Nach Spionage-Verdacht: Neue Ermittlungen bei Cispa – Fahnder weiten Arbeit aus
Nach dem Spionage-Verdacht und der temporären Freistellung von Gründungsdirektor Michael Backes sieht sich das Cispa-Helmholtz-Zentrum im Saarland mit erweiterten Ermittlungen konfrontiert. Das berichtet der Saarländische Rundfunk (SR).
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Nach Spionage-Verdacht Neue Ermittlungen bei Cispa – Fahnder weiten Arbeit aus
Saarbrücken · Nach dem Spionage-Verdacht und der temporären Freistellung von Gründungsdirektor Michael Backes sieht sich das Cispa-Helmholtz-Zentrum im Saarland mit erweiterten Ermittlungen konfrontiert. Das berichtet der Saarländische Rundfunk (SR).
30.07.2026 , 07:07 Uhr
Laut einem Medienbericht sind die Ermittlungen beim Cispa-Helmholtz-Zentrum im Saarland ausgeweitet worden. (Archivaufnahme)
Foto: Oliver Dietze/dpa/Oliver Dietze
Erst sorgten Spionage-Vorwürfe bei Cispa für einen Paukenschlag. Jetzt sollen die Ermittlungen beim Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken ausgeweitet werden. Dabei soll es nach einem Bericht des Saarländischen Rundfunks (SR) abermals um Gründungsdirektor Michael Backes gehen, der nach Bekanntwerden erster Verdachtsmomente temporär freigestellt wurde.
Worum es jetzt bei der Prüfung bei Cispa im Saarland geht
Nach dem Medienbericht gehe es nun um „mögliche Verfehlungen im Bereich der normalen Unternehmensführung“. Darum soll sich ein Sonderprüfer kümmern und dies überprüfen. Ursprünglich ging es darum, herauszufinden, ob sensible Daten des Cispa-Helmholtz-Zentrums aus dem Saarland nach China abgeflossen sind. Bei diesen Nachforschungen aber sei der Sonderermittler noch auf etwas anderes gestoßen.
Diese neuen Erkenntnisse sollen nicht mit den eigentlichen Untersuchungen zu tun haben, sondern eher beiläufig aufgefallen sein. Der von Bund und Land eingesetzte Sonderprüfer befasse sich jetzt zusätzlich nach dem SR-Bericht mit der Amtsführung der Cispa-Leitung rund um Michael Backes.
Chef des Informationszentrums temporär freigestellt
Die Vorwürfe rund um Cispa und um Kontakte nach China hatten bereits weitreichende Folgen: Gründungsdirektor Michael Backes im Juni temporär freigestellt worden. Darüber berichtete die SZ exklusiv. Während der jetzt laufenden Untersuchungen muss der Leiter seine Arbeit ruhen lassen.
Zuerst hatte das Handelsblatt über die Vorwürfe berichtet, dass Daten aus dem Saarland nach China abgeflossen sein könnten. Die Branchenzeitung schrieb, chinesische Wissenschaftler sollten an sensiblen Cispa-Projekten beteiligt sein. Dabei gehe es sogar um Einrichtungen, die auf US-Sanktionslisten stehen. Cispa-Leiter Backes wies die Vorwürfe zurück. Er hatte das Informationszentrum 2011 gegründet. Mittlerweile zählt es mehr als 700 Mitarbeiter. (lwg)