Rassismus-Verdacht und Notfall: Tumult beim HSV-Test
HSV Rassismus? Ärger um HSV-Fan beim Testspiel – Notfall sorgt für bange Momente Der Krankenwagen parkte direkt auf dem Platz, um den kollabierten HSV-Fan schnell abtransportieren zu können...
- 2 min read
HSV
Rassismus? Ärger um HSV-Fan beim Testspiel – Notfall sorgt für bange Momente
Der HSV feiert zum Abschluss des Trainingslagers einen 3:1-Testspielsieg gegen Heidenheim – doch unschöne Zwischenfälle überschatten die Partie. HSV-Mitarbeiterinnen mussten gegen einen offenbar stark alkoholisierten Anhänger einschreiten. Zudem sorgte ein medizinischer Notfall auf der Tribüne für große Betroffenheit.
Mit dem Test gegen den HSV endeten für den HSV acht intensive Tage in Österreich. Rein vom Ergebnis her ein gutes Ende, beim 3:1 gegen Heidenheim überzeugten die Profis und feierten im zweiten Spiel ihren ersten Sieg des Sommers. Überschattet wurde der Auftritt in Kematen (Tirol) allerdings von unschönen Begleiterscheinungen.
Allen Fans, die in Österreich nicht dabei sein konnten, bot sich die Gelegenheit, die Partie live via HSV-TV zu verfolgen. Dort schlugen die Kommentatoren nach 36 Minuten Alarm: „Zum wiederholten Male – ich hoffe, dass man das nicht über unsere Mikros hört – ein sehr unpassender, nicht zu akzeptierender Kommentar von Fans hinter uns, wo wir mal langsam auch einschreiten müssen.“
HSV-Fankultur greift gegen den Krakeeler durch
Anzeige
Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, waren Bemerkungen nach dem Foul an Patson Daka, das zum Strafstoß für den HSV führte. Albert Grønbæk traf zum 1:0, auch auf den Tribünen tat sich etwas. Zwei Mitarbeiterinnen der HSV-Fankultur erkundigten sich und versuchten, deeskalierend einzuwirken. Ein schnelles und vorbildliches Vorgehen des Vereins.
Der größte Krakeeler (ein HSV-Anhänger) verließ dann in der Halbzeitpause offensichtlich stark angetrunken das Stadion. Der Verdacht, dass rassistische Bemerkungen gefallen waren, lag auf der Hand, wurde der MOPO aber nicht vollumfänglich bestätigt.
Anzeige
Medizinischer Notfall sorgt für Betroffenheit
Ärgerliche Zwischenfälle. Nur wenige Meter entfernt herrschte fast zeitgleich tiefe Betroffenheit, nachdem ein etwa 60 Jahre alter Zuschauer auf der Tribüne zusammengebrochen war und der Hitze von knallenden 30 Grad Tribut zollte. Zwei Rettungswagen fuhren auf den Platz, um dem Betroffenen zu helfen. Auch HSV-Arzt Dr. Wolfgang Schillings eilte herbei, um Erste Hilfe zu leisten.
Anzeige
Die gute Nachricht: Als der Zuschauer per Trage in einen der Rettungswagen gehoben wurde, war er offensichtlich bei Bewusstsein und ansprechbar. „Ich möchte eine schnelle Genesung wünschen“, erklärte der Stadionsprecher unmittelbar nach dem Abpfiff. „Die Gesundheit steht über allem.“