Durchfall-Parasit breitet sich in den USA aus – das sollten Urlauber wissen
In den USA sorgt derzeit ein Ausbruch einer seltenen Darminfektion für Aufmerksamkeit. In mehreren Bundesstaaten wurden in den vergangenen Wochen Tausende Erkrankungen gemeldet. Auslöser ist ein mikroskopisch k...
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In den USA sorgt derzeit ein Ausbruch einer seltenen Darminfektion für Aufmerksamkeit. In mehreren Bundesstaaten wurden in den vergangenen Wochen Tausende Erkrankungen gemeldet. Auslöser ist ein mikroskopisch kleiner Parasit, der starke Durchfälle verursachen kann.
Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) wurden zwischen Anfang Mai und Anfang Juli mehr als 800 bestätigte Fälle von Cyclosporiasis registriert. Zusätzlich liegen den Behörden mehr als 1500 weitere Verdachtsfälle vor, die noch überprüft werden müssen. Insgesamt sind inzwischen 31 Bundesstaaten betroffen.
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Besonders stark trifft es den Bundesstaat Michigan. Dort wurden innerhalb von zwei Wochen mehr als 1000 Erkrankungen gemeldet. Auch in New York, Illinois und Ohio stiegen die Fallzahlen deutlich an. Todesfälle im Zusammenhang mit dem aktuellen Ausbruch wurden bislang nicht bekannt.
Was steckt hinter der Infektion?
Cyclosporiasis wird durch den Parasiten Cyclospora cayetanensis ausgelöst. Menschen können sich anstecken, wenn sie verunreinigte Lebensmittel oder Wasser aufnehmen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nach bisherigen Erkenntnissen nicht statt.
Typisches Symptom ist heftiger, wässriger Durchfall, der teilweise sehr häufig und plötzlich auftreten kann. Hinzu kommen oft Bauchkrämpfe, Blähungen, Übelkeit und ein allgemeines Schwächegefühl. Manche Betroffene verlieren auch deutlich an Gewicht.
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Die Erkrankung ist nach Angaben der CDC normalerweise nicht lebensbedrohlich, kann aber sehr belastend sein. Ohne Behandlung können die Beschwerden mehrere Wochen anhalten und nach einer vorübergehenden Besserung erneut auftreten. Die Diagnose ist zudem nicht immer einfach, da spezielle Untersuchungen von Stuhlproben notwendig sind.
Ursache des Ausbruchs noch unklar
Woher genau die aktuellen Infektionen stammen, ist bislang nicht bekannt. Die CDC teilte mit, dass die erkrankten Menschen nach eigenen Angaben in den USA gegessen hatten und in den zwei Wochen vor dem Auftreten der Beschwerden nicht ins Ausland gereist waren.
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Frühere Ausbrüche wurden häufig mit verunreinigtem frischem Obst und Gemüse in Verbindung gebracht – unter anderem mit abgepackten Salaten, Kräutern wie Basilikum und Koriander, Himbeeren oder Frühlingszwiebeln. Die Suche nach der Quelle gestaltet sich schwierig, da die Verunreinigung oft bereits auf Feldern oder bei der Bewässerung entstehen kann.
Behörden geben Tipps zum Schutz
Gesundheitsbehörden empfehlen, Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Besonders bei rohen Lebensmitteln sollten Hände, Arbeitsflächen und Küchenutensilien sauber gehalten werden. Einige Behörden raten außerdem dazu, bestimmte Produkte möglichst zu erhitzen, wenn dies möglich ist.
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Trotz des Ausbruchs empfehlen Experten nicht, komplett auf frisches Obst und Gemüse zu verzichten. Die Lebensmittel seien weiterhin ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Wer anhaltenden oder starken Durchfall bekommt, sollte sich an eine medizinische Stelle wenden und auf die Möglichkeit einer Cyclosporiasis hinweisen.