Michelle Heimberg: Fehlgeburt kurz vor der EM – dann Silber in Paris
Publiziert3. August 2026, 22:41EM-Silber in ParisNach Fehlgeburt: Michelle Heimberg macht ihren Schmerz öffentlichMichelle Heimberg macht öffentlich, dass sie kurz vor der EM ihr ungeborenes Baby verlor. Ihre S...
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Publiziert3. August 2026, 22:41
EM-Silber in ParisNach Fehlgeburt: Michelle Heimberg macht ihren Schmerz öffentlich
Michelle Heimberg macht öffentlich, dass sie kurz vor der EM ihr ungeborenes Baby verlor. Ihre Silbermedaille habe deshalb eine ganz besondere Bedeutung.

Darum gehts
- Die Schweizer Wasserspringerin Michelle Heimberg (26) hat kurz vor der EM in Paris eine Fehlgeburt im letzten Schwangerschaftsdrittel erlitten.
- Trotzdem trat sie an und gewann Silber im Kunstspringen – nur 24 Stunden nach einer Operation.
- Mit einem persönlichen Instagram-Post möchte sie das Thema Fehlgeburten enttabuisieren.
«Diese Silbermedaille strahlt heller, als jede Goldmedaille es je könnte. Nicht wegen des Ergebnisses an sich, sondern wegen allem, was sie symbolisiert.» Mit diesen Worten meldet sich die Schweizer Wasserspringerin Michelle Heimberg einen Tag nach ihrem Silbercoup im Kunstspringen an den Europameisterschaften in Paris auf Instagram zu Wort.
«Es gab Momente, in denen es mir fast unmöglich erschien, auf diesem Sprungbrett zu stehen.»
In einem sehr persönlichen Beitrag macht die 26-Jährige öffentlich, dass sie kurz vor dem Wettkampf eine Fehlgeburt erlitten hatte. «Eine Woche vor der Abreise zu den Europameisterschaften erhielten wir die herzzerreissende Nachricht, dass wir unser Baby ganz am Ende des ersten Schwangerschaftstrimesters verloren hatten. Nur 24 Stunden später wurde ich operiert», schreibt die Aargauerin.
Michelle Heimberg will auf das Thema Abtreibung aufmerksam machen
Die vergangenen zwei Wochen seien sowohl körperlich als auch emotional unglaublich herausfordernd gewesen. «Es gab Momente, in denen es mir fast unmöglich erschien, auf diesem Sprungbrett zu stehen.»
Umso mehr bedeute ihr die Silbermedaille. «Nicht, weil alles gut war, sondern weil ich von wunderbaren Menschen umgeben war, die mich in jedem einzelnen Moment unterstützt haben. Diese Medaille erinnert mich daran, dass Freude und Schmerz gleichzeitig existieren können und dass wir zu mehr fähig sind, als wir manchmal glauben.»
Mit ihrem Beitrag möchte die zweifache Europameisterin das Thema Fehlgeburten enttabuisieren. Viele Menschen müssten einen solchen Schicksalsschlag erleben, doch oft werde darüber geschwiegen. «Ich glaube auch, dass es anderen helfen kann, sich weniger allein zu fühlen, wenn man offen darüber spricht.»
Die Silbermedaille von Paris werde sie deshalb immer daran erinnern, «dass Stärke nicht bedeutet, niemals zusammenzubrechen. Manchmal bedeutet sie einfach nur, den Mut zu finden, den nächsten Schritt zu wagen.»

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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