auch Städte, die noch nicht genau wissen, wie sie nach dem Anschlag in Berlin weitermachen wollen. In Münster wollen sich die Veranstalter des CSD am Dienstag zusammensetzen und überlegen, wie sie bei den Pride Weeks und auf dem CSD mit dem Thema umgehen wollen, wie Rebecca Broermann, Mitglied im Orga-Team im Gespräch mit dem WDR sagte.