Nicht Paris oder Wien: Diese kleine Stadt gilt 2026 als schönste in Europa und ist vielen noch unbekannt

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Nicht Paris oder Wien: Diese kleine Stadt gilt 2026 als schönste in Europa und ist vielen noch unbekannt

Ranking überrascht: Diese kleine Stadt ist 2026 die schönste in Europa

Stand: 13.07.2026, 15:19 Uhr

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Ein neues Europa-Ranking kürt die schönste Stadt für 2026. Warum ausgerechnet dieser kleine Hafenort in Montenegro vorn liegt.

Der beste Blick auf die schönste Stadt Europas kostet 1.350 Stufen. Wer bis zur Festung San Giovanni hoch über den Dächern hinaufsteigt, versteht sofort, warum dieser Ort Ranglisten gewinnt: unten eine dreieckige Altstadt aus hellem Stein, dahinter das stille Wasser einer tief eingeschnittenen Bucht, ringsum Berge, die fast senkrecht abfallen.

Aerial view of the old town of Kotor, Montenegro. Bay of Kotor bay is one of the most beautiful places on Adriatic Sea.

Kotor, Montenegro an der Adria. © IMAGO

Die Stadt heißt Kotor und liegt in Montenegro. In einer neuen Auswahl der schönsten Städtereisen Europas für 2026 steht sie ganz oben – noch vor Paris, Wien oder Kopenhagen. Was diesen kleinen Ort so besonders macht, warum er gerade jetzt entdeckt wird und was man vor einer Reise wissen sollte.

Warum Kotor 2026 als schönste Stadt Europas gewählt wurde

Wie Condé Nast Traveller berichtet, steht Kotor in einer Auswahl der schönsten Städtereisen Europas für 2026 ganz vorn. Der Ort verbindet eine kompakte Altstadt, venezianisch geprägte Architektur, eine geschützte Lage am Wasser und Ausflüge in die Bucht. Damit wirkt Kotor wie ein großer Städtetrip im kleinen Format. Wichtig ist dabei die Einordnung: Die Bucht von Kotor wird oft als südlichster Fjord Europas bezeichnet. Geologisch stimmt das nicht ganz, denn sie ist eine Ria, also ein überflutetes Flusstal.

Für den Eindruck vor Ort ändert das wenig. Die Berge fallen steil zum Wasser ab, Boote ziehen durch enge Buchten, und die Altstadt liegt wie ein steinernes Amphitheater am Ufer. Die Altstadt gehört zur Natur- und Kulturlandschaft von Kotor, die seit 1979 zum UNESCO-Welterbe zählt. In den Gassen geht es nicht um große Boulevards, sondern um Schatten, Stein und kleine Plätze. Wer durch die Tore tritt, merkt schnell: Kotor ist überschaubar, aber nicht flach. Kirchen, Paläste und Stadtmauern erzählen von Handel, Seefahrt und venezianischem Einfluss.

Der schönste Blick auf Kotor wartet oberhalb der Altstadt. Wer zur Festung San Giovanni aufsteigt, erreicht nach etwa 30 bis 90 Minuten das Ziel. Oben öffnet sich der Blick über die roten Dächer, die Stadtmauern und die Bucht. Für den Weg sollte man feste Schuhe, Wasser und etwas Zeit einplanen, vor allem im Sommer, wenn es auf den Stufen kaum Schatten gibt. In der Hauptsaison kostet der Zugang inzwischen etwa 15 Euro. Wer für den nächsten Kurztrip nicht so weit reisen möchte, findet auch in Deutschland eine ruhige Alternative zum Chiemsee.

Was Reisende vor einer Reise nach Kotor wissen sollten

Praktisch ist die Lage: Der Flughafen Tivat liegt in der Nähe, alternativ reisen viele über Dubrovnik an. In Montenegro wird mit dem Euro bezahlt, obwohl das Land nicht Mitglied der Europäischen Union ist. Genau deshalb sollten Urlauber vorab auch ihre Mobilfunktarife prüfen, denn beim Roaming können andere Regeln gelten als innerhalb der EU. So fahren Sie sicher in den Urlaub und vermeiden Packfehler, die Ihr Auto zu einem Risiko machen.

Wer länger bleibt, sollte die Bucht nicht auf Kotor reduzieren. Perast mit seinen Inseln, Herceg Novi und die Orte am Wasser machen aus dem Städtetrip eine kleine Rundreise. Gerade darin liegt der Mehrwert gegenüber vielen klassischen Citybreaks: Man kann morgens durch eine Altstadt laufen und nachmittags schon auf dem Boot sitzen. Auch andere unterschätzte Ziele sind von Deutschland aus schnell zu erreichen.