Rassismus-Eklat und Spielabbruch bei Test von Energie

Halle-Fans im Fokus Rassismus-Eklat und Spielabbruch bei Test von Energie ...

  • 2 min read
Rassismus-Eklat und Spielabbruch bei Test von Energie

Halle-Fans im Fokus

Rassismus-Eklat und Spielabbruch bei Test von Energie

Cottbuser King Manu und Anderson Lucoqui inmitten einer Rudelbildung am Spielfeldrand nach einem mutmaßlichen rassistischen Vorfall. (Imago)
Cottbuser King Manu und Anderson Lucoqui inmitten einer Rudelbildung am Spielfeldrand nach einem mutmaßlichen rassistischen Vorfall. (Imago)

Icon Kommentar

Das Testspiel des Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus gegen den Halleschen FC am Samstag wurde von einem Rassismusvorfall überschattet.

Beim Stand von 2:0 für Energie wurde das in Finsterwalde ausgetragene Spiel am Nachmittag rund 20 Minuten vor dem Ende abgebrochen. Einsatzpolizisten machten zwei HFC-Anhänger ausfindig und brachten sie aus dem Stadion.

Über 3.000 Fans zus Gast in Finsterwalde

Vor über 3000 Fans waren Energie Cottbus und der Hallesche FC am Samstag in Finsterwald gegeneinander angetreten. Bei der Begegnung knapp 50 Kilometer südwestlich von Cottbus waren die Energie-Fans klar in der Überzahl. Es war das bereits sechste Energie-Testspiel.

Die Fans sahen ein Spiel, das auf zwei Halbzeiten mit jeweils 60 Minuten ausgelegt war und in dem Moritz Hannemann (55. Minute) und Yusuf Wardak (62. Minute) die beiden Tore der Cottbuser erzielten.

Überschattet wurde das Spiel dann allerdings nach rund 100 gespielten Minuten. Da wurde Energies Justin Butler auf der linken Außenbahn vom ehemaligen Cottbuser Robert Berger hart gefoult. Unnötig hart aus Sicht der Cottbuser Spieler, die sich anschließend eine kurze Rudelbildung mit einigen Hallenser Spielern lieferten.

Rudelbildung nach Foul von HFC-Spieler Robert Berger an Energie-Spieler Justin Butler. (Imago)
Rudelbildung nach Foul von HFC-Spieler Robert Berger an Energie-Spieler Justin Butler. (Imago)

Cottbus spricht von Affenlauten und Beledigungen

Diese Rudelbildung war allerdings längst beendet und Butler war gerade humpelnd auf dem Weg zur Seitenlinie, als die umstehenden King Manu und Anderson Lucoqui plötzlich in Richtung des nahen Hallenser Gästeblocks liefen und den Schiedsrichter gestikulierend mitnahmen. Die Pressestelle von Energie Cottbus bestätigte rbb24 gegenüber, dass rassistische Äußerungen aus dem Hallenser Block der Grund hierfür und dementsprechend auch für den Spielabbruch gewesen sein.

Währenddessen erklärte Energies Präsident Sebastian Lemke dem Nachrichtenportal Tag24 zufolge, dass der Cottbuser Verteidiger Manu mit Affenlauten und den Worten "er solle Bananen fressen gehen" beleidigt worden sei. Energie Cottbus und der Hallesche FC verurteilten die Zwischenfälle nach Spielende in einem gemeinsamen Post in den sozialen medien unter dem Titel "Gemeinsam gegen Rassismus" scharf.

Bereits in der vergangenen Saison hatte es während eines Cottbuser Auswärtsspiels bei 1860 München einen ähnlichen Zwischenfall gegeben, in dessen Mittelpunkt damals Justin Butler stand.

Sendung: rbb|24, 11.07.2026, 16:25 Uhr
Audio: rbb|24, 11.07.2026, Jakob Lobach