Spektakuläres Comeback: Warum der Fischadler jetzt wieder über unseren Flüssen kreist
StartseiteRatgeberTiereNach fast 100 Jahren: Einst ausgestorbener Adler kehrt mit Nachwuchs nach NRW zurückStand: 01.09.2026, 08:00 UhrKommentareUns auf Google folgenDer Kopf von Fischadlern ist weiß mit einem ...
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Nach fast 100 Jahren: Einst ausgestorbener Adler kehrt mit Nachwuchs nach NRW zurück
Stand: 01.09.2026, 08:00 Uhr
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Lange galt er als ausgestorben, nun ist er zurück und sorgt für Nachwuchs. Zum zweiten Mal in Folge sind in NRW junge Fischadler geschlüpft, was auf eine feste Rückkehr der Art hindeutet.
Eine fast 100 Jahre andauernde Abwesenheit ist beendet: Der Fischadler brütet wieder erfolgreich in Nordrhein-Westfalen. Nachdem die Art hier seit 1930 als Brutvogel verschollen war, gilt die Aufzucht von drei Jungvögeln im Jahr 2026 als starkes Signal für eine dauerhafte Rückkehr. Bereits 2025 gab es die erste erfolgreiche Brut.
Diese Entwicklung ist ein großer Erfolg für den Artenschutz, auch wenn die heimische Vogelwelt insgesamt fragil bleibt. Die spektakuläre Wiederansiedlung des Fischadlers gelang im Vogelschutzgebiet Weseraue, wo das Brutpaar seinen Horst bezog.
Nach fast 100 Jahren: Einst ausgestorbener Adler kehrt mit Nachwuchs nach NRW zurück
Für eine erfolgreiche Beobachtung sollten Sie gezielt nach dem eleganten Greifvogel Ausschau halten. Die besten Chancen bieten sich an fischreichen Gewässern.
- Aussehen: Achten Sie auf einen Greifvogel mit weißer Unterseite, dunkelbrauner Oberseite und einem markanten schwarzen Augenstreif auf dem weißen Kopf.
- Lebensraum: Suchen Sie an großen, ruhigen Seen, Altwässern oder Flussabschnitten, vorrangig im Einzugsbereich von Rhein, Lippe, Ems und Weser.
- Verhalten: Typisch für den Fischadler ist der Rüttelflug über dem Wasser, bevor er zur Jagd auf Fische im Sturzflug ins Wasser stößt.
Umweltminister Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) spricht bei der Vorstellung des Vogelschutzberichts im Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) von einer „spektakulären Rückkehr einst ausgestorbener Arten“ und nennt neben dem Fischadler den Wiedehopf.
Praktischer Tipp: Nehmen Sie für die Vogelbeobachtung unbedingt ein Fernglas mit. So können Sie die scheuen Tiere aus sicherer Entfernung beobachten, ohne sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu stören und ihre Brut zu gefährden.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wo kann man Fischadler in NRW genau beobachten? Die besten Chancen bestehen in gewässerreichen Landschaften. Die erste erfolgreiche Wiederansiedlung seit Jahrzehnten fand im Vogelschutzgebiet Weseraue statt. Generell sind ruhige, fischreiche Seen und Flussabschnitte geeignete Orte, um nach dem seltenen Greifvogel Ausschau zu halten.
Woran erkennt man einen Fischadler im Flug? Im Flug ist der Fischadler an seinen langen, schmalen Flügeln zu erkennen, die er oft leicht geknickt hält, was an eine große Möwe erinnern kann. Seine Unterseite ist überwiegend weiß, was einen deutlichen Kontrast zur dunklen Oberseite bildet. Die Flügelspannweite kann bis zu 1,70 Meter betragen.
Wann stehen die Chancen für eine Beobachtung am besten? Der Fischadler ist in NRW vor allem als Durchzügler im Frühjahr (März bis Mai) und im Herbst (Mitte August bis Mitte November) zu sehen. Da er nun auch wieder hier brütet, kann er auch im Sommer angetroffen werden, insbesondere bei der Jagd zur Versorgung seiner Jungen.