Neue Verbote am Starnberger See: Verstöße können teuer werden

tzMünchenRegionStand: 13.07.2026, 21:10 UhrKommentareUns auf Google folgenAm Erholungsgelände Ambach gelten seit dieser Badesaison strenge Verbote. Ein Sicherheitsdienst kontrolliert – und Verstöße können teuer...

  • 3 min read
Neue Verbote am Starnberger See: Verstöße können teuer werden

Stand: 13.07.2026, 21:10 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Am Erholungsgelände Ambach gelten seit dieser Badesaison strenge Verbote. Ein Sicherheitsdienst kontrolliert – und Verstöße können teuer werden.

Ambach – Am Erholungsgelände in Ambach am Starnberger See gelten seit einigen Wochen verschärfte Regeln für Badegäste. Wie Merkur-Reporter Dominik Stallein berichtet, zeigen die neuen Verbote erste Wirkung – doch vollständig durchgesetzt haben sie sich noch nicht.

Erholungsgelände Ambach am Starnberger See

Erholungsgelände Ambach am Starnberger See © Matthias Wupper
  • Am Erholungsgelände Ambach gilt seit der Badesaison 2026 ein Verbot für Hunde, offenes Feuer und Grillen.
  • Ein neu eingesetzter Sicherheitsdienst überwacht die Einhaltung der Regeln – vor allem an Wochenenden und Feiertagen.
  • Wer gegen die Vorschriften verstößt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro.

Grillen und Hunde am Starnberger See verboten

Ein Spaziergang am Ufer zeigt: Ganz reibungslos läuft es noch nicht. Direkt hinter einem der neuen Hinweisschilder finden sich Kohlereste einer mittelgroßen Grillfeier. Auf dem Kies liegen die Grillhäufchen im Abstand von unter 50 Metern. Kiosk-Mitbetreiberin Doris Schwartze kennt das Muster: „Das stammt bestimmt vom Abend. Da wird immer mal wieder gegrillt.“ Wenn der Badebetrieb nachlässt, zünden manche noch ein kleines Lagerfeuer an. „Am Abend stört es niemanden“, sagt Schwartze – die Regeln gelten dann aber trotzdem.

Kein Rauch, keine Hunde: Am Starnberger See in Ambach geht es heuer deutlich entspannter zu als in den Vorjahren.

Kein Rauch, keine Hunde: Am Starnberger See in Ambach geht es heuer deutlich entspannter zu als in den Vorjahren. © Stallein

Tagsüber hat sich die Lage nach Einschätzung von Schwartze jedoch deutlich verbessert. Früher musste ihr Mann regelmäßig aus dem Kiosk kommen, um Badegäste zum Löschen ihrer Feuer zu bitten – weil der Rauch den gesamten Biergarten durchzog. „Das waren große Gruppen, die da teilweise gefeiert haben“, erinnert sie sich. Für die übrigen Badegäste wurde das zunehmend zur Belastung.

Im vergangenen November beschloss der Kreistag ein ganzes Maßnahmenpaket: Die öffentlichen Grillstellen wurden abgebaut. Hunde dürfen zwischen dem 15. Mai und dem 15. September nicht auf das Areal mitgebracht werden, außerhalb der Badesaison müssen sie an die Leine. Kiten, Drohnen und ferngesteuerte Boote sind ebenfalls verboten. Übernachten ist in Ambach nicht gestattet.

Ambach ist ein Ortsteil der Gemeinde Münsing im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, direkt am Westufer des Starnberger Sees gelegen.

Sicherheitsdienst und Bußgelder am Starnberger See

Nicht alle Besucher zeigen Verständnis für die neuen Vorschriften. Ein Bayern-Urlauber mit Retriever zuckt die Schultern, als er auf das Hundeverbot angesprochen wird: „Der stört doch keinen.“ Auch unter Kreistagsmitgliedern war das Hundeverbot umstritten – einige sahen den Hund als selbstverständlichen Begleiter beim Seeausflug. Eine Mehrheit entschied sich jedoch dafür, den Beschwerden von Badegästen Vorrang zu geben, die sich durch Hunde gestört fühlten. Das Verbot blieb in der Satzung.

Landratsamts-Pressesprecherin Sabine Schmid erklärt, dass ein neuer Sicherheitsdienst die Einhaltung der Regeln überwacht – vor allem an Wochenenden und Feiertagen. Eine Dauerpräsenz ist nicht geplant: „Das ist ja auch eine finanzielle Sache: Wenn es regnet, ist am See nichts los.“ Die Mitarbeiter des Dienstes informieren das Landratsamt, leiten Ordnungswidrigkeitenanzeigen weiter und verständigen bei Bedarf die Polizei. Bis zu 2500 Euro Bußgeld drohen bei Verstößen. Eine Badebesucherin zieht ein positives Fazit: „Seit der neue Sicherheitsdienst aktiv kontrolliert und etliche Griller in die Schranken verwiesen hat, ist endlich ein entspanntes Badewochenende möglich.“ Und weiter: „Ohne diese Sicherheitskräfte ging es nicht mehr.“